Pallade Veneta - Haft für Betrug mit Coronatests in großem Stil in Baden-Württemberg

Haft für Betrug mit Coronatests in großem Stil in Baden-Württemberg


Haft für Betrug mit Coronatests in großem Stil in Baden-Württemberg
Haft für Betrug mit Coronatests in großem Stil in Baden-Württemberg / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Das Landgericht Heidelberg hat zwei Männer wegen eines Betrugs mit Coronatests im großen Stil verurteilt. Der Haupttäter soll für vier Jahre und drei Monate in Haft, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag in der baden-württembergischen Stadt mitteilte. Ein Mitangeklagter wurde zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

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Die Kammer sah es demnach in der vergangenen Woche als erwiesen an, dass der 42 Jahre alte Haupttäter insgesamt sieben Coronateststationen betrieben hatte. Zwischen Dezember 2021 und Dezember 2022 rechnete er bei der Kassenärztlichen Vereinigung mehr als 70.000 Tests ab, die nie stattfanden. Ab dem Frühjahr betrieb der 42-Jährige den Betrug laut Urteil professionell.

Unterstützt durch Computer wurden künstliche Testpersonen generiert und abgerechnet. Mindestens 70 Prozent der abgerechneten Tests zu dieser Zeit fanden nie statt. Dadurch entstand ein Schaden von 810.000 Euro. Angeklagt waren ursprünglich gut 1,7 Millionen Euro. Der Mitangeklagte unterstützte den 42-Jährigen bei der Erstellung der angeblichen Testpersonen und bekam anteilig fünf Prozent dafür.

Das Urteil war Ergebnis einer Verständigung zwischen den Prozessbeteiligten. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer viereinhalb Jahre Haft für den 42-Jährigen sowie zwei Jahre und drei Monate Haft für den Mitangeklagten gefordert. Die Verteidigung plädierte auf vier Jahre Haft für den 42-Jährigen sowie ein Jahr und neun Monate für den Gehilfen.

Z.Ottaviano--PV

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