Pallade Veneta - Im Iran inhaftierter deutsch-französischer 19-Jähriger ist frei

Im Iran inhaftierter deutsch-französischer 19-Jähriger ist frei


Im Iran inhaftierter deutsch-französischer 19-Jähriger ist frei
Im Iran inhaftierter deutsch-französischer 19-Jähriger ist frei / Foto: AHMAD AL-RUBAYE - AFP/Archiv

Der seit Mitte Juni im Iran inhaftierte deutsch-französische 19-Jährige ist aus der Haft entlassen. "Lennart Monterlos ist frei", sagte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Er forderte zugleich die "sofortige Freilassung" der beiden weiterhin im Iran inhaftierten Franzosen Cécile Kohler und Jacques Paris.

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"Wir sind sehr erleichtert, dass unser Sohn zurückkehrt", erklärten die Eltern des jungen Mannes über ihre Anwältin Chirinne Ardakani. Sie seien in Gedanken zugleich bei "allen anderen zu Unrecht im Iran inhaftierten Europäern". Monterlos sei bereits auf dem Weg nach Frankreich, hieß es aus informierten Kreisen. Er werde am Donnerstag in Paris erwartet.

Der im Osten Frankreichs aufgewachsene Lennart Monterlos, Sohn eines französischen Vaters und einer deutschen Mutter, war im Sommer 2024 nach seinem deutsch-französischen Schulabschluss Abibac zu einer Weltreise per Fahrrad aufgebrochen. Sein Ziel war Japan, wo ein Cousin von ihm lebt. Dies wollte er in 400 Tage erreichen und dabei 35 Länder durchqueren.

Am 16. Juni, dem dritten Tag des jüngsten Konfliktes zwischen dem Iran und Israel war er in Badar-Abbas, im Süden des Irans, festgenommen worden, kurz bevor er den Iran in Richtung Afghanistan verlassen wollte. Der iranische Außenminister erklärte später in einem Interview mit der Zeitung "Le Monde", dass der junge Mann "wegen der Begehung einer Straftat festgenommen" worden sei, nannte aber keine Details.

In den ersten Wochen hatte die Familie des jungen Mannes keine offizielle Information über seinen Aufenthaltsort oder die Gründe für seine Festnahme erhalten. Später wurde bekannt, dass er wegen Spionage angeklagt worden sei. Frankreich kritisierte die "willkürliche Festnahme". Die französische Regierung wirft dem Iran vor, gezielt westliche Ausländer als politische "Geiseln" zu nehmen.

Lennart Monterlos hatte für seine Weltreise zuvor über eine Internet-Plattform Spenden gesammelt. Er wolle an seine Grenzen stoßen, der digitalen Welt und den Bildschirmen entfliehen, sich den körperlichen und mentalen Herausforderungen stellen, schrieb er dazu. In einem Online-Reisetagebuch veröffentlichte er später zahlreiche Fotos und Videos.

Dort bedankte er sich auch bei seiner Mutter dafür, dass sie ihm Deutsch beigebracht hatte. Dies habe ihm sehr geholfen, als er einige Etappen in Deutschland und Österreich zurücklegte.

Vom Iran aus hatte er mehrere Videos veröffentlicht. In seinem letzten Beitrag berichtet er, wie er in der iranischen Wüste übernachtet habe und ein Bauer ihm Essen und Trinken angeboten habe, als seine Wasservorräte erschöpft gewesen seien.

Seit etwa dreieinhalb befinden sich noch zwei weitere französische Staatsbürger in iranischer Haft, die 41 Jahre alte Cécile Kohler und der 72 Jahre alte Jacques Paris. Beiden wird Spionage für Israel vorgeworfen. Ihnen droht daher die Todesstrafe.

T.Galgano--PV

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