Pallade Veneta - Vorwurf Volksverhetzung: Prozess gegen AfD-Politiker Halemba in Würzburg begonnen

Vorwurf Volksverhetzung: Prozess gegen AfD-Politiker Halemba in Würzburg begonnen


Vorwurf Volksverhetzung: Prozess gegen AfD-Politiker Halemba in Würzburg begonnen
Vorwurf Volksverhetzung: Prozess gegen AfD-Politiker Halemba in Würzburg begonnen / Foto: Kerstin JOENSSON - AFP/Archiv

Der bayerische AfD-Politiker Daniel Halemba muss sich wegen Volksverhetzung vor Gericht verantworten. Das Amtsgericht Würzburg verhandelt seit Mittwoch außerdem über den Vorwurf der Geldwäsche gegen den Landtagsabgeordneten. Der 24-Jährige ist AfD-Spitzenkandidat für die Kommunalwahl in Würzburg am 8. März.

Textgröße ändern:

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, dass bei seiner Geburtstagsfeier im Jahr 2022 ein Lied einer rechtsextremistischen Band gespielt worden sei, die als kriminelle Vereinigung eingestuft wird. Die Inhalte des Lieds stufte die Staatsanwaltschaft als volksverhetzend ein, weil dieses zum Hass gegen die in Deutschland lebende türkische Bevölkerung aufstachle.

Außerdem soll Halemba 2022 Geld aus Betrugstaten von Dritten von seinem Privatkonto auf ein Konto im Baltikum weitergeleitet haben. Laut Anklage geht es um einen Betrag in mittlerer vierstelliger Höhe.

Vorgeworfen werden ihm auch Nötigung und versuchte Nötigung. Halemba soll 2023 einen Rechtsanwalt bedrängt haben, um diesen dazu zu bringen, auf ein Parteiausschlussverfahren gegen einen Dritten Einfluss zu nehmen. Dabei soll der Politiker die Tür der Anwaltskanzlei beschädigt haben, weshalb ihm Sachbeschädigung vorgeworfen wird.

Während der Ermittlungen gegen ihn soll er außerdem Drohungen gegen einen Zeugen ausgesprochen haben. Wegen der mutmaßlichen Einschüchterungsversuche gegen den Anwalt und den Zeugen steht auch ein weiterer Mann in Würzburg vor Gericht.

Halemba zog nach der Landtagswahl im Oktober 2023 in den bayerischen Landtag ein. Dieser hob seine Immunität auf, um den Weg für Ermittlungen und eine Anklage frei zu machen. Verhandelt wird nun vor einem Jugendschöffengericht, weil Halemba im fraglichen Tatzeitraum teils erst 20 Jahre alt war und damit als Heranwachsender galt. Das Amtsgericht setzte insgesamt acht Verhandlungstermine bis Ende Januar an.

Zwischenzeitlich hatte die AfD einen Parteiausschluss von Halemba angestrebt. Im September 2024 endete das Verfahren mit einer Art Vergleich. Halemba durfte in der AfD bleiben, wurde aber mit einer vorübergehenden Ämtersperre belegt und musste Parteiposten räumen. Im Oktober 2025 wurde er zum Spitzenkandidaten für die Würzburger Stadtratswahl gewählt.

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

Selenskyj: "Deeskalation" mit Russland hilft bei Vertrauensbildung für Verhandlungen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine in den vergangenen Tagen eingetretene "Deeskalation" mit Russland begrüßt. "Die Deeskalationsmaßnahmen, die in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in Kraft getreten sind, tragen dazu bei, das Vertrauen der Öffentlichkeit in den Verhandlungsprozess und seine möglichen Ergebnisse zu stärken", erklärte Selenskyj am Montag in Onlinenetzwerken.

Kreml bestätigt Gespräche zwischen Russland, Ukraine und USA ab Mittwoch in Abu Dhabi

Russland hat den neuen Termin einer Gesprächsrunde zwischen Kiew, Moskau und Washington über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs ab Mittwoch bestätigt. Aufgrund von "erforderlichen Terminabstimmungen zwischen den drei Parteien" sei der ursprünglich für Sonntag in Abu Dhabi geplante Termin auf "Mittwoch bis Donnerstag" verschoben worden, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag vor Journalisten. Im Januar hatten die russischen Truppen einer AFP-Analyse zufolge ihren Vormarsch in der Ukraine beschleunigt.

Deutlich mehr Geflüchtete nutzen staatliches Rückkehrprogramm - Syrer weit vorne

Im vergangenen Jahr sind deutlich mehr Geflüchtete mit finanzieller Hilfe aus Deutschland freiwillig in ihr Heimatland zurückgekehrt. Insgesamt 16.576 Menschen nutzen 2025 eine entsprechende Ausreise-Förderung, wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) am Montag mitteilte. Im Vorjahr waren es noch 10.358. Mit weit vorne bei den Rückreise-Ländern liegt nun Syrien - nachdem das Programm für das bisherige Bürgerkriegsland 2024 noch ausgesetzt war.

Linke zu Forderungen von Wirtschaftsrat der CDU: "Großangriff auf Menschen im Land"

Die Linke hat die Sparvorschläge des CDU-nahen Wirtschaftsrats scharf zurückgewiesen. Die Forderungen seien "ein Großangriff auf unsere Daseinsvorsorge und damit auf fast alle Menschen im Land", sagte Bundestags-Fraktionschef Sören Pellmann am Montag der Nachrichtenagentur AFP. "Von früheren Generationen schwer erkämpfte Sicherheitsnetze sollen völlig zerlöchert werden." Dabei würden Kranken- und Pflegeversicherung schon jetzt oft nur das Nötigste abdecken, kritisierte Pellmann.

Textgröße ändern: