Pallade Veneta - Mögliches Treffen Trump-Putin: Berlin fordert Erhöhung von Druck auf Russland

Mögliches Treffen Trump-Putin: Berlin fordert Erhöhung von Druck auf Russland


Mögliches Treffen Trump-Putin: Berlin fordert Erhöhung von Druck auf Russland
Mögliches Treffen Trump-Putin: Berlin fordert Erhöhung von Druck auf Russland / Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS - AFP

Vor dem Hintergrund eines möglichen Treffens von US-Präsident Donald Trump mit Kremlchef Wladimir Putin hat die Bundesregierung mehr Druck auf den russischen Staatschef für eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg gefordert. Deutschland unterstütze die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump, "wieder Bewegung in einen Friedensprozess zu bekommen", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer am Freitag in Berlin. Putin habe sich aber bisher nicht zu ernsthaften Friedensgesprächen bereit gefunden.

Textgröße ändern:

Ohne einen Waffenstillstand mache es "wenig Sinn, über Frieden zu diskutieren", betonte Meyer. Hier sei die Bundesregierung durchaus "skeptisch, wie sich Wladimir Putin in dieser Frage verhalten wird". Die vergangenen Wochen und Monate hätten gezeigt, dass Putin "ganz offensichtlich kein Interesse daran hatte, diesen Friedensprozess ernsthaft fortzuführen".

Es sei gut, dass US-Präsident Trump am Freitag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus treffe, sagte Meyer. Aus Sicht Deutschlands müsse "dringend der Druck auf Wladimir Putin, für ernsthafte Friedensgespräche zur Verfügung zu stehen, erhöht werden".

Die Vergangenheit habe gezeigt, dass Putin auf Druck reagiere, sagte der Regierungssprecher weiter. Womöglich habe dies auch zu dem Telefonat des russischen Präsidenten mit Trump am Donnerstag geführt. Es könne Folge von "Ankündigungen der US-Seite" sein.

Wichtigstes Thema des Treffens mit Trump ist nach Angaben der ukrainischen Regierung die mögliche Lieferung von Tomahawk-Marschflugkörpern. Sie haben eine hohe Reichweite und könnten es der Ukraine ermöglichen, mehr Ziele tief in Russland anzugreifen.

Trump hatte am Donnerstag nach seinem Telefonat mit Putin ein mögliches Treffen mit dem russischen Präsidenten in der ungarischen Hauptstadt Budapest angekündigt. Ein Termin wurde bisher nicht genannt. Es könnte aber in etwa zwei Wochen stattfinden.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Neuer Wehrdienst: Fragebogen-Verweigerer sollen laut Bericht Bußgeld zahlen

Junge Männer, die den verpflichtenden Fragebogen zum neuen Wehrdienst nicht beantworten, sollen nach "Spiegel"-Informationen mit einem Bußgeld von 250 Euro belegt werden. Die Sanktion werde erst verhängt, wenn junge Männer mehrere Fristen verstreichen lassen und Mahnungen, den Online-Fragebogen auszufüllen, ignorieren, berichtet das Magazin in seiner neuen Ausgabe. Die Linke forderte von der Bundesregierung, auf die Bußgelder zu verzichten.

ARD-"Deutschlandtrend": AfD überholt erstmals Union in Sonntagsfrage

Zum ersten Mal liegt die AfD in der Sonntagsfrage des ARD-"Deutschlandtrends" vorn. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die AfD auf 27 Prozent (+2 Prozentpunkte im Vergleich zu April 2026), wie die am Donnerstag veröffentlichte Umfrage von infratest dimap ergab. Die Union verliert zwei Prozentpunkte und käme aktuell auf 24 Prozent. Die SPD läge unverändert bei zwölf Prozent (+/-0).

ARD-"Deutschlandtrend": Merz erreicht geringste Zustimmung für einen Kanzler

Ein Jahr nach seinem Amtsantritt ist die Zustimmung zu Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im ARD-"Deutschlandtrend" auf einem historisch niedrigen Niveau. Mit seiner politischen Arbeit sind nur noch 16 Prozent der Befragten zufrieden, 83 Prozent (+7) sind unzufrieden, wie die am Donnerstag veröffentlichte repräsentative Umfrage von infratest dimap ergab. Das ist der schlechteste Wert, der im "Deutschlandtrend" jemals für einen Bundeskanzler gemessen wurde.

Russland ruft Bewohner und Diplomaten erneut zum Verlassen Kiews auf - Warnung auch von Selenskyj

Russland hat angesichts eines möglichen Vergeltungsangriffs auf Kiew die Bewohner der ukrainischen Hauptstadt und ausländische Diplomaten erneut dazu aufgefordert, die Stadt zu verlassen. "Wir erinnern die Zivilbevölkerung von Kiew und die Mitarbeiter ausländischer diplomatischer Vertretungen erneut daran, dass sie die Stadt rechtzeitig verlassen müssen", erklärte das Verteidigungsministerium am Donnerstag. Im Falle eines ukrainischen Angriffs auf die Weltkriegsparade in Moskau am Samstag werde Russland "mit gleicher Münze zurückzahlen".

Textgröße ändern: