Pallade Veneta - Berliner SPD-Vorsitzende treten zurück

Berliner SPD-Vorsitzende treten zurück


Berliner SPD-Vorsitzende treten zurück
Berliner SPD-Vorsitzende treten zurück / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Die beiden Berliner SPD-Vorsitzenden treten zum Monatsende zurück. Nicola Böcker-Giannini und Martin Hikel informierten darüber am Sonntag den geschäftsführenden Landesvorstand der Partei, wie diese am Sonntag mitteilte. Die Mitglieder des Vorstands hätten einstimmig den frisch gewählten Spitzenkandidaten für die Abgeordnetenhauswahl 2026, Steffen Krach, für den Landesvorsitz vorgeschlagen.

Textgröße ändern:

Gewählt werden solle der neue Landesvorsitz beim Parteitag im Frühling. Bis dahin sollen der Mitteilung zufolge die stellvertretenden Landesvorsitzenden die Aufgaben wahrnehmen.

Böcker-Giannini und Hikel ziehen Berichten von "B.Z." und Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) zufolge mit ihrem Rücktritt die Konsequenzen aus mangelnder interner Zustimmung. Der RBB zitierte aus einem Schreiben der beiden an die Berliner SPD-Mitglieder. Darin sprächen sie von "immer stärker werdenden Blockaden" innerhalb der Partei. Das habe "in zwei schwerwiegenden Entscheidungen im Rahmen der Wahl-Aufstellungen auf Kreisebene" gemündet.

Hikel, der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, hatte nach einem mäßigen Ergebnis bei der Wahl für seine erneute Nominierung bereits Anfang des Monats angekündigt, 2026 nicht mehr als Bürgermeisterkandidat anzutreten. Böcker-Giannini bekam für die Abgeordnetenhauswahl keinen Listenplatz in Reinickendorf.

Der 46 Jahre alte Krach war vor acht Tagen von einem Parteitag einstimmig zum Spitzenkandidaten gewählt worden. Krach war bis 2021 Staatssekretär in Berlin und ist derzeit Präsident des Kommunalverbands Region Hannover.

Die Wahl zum Abgeordnetenhaus findet am 20. September 2026 zeitgleich mit der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern statt. Die jüngste Umfrage des Instituts Infratest dimap vom Juni sah die SPD mit 16 Prozent auf Platz drei hinter der CDU und der Linken sowie vor der AfD und den Grünen.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

Ex-US-Präsident Obama verurteilt Schüsse am Rande von Dinner mit Trump

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat die Schüsse am Rande einer Gala-Veranstaltung mit US-Präsident Donald Trump verurteilt. "Auch wenn wir die Details des Motivs hinter den Schüssen beim gestrigen Dinner der White-House-Korrespondenten noch nicht kennen, liegt es in der Verantwortung von uns allen, die Vorstellung zurückzuweisen, dass Gewalt irgendeinen Platz in unserer Demokratie hat", erklärte Obama am Sonntag (Ortszeit) im Onlinedienst X.

Israelischer Soldat im Südlibanon getötet - Beirut meldet 14 Tote bei Angriffen

Bei Kämpfen im Süden des Libanon ist nach Angaben der israelischen Armee ein israelischer Soldat getötet worden. Fünf weitere Soldaten und ein Offizier seien verletzt worden, vier von ihnen schwer, erklärte ein Militärsprecher am Sonntag.

Dritter deutlicher Anstieg in Folge: Militärausgaben in Deutschland steigen um 24 Prozent

Deutschlands Rüstungsausgaben sind im vergangenen Jahr um mehr als ein Fünftel in die Höhe geschnellt. Die Bundesrepublik gab 2025 insgesamt 24 Prozent mehr für Rüstung aus als im Vorjahr, wie aus dem am Montag veröffentlichten Bericht des Internationalen Stockholmer Friedensforschungsinstituts (Sipri) hervorgeht. Die Ausgaben beliefen sich demnach auf 97 Milliarden Euro. Es war das dritte Jahr mit einem zweistelligen prozentualen Anstieg der Ausgaben in Deutschland in Folge. Deutschland hatte damit 2025 die viertgrößten Rüstungsausgaben der Welt.

Frühere Regierungschefs Bennett und Lapid bündeln Kräfte gegen Netanjahu in Israel

Die früheren israelischen Regierungschefs Naftali Bennett und Jair Lapid wollen ihre Kräfte bündeln, um den derzeitigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu bei der Parlamentswahl im Herbst abzulösen. "Heute Abend tun wir uns zusammen und gründen die Partei Bejahad (Zusammen)", verkündete der Konservative Bennett am Sonntag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem linken Oppositionsführer Lapid.

Textgröße ändern: