Pallade Veneta - Linke will Belastung durch Energiepreise zu Schwerpunktthema machen

Linke will Belastung durch Energiepreise zu Schwerpunktthema machen


Linke will Belastung durch Energiepreise zu Schwerpunktthema machen
Linke will Belastung durch Energiepreise zu Schwerpunktthema machen

Die Linke im Bundestag will die aus den steigenden Energiepreisen resultierenden Belastungen für Geringverdiener zu einem zentralen Thema in der politischen Auseinandersetzung machen. "Das Leben muss bezahlbar sein für alle", sagte Fraktionschefin Amira Mohamed Ali zum Beschluss der Jahresauftaktklausur der Linken-Fraktion am Freitag in Berlin. Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen litten immer mehr unter den erhöhten Energiekosten.

Textgröße ändern:

"Das ist ein großes Problem, dem wir uns entgegenstellen wollen", sagte Mohamed Ali. Ko-Fraktionschef Dietmar Bartsch sagte, die Ampel-Koalition müsse "endlich einen Entlastungsplan für die Bürgerinnen und Bürger vorlegen". Er regte an, den Mehrwertsteuersatz für Energie zeitweise zu senken. Denkbar sei etwa, den Steueranteil auf maximal 50 Prozent zu deckeln.

Auch in einem auf der Klausurtagung beschlossenen Positionspapier der Linken-Fraktion heißt es mit Blick auf die Pläne der Ampel-Koalition, etwa für Menschen mit kleinen Renten werde es fast keine Verbesserung geben. "Viele werden weiterhin in Armut leben müssen." Zudem fehle ein konkreter Plan gegen die Mietenexplosion "und die ausufernden Energiepreise". Anstatt die Armut in Deutschland zu bekämpfen, "bastelt die Koalition mit wohlklingenden Worten an aufgehübschten Fassaden". Das helfe den Betroffenen aber nicht.

Zudem ziehe die Ampel keine Lehren aus der Corona-Krise: "Die Profitlogik im Gesundheitswesen, die verantwortlich ist für Personalmangel, schlechte Ausstattung und Bettenknappheit, bleibt bestehen".

Die Linken bekräftigten zudem die Forderung nach einer spürbaren Entlastung kleinerer und mittlerer Einkommen. SPD und Grüne hätten dazu im Wahlkampf "große Versprechungen" gemacht, sagte Mohamed Ali. "Davon ist jetzt leider keine Rede mehr."

Bartsch äußerte sich auch zur strategischen Ausrichtung der Linken, die bei der Bundestagswahl mit 4,9 Prozent fast den Einzug in den Bundestag verpasst hätte. "Unsere Rolle wird die soziale Opposition sein", betonte der Fraktionschef. Die Linke müsse das Signal in die Gesellschaft senden, dass sie die Rolle nach der Niederlage auch annehme. Mit Blick auf parteiinterne Auseinandersetzung fügte er hinzu: "Wir arbeiten gemeinsam, um wieder zurückzukommen und auf die Erfolgsspur zu kommen".

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Brandmauer-Debatte: SPD wirft EVP-Chef Weber "Eiertanz" vor

In der Brandmauer-Debatte über das Verhältnis der Europäischen Volkspartei (EVP) zu Formationen vom äußeren rechten Rand hat SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf heftige Kritik an EVP-Chef Manfred Weber geübt. "Manfred Weber setzt auf Eiertanz statt klarer Kante", sagte Klüssendorf den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgabe). "Er hält sich bewusst nicht an den Brandmauer-Beschluss der Union, sondern will punktuell mit Rechtsextremen im Europäischen Parlament, auch aus der AfD, zusammenarbeiten", fügte er hinzu.

US-Medien: US-Kampfflugzeug mutmaßlich von iranischem Beschuss getroffen

Ein US-Tarnkappen-Kampfflugzeug vom Typ F-35 ist US-Medienberichten zufolge von mutmaßlich iranischem Beschuss getroffen worden. Das Flugzeug habe an einem US-Luftwaffenstützpunkt im Nahen Osten notlanden müssen, berichteten am Donnerstag mehrere US-Medien, darunter die Sender ABC und CNN.

Bundestag befasst sich mit Buchpreisaffäre von Weimer

Der Bundestag befasst sich am Freitag mit dem umstrittenen Eingreifen von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) in das Vergabeverfahren für den deutschen Buchhandlungspreis. Die Linken-Fraktion hat dazu eine Aktuelle Stunde (13.40 Uhr) zum Thema "Kunst-, Kultur- und Meinungsfreiheit verteidigen – Einschränkungen durch den Beauftragten für Kultur und Medien beenden" beantragt. Weimer hatte den Ausschluss der Buchhandlungen mit nicht näher bezeichneten Erkenntnissen des Verfassungsschutzes begründet.

Libanons Präsident Aoun fordert Waffenstillstand und Verhandlungen mit Israel

Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat erneut zu einem Waffenstillstand und Verhandlungen mit Israel aufgerufen. Aoun betonte "die Notwendigkeit eines Waffenstillstands" und erklärte, dass "das Wichtigste darin besteht, die Eskalation" zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz zu beenden, wie es am Donnerstag in einer Erklärung des libanesischen Präsidentenamtes hieß.

Textgröße ändern: