Pallade Veneta - Britische Medienaufsicht sanktioniert BBC wegen "irreführender" Gaza-Dokumentation

Britische Medienaufsicht sanktioniert BBC wegen "irreführender" Gaza-Dokumentation


Britische Medienaufsicht sanktioniert BBC wegen "irreführender" Gaza-Dokumentation
Britische Medienaufsicht sanktioniert BBC wegen "irreführender" Gaza-Dokumentation / Foto: Susannah Ireland - AFP

Die britische Medienaufsicht hat den Rundfunksender BBC wegen einer Dokumentation über den Gazastreifen sanktioniert, deren Kinder-Erzähler sich nach der Veröffentlichung als Sohn eines ehemaligen stellvertretenden Hamas-Ministers entpuppte. Die Dokumentation habe einen schwerwiegenden Verstoß gegen den Rundfunkkodex dargestellt, da sie das Potential gehabt habe, das hohe Vertrauen von Zuschauern in eine faktenbasierte Sendung der BBC über den Krieg im Gazastreifen zu untergraben, erklärte die Aufsichtsbehörde Ofcom am Freitag.

Textgröße ändern:

Die Medienaufsicht bezeichnete die Dokumentation als "irreführend". Die BBC müsse als Strafmaßnahme zu einem späteren Zeitpunkt eine Erklärung der Aufsichtsbehörde senden.

Die BBC erklärte, die Entscheidung der Medienaufsicht zu akzeptieren. Die Dokumentation, die zunächst im Februar ausgestrahlt worden war, habe die Position des Erzählers nicht offengelegt. "Wir haben uns dafür entschuldigt und wir akzeptieren die Entscheidung von Ofcom in Gänze", erkläre der Sender. Sobald der Wortlaut der Stellungnahme und das Sendedatum feststünden, werde die Sanktion umgesetzt, erklärte die BBC.

Der Rundfunksender hatte sich zuvor bereits für "ernstzunehmende Fehler" in der Produktion der Dokumentation "Gaza: How To Survive A Warzone" (zu deutsch: Gaza: Wie man ein Kriegsgebiet überlebt) entschuldigt und die Dokumentation von seiner Plattform genommen. Die BBC betonte, die Schuld an den "inakzeptablen" Fehlern mit der britischen Produktionsfirma Hoyo Films zu teilen.

Bei ihrem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 hatten die radikalislamische Hamas und verbündete Milizen nach israelischen Angaben mehr als 1200 Menschen getötet. 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. In den zwei sich anschließenden Kriegsjahren wurden nach Angaben der Hamas-Behörden im Gazastreifen mehr als 67.900 Menschen getötet.

C.Grillo--PV

Empfohlen

Papst Leo XIV. und US-Außenminister Rubio betonen bei Treffen im Vatikan Gemeinsamkeiten

Bei ihrem Treffen im Vatikan haben Papst Leo XIV. und US-Außenminister Marco Rubio nach den jüngsten Spannungen ihre Gemeinsamkeiten betont. Der Pontifex und Rubio setzten sich dafür ein, "Frieden und Menschenwürde" voranzubringen, erklärte das US-Außenministerium am Donnerstag. Nach Angaben des Vatikan berieten beide über die "Notwendigkeit, unermüdlich für den Frieden zu arbeiten". Nach den Spannungen der vergangenen Wochen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Papst versicherten beide Seiten demnach, ihre Beziehungen pflegen zu wollen.

Ex-Präsident Radew offiziell zum Regierungschef Bulgariens ernannt

In Bulgarien ist der prorussische Ex-Präsident und Sieger der Parlamentswahl im April, Rumen Radew, zum Regierungschef ernannt worden. Präsidentin Iliana Iotowa erteilte dem 62-Jährigen am Donnerstag den Auftrag zur Regierungsbildung, Radew legte umgehend die Liste seiner Minister vor, über die das Parlament am Freitag abstimmen soll. Der 62-Jährige hatte bei der Wahl mit 44,7 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit im Parlament geholt.

SPERRFRIST 18.00 Uhr: ARD-"Deutschlandtrend": Merz erreicht geringste Zustimmung für einen Kanzler

Ein Jahr nach seinem Amtsantritt ist die Zustimmung zu Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im ARD-"Deutschlandtrend" auf einem historisch niedrigen Niveau. Mit seiner politischen Arbeit sind nur noch 16 Prozent der Befragten zufrieden, 83 Prozent (+7) sind unzufrieden, wie die am Donnerstag veröffentlichte repräsentative Umfrage von infratest dimap ergab. Das ist der schlechteste Wert, der im "Deutschlandtrend" jemals für einen Bundeskanzler gemessen wurde.

Israel und Libanon: Dritte Gesprächsrunde ab 14. Mai in Washington geplant

Im Bemühen um einen Friedensvertrag ist kommende Woche eine dritte Gesprächsrunde mit Vertretern aus Israel und dem Libanon in Washington geplant. Das Treffen sei für den 14. und 15. Mai vereinbart, hieß es am Donnerstag aus dem US-Außenministerium. Dabei soll es erneut um eine mögliche Friedenslösung gehen.

Textgröße ändern: