Pallade Veneta - Vor Treffen mit Netanjahu im Weißen Haus: Geisel-Familien richten Appell an Trump

Vor Treffen mit Netanjahu im Weißen Haus: Geisel-Familien richten Appell an Trump


Vor Treffen mit Netanjahu im Weißen Haus: Geisel-Familien richten Appell an Trump
Vor Treffen mit Netanjahu im Weißen Haus: Geisel-Familien richten Appell an Trump / Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS - AFP/Archiv

Die Angehörigen der von der Hamas verschleppten israelischen Geiseln haben US-Präsident Donald Trump vor dessen Treffen mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu am Montag aufgerufen, an seinem Gaza-Friedensplan festzuhalten. "Wir bitten Sie respektvoll, standhaft gegen jegliche Versuche zu bleiben, den von Ihnen vorgebrachten Deal zu sabotieren", schrieb das Forum der Geisel-Familien in einem offenen Brief an Trump. "Unsere Familien haben zu lange gewartet."

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Es müsse verhindert werden, dass "irgendwelche Störungen diesen Fortschritt zunichte machen", schrieb das Forum an Trump. Es hatte Netanjahu in der Vergangenheit wiederholt vorgeworfen, die indirekten Verhandlungen zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas über ein Waffenruheabkommen und die Freilassung der Geiseln zu "sabotieren".

Das Treffen zwischen Trump und Netanjahu am Montag im Weißen Haus wird mit Spannung erwartet. Der US-Präsident hatte am Sonntag einen Durchbruch in den Bemühungen um ein Ende des Gaza-Krieges angedeutet. Es bestehe eine "echte Chance auf etwas Großartiges im Nahen Osten", erklärte der US-Präsident in seinem Onlinedienst Truth Social.

Am Freitag hatte Trump mit Blick auf eine Waffenruhe im Gazastreifen bereits gesagt: "Ich denke, wir haben einen Deal." Kurz zuvor erklärte allerdings der israelische Regierungschef in seiner Rede bei der UN-Generaldebatte, dass Israel den Kampf gegen die Hamas im Gazastreifen unerbittlich fortsetzen werde.

Am Sonntag sagte Netanjahu dem US-Nachrichtensender Fox News mit Blick auf Trumps Friedensplan: "Ich hoffe, wir können es schaffen, denn wir wollen unsere Geiseln befreien." Zugleich bekräftigte er das Ziel Israels, die Hamas "zu entwaffnen, den Gazastreifen zu entmilitarisieren" und "eine neue Zukunft für die Bewohner des Gazastreifens und Israelis" zu ermöglichen.

Nach Angaben des US-Sondergesandten Steve Witkoff hatte Trump vor einigen Tagen bei einem Treffen mit Vertretern arabischer Staaten einen aus 21 Punkten bestehenden Nahost-Friedensplan präsentiert. Darin sind nach Angaben von Diplomaten unter anderem eine dauerhafte Waffenruhe und die Freilassung aller Geiseln vorgesehen.

Zudem sollen der Rückzug der israelischen Truppen und ein Regierungsmodell für den Gazastreifen ohne Beteiligung der Hamas Teil des Plans sein. Britische Medien berichteten, dass der frühere britische Premierminister Tony Blair eine zentrale Rolle in einer Übergangsregierung des Gazastreifens spielen könnte.

Der Krieg im Gazastreifen war durch den Großangriff der Hamas und mit ihr verbündeter Kämpfer auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden. Dabei wurden nach israelischen Angaben 1219 Menschen getötet und 251 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Noch immer befinden sich 47 Geiseln in der Gewalt der Hamas, von denen nach Angaben der israelischen Armee aber mindestens 25 bereits tot sind.

Israel geht seit dem Hamas-Angriff massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach nicht unabhängig überprüfbaren Angaben des Hamas-Gesundheitsministeriums bereits mehr als 66.000 Palästinenser getötet.

N.Tartaglione--PV

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