Pallade Veneta - Früheres Armee-Hauptquartier in Belgrad soll Hotel von Trump-Schwiegersohn weichen

Früheres Armee-Hauptquartier in Belgrad soll Hotel von Trump-Schwiegersohn weichen


Früheres Armee-Hauptquartier in Belgrad soll Hotel von Trump-Schwiegersohn weichen
Früheres Armee-Hauptquartier in Belgrad soll Hotel von Trump-Schwiegersohn weichen / Foto: Andrej ISAKOVIC - AFP

Das historisch bedeutsame frühere Hauptquartier der jugoslawischen Armee in Belgrad soll für ein Bauprojekt von Trump-Schwiegersohn Jared Kushner im Schnellverfahren abgerissen werden. Das serbische Parlament verabschiedete am Freitag ein Gesetz, wonach das Projekt als dringend eingestuft wird. Damit müssen Baugenehmigungen und andere notwendige Schritte von staatlichen Stellen ohne Verzögerung bearbeitet werden.

Textgröße ändern:

Das Projekt ist in Serbien auch aus historischen Gründen umstritten: Der modernistische Gebäudekomplex war während des Kosovo-Krieges bei Nato-Luftangriffen auf Belgrad 1999 zerstört worden. 2005 wurden die Reste des 1965 errichteten Gebäudes von der serbischen Regierung zum Kulturdenkmal erklärt, aber nie wieder aufgebaut. Im vergangenen Jahr wurde der Status als Kulturdenkmal zurückgezogen - wenig später unterzeichnete Kushners in Miami ansässige Investmentfirma Affinity Partners einen Pachtvertrag über 99 Jahre.

Die serbische Öffentlichkeit ist gespalten hinsichtlich der Pläne von Affinity Partners, das Gelände in ein luxuriöses Hochhaus-Hotel umzuwandeln. Im Parlament stimmten am Freitag 130 Abgeordnete für das Schnellverfahren, 40 votierten dagegen. Präsident Aleksandar Vucic, der Kushner bereits mehrmals in Belgrad empfangen hat, befürwortet das Vorhaben persönlich.

Kushner ist mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet. Er hatte bereits im vergangenen Jahr Projektionen des künftigen Gebäudes veröffentlicht: Zwei große Glastürme ersetzen darauf die zerstörten roten Backsteinbauten der jetzigen Ruine. Laut einem Bericht der "New York Times" sollen auf dem Gelände ein Luxus-Hotel, 1500 Wohneinheiten und ein Museum entstehen.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Nach Trump-Drohung verschobene Brücken-Öffnung nach Kanada soll nun stattfinden

Die nach einer Drohung von US-Präsident Donald Trump verschobene Eröffnung einer Brücke nach Kanada soll nun noch in diesem Monat stattfinden. Als neuer Termin für die Inbetriebnahme des milliardenteuren Bauwerks sei der 27. Juli festgelegt worden, teilte am Freitag das kanadische Infrastrukturministerium mit. Ursprünglich hätte die Brücke bereits vor einem Monat eröffnet werden sollen.

Zum zweiten Mal in fünf Tagen: Neuer landesweiter Stromausfall in Kuba

Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Tagen ist in Kuba am Freitag landesweit der Strom ausgefallen. Ein "vollständiger Zusammenbruch des nationalen Stromnetzes" habe sich am Nachmittag gegen 16.30 Uhr (Ortszeit, 22.30 Uhr MESZ) ereignet, erklärte der staatliche Energieversorger UNE in Onlinemedien. Es war bereits der vierte Stromausfall seit Jahresbeginn.

US-Zeugen widersprechen ICE nach Todesschüssen auf Mexikaner

Nach tödlichen Schüssen auf einen Mexikaner bei einem Einsatz der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE haben Augenzeugen der offiziellen Darstellung widersprochen, es habe sich um "Notwehr" gehandelt. Der Anwalt der Zeugen, Hugo Balderas-Ibarra, sagte am Freitag, der Mexikaner habe sein Fahrzeug nicht "als tödliche Waffe" eingesetzt, wie von ICE und dem Heimatschutzministerium behauptet.

Berlins Finanz- und Kultursenator Evers für Wegner-Nachfolge nominiert

Die Kreisvorsitzenden der Berliner CDU haben Finanz- und Kultursenator Stefan Evers (CDU) als Spitzenkandidaten für die Abgeordnetenhauswahl im September nominiert. In einem am Freitagabend veröffentlichten Beitrag im Online-Netzwerk X hieß es, der CDU-Landesvorstand werde dazu "zeitnah zusammenkommen". Zuvor am Tag hatte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) auf die Spitzenkandidatur verzichtet. Wegner hatte die Unwahrheit über seine Krisenkommunikation während des Stromausfalls im Januar gesagt.

Textgröße ändern: