Pallade Veneta - Keine Annäherung zu Auftakt von Ländertarifrunde - Fortsetzung Mitte Januar

Keine Annäherung zu Auftakt von Ländertarifrunde - Fortsetzung Mitte Januar


Keine Annäherung zu Auftakt von Ländertarifrunde - Fortsetzung Mitte Januar
Keine Annäherung zu Auftakt von Ländertarifrunde - Fortsetzung Mitte Januar / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Zum Auftakt der Tarifrunde für die Bundesländer außer Hessen liegen die Tarifparteien noch weit auseinander. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sowie der Deutsche Beamtenbund forderten am Mittwoch zum Verhandlungsauftakt in Berlin sieben Prozent, monatlich jedoch mindestens 300 Euro mehr Gehalt. Die Arbeitgeberseite wies die Forderung angesichts einer Inflationsrate von etwas mehr als zwei Prozent als "viel zu viel" zurück.

Textgröße ändern:

In der Ländertarifrunde gibt es keine Schlichtungsvereinbarung. Sollte die Tarifverhandlung wie zuvor bei Bund und Kommunen zunächst scheitern, bleiben Arbeitskämpfe, um einen Tarifabschluss zu erreichen. Verdi zeigte sich streikbereit und stellte Warnstreiks in Aussicht, sollte ein Arbeitgeberangebot auch in der zweiten Verhandlungsrunde ausbleiben. Der Beamtenbund nannte als möglichen Warnstreikschwerpunkt etwa den Winterdienst, Universitätskliniken und die Finanzverwaltung.

Verhandelt wird für 925.000 nicht verbeamtete Beschäftigte der Bundesländer, darunter Polizeiangestellte und Lehrer. Von einem Tarifabschluss profitieren auch 1,3 Millionen Landesbeamte und eine Million Pensionierte. Hessen ist nicht Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und verhandelt für die dortigen Beschäftigten selbst. Im April einigten sich die Tarifparteien bei Bund und Kommunen nach Schlichtung auf einen Tarifabschluss stufenweise von 5,8 Prozent während einer 27-monatigen Tariflaufzeit.

Die Einkommen der Länderbeschäftigten hinkten nicht nur der Privatwirtschaft hinterher, sondern auch der Bezahlung bei Bund und Kommunen, begründete Verdi-Bundeschef Frank Werneke die Tarifforderung. Ziel sei nicht nur ein Inflationsausgleich, sondern eine Reallohnsteigerung auch für die Beschäftigten der Landesverwaltungen.

In einer Zeit, in der die Inflation wieder bei etwa zwei Prozent liege, sei die Forderung nach sieben Prozent mehr Geld viel zu hoch, wies Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) die Tarifforderung für die TdL zurück. Das überfordere die Länder. In den bevorstehenden Verhandlungen müsse um einen Kompromiss gerungen werden.

Die Tarifforderung sei nicht zu hoch, entgegnete Beamtenbund-Chef Volker Geyer. Die Kosten der Lebensführung seien gestiegen und weiterhin hoch. Der öffentliche Dienst der Länder stehe nicht nur in Lohnkonkurrenz zur Privatwirtschaft, sondern auch zu Bund und Kommunen. Dort werde jeweils mehr gezahlt, es gebe also Nachholbedarf.

Ein Arbeitgeberangebot liegt bislang nicht vor. Die Verhandlungen sollen Mitte Januar und Mitte Februar in Potsdam fortgesetzt werden.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

Iran meldet Angriffe auf US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait

Nach den neuen US-Angriffen auf den Iran haben die Revolutionsgarden nach eigenen Angaben US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait attackiert. Dabei seien "wichtige Infrastruktur und Einrichtungen" der US-Armee mit Raketen und Drohnen ins Visier genommen worden, hieß es am Donnerstag in einer vom iranischen Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung. Darin warnten die Revolutionsgarden zugleich, dass sie bei weiteren US-Attacken ihre Angriffe auf andere Stützpunkte in der Region ausweiten würden.

Nachfolge von Starmer: Verfahren zur Nominierung beginnt

Bei der regierenden Labour-Partei in Großbritannien beginnt am Donnerstag das Verfahren zur Nominierung eines Nachfolgers für Keir Starmer als Parteivorsitzender. Als einziger Labour-Abgeordneter hat der bisherige Bürgermeister von Manchester, Andy Burnham, seine Kandidatur erklärt. Um offiziell Kandidat zu werden, muss Burnham nachweisen, dass er die Unterstützung von 81 der 402 Labour-Abgeordneten hat. Dies gilt als sehr wahrscheinlich.

Getöteter iranischer Machthaber Chamenei wird in seiner Heimatstadt beigesetzt

Mehr als vier Monate nach seiner Tötung zu Beginn des Iran-Kriegs wird der langjährige oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, am Donnerstag in seiner Heimatstadt Maschhad im Nordosten des Landes beigesetzt. Die Beerdigung findet nahe des Imam-Resa-Schreins statt, einem schiitischen Heiligtum, das jedes Jahr von Millionen Gläubigen besucht wird.

Kanzler Merz gibt Regierungserklärung im Bundestag ab

Nach seiner Rückkehr vom Nato-Gipfel gibt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstagvormittag im Bundestag eine Regierungserklärung zur aktuellen politischen Lage ab (09.00 Uhr). Für die Erklärung sind 20 Minuten eingeplant, für die anschließende Aussprache anderthalb Stunden. Die Opposition dürfte die Debatte erneut für Kritik an der von Merz geführten Bundesregierung nutzen, deren Reformen teils mit spürbaren Einschnitten für die Bürgerinnen und Bürger verbunden sind.

Textgröße ändern: