Pallade Veneta - Schweitzer: Kein Beschluss zu Finanzfragen bei Spitzentreffen mit Merz

Schweitzer: Kein Beschluss zu Finanzfragen bei Spitzentreffen mit Merz


Schweitzer: Kein Beschluss zu Finanzfragen bei Spitzentreffen mit Merz
Schweitzer: Kein Beschluss zu Finanzfragen bei Spitzentreffen mit Merz / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Beim Spitzentreffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird es am Donnerstag nach Angaben des rheinland-pfälzischen Regierungschefs Alexander Schweitzer (SPD) keinen Beschluss zu Finanzfragen geben. Die Länder werteten das vorliegende Angebot der Bundesregierung als unzureichend, sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz nach einer Vorbereitungsrunde mit seinen Amtskollegen in Berlin. Der Vorschlag des Bundes sei "noch nicht so gut, wie wir es bräuchten". Es geht vor allem um finanzielle Entlastungen für Kommunen.

Textgröße ändern:

Schweitzer zufolge beschloss die Ministerpräsidentenkonferenz deshalb einstimmig, bei der anschließenden Besprechung mit Merz keine Einigung anzustreben. Stattdessen soll ein Beschluss demnach auf ein weiteres Spitzentreffen in den kommenden Wochen vertagt werden, etwa eine Sonderministerkonferenz zu Beginn kommenden Jahres. Die Länder wollten der Bundesregierung, "die Chance" geben, ihr Angebot nochmals nachzubessern, fügte Schweitzer hinzu. In diesem Jahr zu Ergebnissen zu kommen, sei seiner Meinung nach "absehbar" jedoch nicht mehr möglich.

Bund und Länder ringen um eine Neuordnung der Staatsfinanzen. Im Fokus steht insbesondere eine finanzielle Entlastung der Kommunen, deren Haushalte vielfach unter großem Druck stehen. Die Länder dringen auf eine stärkere Beteiligung des Bundes an Kosten, die auf Gemeindeebene durch bundespolitische Beschlüsse etwa im Sozialbereich entstehen.

Die kommunalen Haushalte befänden sich in einer "dramatischen Lage", sagte Schweitzer. Schätzungen des Landkreistags zufolge werde sich deren Gesamtdefizit in diesem Jahr von zuletzt 24 auf 35 Milliarden Euro erhöhen. Vor diesem Hintergrund dränge die Zeit. Es gehe "um Wochen", sagte der Ministerpräsident. Er hoffe, dass der Bund im Januar oder Februar ein besseres Angebot mache. Er habe sich zuletzt zwar "ein wenig" bewegt, aus Sicht der Länder sei dies allerdings nicht genug.

A.Rispoli--PV

Empfohlen

Nach Niederlage: Trump fordert von Supreme Court Neuanhörung zu Staatsbürgerschaft

Nach seiner krachenden Niederlage vor dem Obersten Gerichtshof in der Frage der US-Staatsbürgerschaft fordert Präsident Donald Trump eine Neuanhörung. Das Urteil des Supreme Court gegen ein von ihm erlassenes Dekret sei "falsch" und "wahnwitzig", erklärte Trump am Mittwoch. "Ich werde beim Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten eine Wiederaufnahme des Verfahrens beantragen."

Wadephul nennt Trumps Aussagen bei Nato-Gipfel in Ankara "irritierend"

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat die Aussagen von US-Präsident Donald Trump beim Nato-Gipfel in Ankara als "irritierend" bezeichnet. Die teilweise harten Vorwürfe von Trump gegen die Alliierten seien "irritierende Bemerkungen" gewesen, sagte Wadephul am Mittwochabend in den ARD-Tagesthemen. Insgesamt sei es aber so, dass die US-Vertreter "in allen Stäben, in allen politischen Diskussionen innerhalb der Nato als sehr zuverlässig" wahrgenommen würden.

Starmer: Erdogan hat jedem Teilnehmer des Nato-Gipfels eine Pistole geschenkt

Gastgebergeschenk der besonderen Art: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat beim Nato-Gipfel in Ankara allen teilnehmenden Staats- und Regierungschefs nach Angaben des britischen Premierministers Keir Starmer eine Pistole überreicht. Die Pistolen seien mit dem Namen des jeweiligen Gipfel-Teilnehmers versehen gewesen, berichtete Starmer am Mittwoch britischen Medien auf dem Rückflug aus der türkischen Hauptstadt. Auch eine Schachtel Munition sei dabei gewesen.

USA leiten Streichung Syriens von der Liste der Terrorunterstützer ein

Die USA haben die Streichung Syriens von ihrer Liste staatlicher Terrorunterstützer eingeleitet. US-Außenminister Marco Rubio informierte den Kongress am Mittwoch über die beabsichtigte Aufhebung der Einstufung Syriens als "staatlicher Sponsor von Terrorismus". Falls binnen 45 Tagen kein Widerspruch aus dem Kongress kommt, wird das Land damit nach Jahrzehnten von der Liste gestrichen.

Textgröße ändern: