Pallade Veneta - Luftwaffe nimmt erstes Raketenabwehrsystem Arrow 3 in Betrieb

Luftwaffe nimmt erstes Raketenabwehrsystem Arrow 3 in Betrieb


Luftwaffe nimmt erstes Raketenabwehrsystem Arrow 3 in Betrieb
Luftwaffe nimmt erstes Raketenabwehrsystem Arrow 3 in Betrieb / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP

Als Reaktion auf die erhöhte Bedrohung durch Russland hat die Bundeswehr am Mittwoch die erste Stufe des Raketenabwehrsystems Arrow 3 in Betrieb genommen. Auf dem Fliegerhorst Schönewalde/Holzdorf in Sachsen-Anhalt wurde das in Israel beschaffte System vorgestellt und die sogenannte Anfangsbefähigung erklärt. Laut Luftwaffe erhält Deutschland damit "erstmals die Fähigkeit zur Frühwarnung und der Bekämpfung von anfliegenden ballistischen Flugkörpern außerhalb der Erdatmosphäre".

Textgröße ändern:

"Mit dem neuen Arrow-System erweitern wir unsere Luftverteidigung um die äußere Schale", erklärte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). "Wir erlangen damit erstmals die Möglichkeit zur Frühwarnung und zum Schutz unserer Bevölkerung und Infrastruktur vor weitreichenden ballistischen Raketen."

Pistorius sprach von einem "Kraftakt", binnen zwei Jahren ein komplett neues Waffensystem einzuführen, "verbunden mit umfangreichen Baumaßnahmen". Deutschland verfüge nun aber über ein Abwehrsystem, das "im Kreis unserer europäischen Partner einmalig ist" und stärke damit auch "den europäischen Pfeiler der Nato".

Deutschland und Israel hatten Ende September 2023 die Vereinbarung zur Lieferung des Arrow-Systems geschlossen. Das Rüstungsgeschäft hat nach israelischen Angaben ein Volumen von 3,5 Milliarden Dollar (rund drei Milliarden Euro). Es ergänzt das US-System Patriot, das zur Abwehr anfliegender Flugzeuge und Raketen im Umkreis von bis zu 68 Kilometern dient.

In den kommenden Monaten und Jahren soll Arrow an weiteren Standorten in Deutschland stationiert werden. "Die Verteilung auf mehrere strategisch ausgewählte Standorte bietet eine optimale Abdeckung des gesamten Territoriums der Bundesrepublik", erklärte das Verteidigungsministerium. Dies sichere auch "die notwendige Resilienz im Falle von Ausfällen, Störungen oder Sabotage".

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Iran meldet Angriffe auf US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait

Nach den neuen US-Angriffen auf den Iran haben die Revolutionsgarden nach eigenen Angaben US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait attackiert. Dabei seien "wichtige Infrastruktur und Einrichtungen" der US-Armee mit Raketen und Drohnen ins Visier genommen worden, hieß es am Donnerstag in einer vom iranischen Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung. Darin warnten die Revolutionsgarden zugleich, dass sie bei weiteren US-Attacken ihre Angriffe auf andere Stützpunkte in der Region ausweiten würden.

Nachfolge von Starmer: Verfahren zur Nominierung beginnt

Bei der regierenden Labour-Partei in Großbritannien beginnt am Donnerstag das Verfahren zur Nominierung eines Nachfolgers für Keir Starmer als Parteivorsitzender. Als einziger Labour-Abgeordneter hat der bisherige Bürgermeister von Manchester, Andy Burnham, seine Kandidatur erklärt. Um offiziell Kandidat zu werden, muss Burnham nachweisen, dass er die Unterstützung von 81 der 402 Labour-Abgeordneten hat. Dies gilt als sehr wahrscheinlich.

Getöteter iranischer Machthaber Chamenei wird in seiner Heimatstadt beigesetzt

Mehr als vier Monate nach seiner Tötung zu Beginn des Iran-Kriegs wird der langjährige oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, am Donnerstag in seiner Heimatstadt Maschhad im Nordosten des Landes beigesetzt. Die Beerdigung findet nahe des Imam-Resa-Schreins statt, einem schiitischen Heiligtum, das jedes Jahr von Millionen Gläubigen besucht wird.

Kanzler Merz gibt Regierungserklärung im Bundestag ab

Nach seiner Rückkehr vom Nato-Gipfel gibt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstagvormittag im Bundestag eine Regierungserklärung zur aktuellen politischen Lage ab (09.00 Uhr). Für die Erklärung sind 20 Minuten eingeplant, für die anschließende Aussprache anderthalb Stunden. Die Opposition dürfte die Debatte erneut für Kritik an der von Merz geführten Bundesregierung nutzen, deren Reformen teils mit spürbaren Einschnitten für die Bürgerinnen und Bürger verbunden sind.

Textgröße ändern: