Pallade Veneta - Venezuela lässt politische Häftlinge frei - darunter bekannte Aktivistin Rocío San Miguel

Venezuela lässt politische Häftlinge frei - darunter bekannte Aktivistin Rocío San Miguel


Venezuela lässt politische Häftlinge frei - darunter bekannte Aktivistin Rocío San Miguel
Venezuela lässt politische Häftlinge frei - darunter bekannte Aktivistin Rocío San Miguel / Foto: Ivan Reyes, Ivan Reyes - AFP/Archiv

Fünf Tage nach der US-Militärintervention in Venezuela hat der Parlamentspräsident des südamerikanischen Landes die Freilassung zahlreicher Häftlinge bekanntgegeben - darunter die prominenten spanisch-venezolanische Aktivistin Rocío San Miguel. Den Schritt gab der Vorsitzende der venezolanischen Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, am Donnerstag bekannt. Spaniens Außenminister José Manuel Albares erklärte, unter den Freigelassenen seien fünf spanische Staatsbürger, darunter die Aktivistin San Miguel.

Textgröße ändern:

"Um die friedliche Koexistenz zu fördern, haben die bolivarische Regierung und die staatlichen Institutionen beschlossen, eine große Anzahl venezolanischer und ausländischer Staatsbürger freizulassen", sagte der venezolanische Parlamentspräsident Rodríguez zu der Freilassung. Es handele sich um eine "unilaterale Geste der Regierung". Rodríguez - der Bruder der nach Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro amtierenden Staatschefin Delcy Rodríguez - bezifferte die Anzahl der Freigelassenen nicht.

Die Anwältin und Menschenrechtsaktivistin San Miguel, die neben der venezolanischen auch die spanische Staatsbürgerschaft besitzt, war im Februar 2024 wegen einer angeblichen Beteiligung an einem Komplott gegen Maduro verhaftet worden. Ihr wurden "Verrat", "Terrorismus" und "Verschwörung" vorgeworfen. Nach ihrer Freilassung gehe es San Miguel gut, bestätigte ihre Anwältin der Nachrichtenagentur AFP.

San Miguel war in der berüchtigten Haftanstalt El Helicoide in der Hauptstadt Caracas inhaftiert, in der die Geheimdienste unter anderem politische Häftlinge unterbringen. Am Donnerstag versammelten sich Angehörige von dort Inhaftierten vor der Einrichtung.

Nach Schätzungen der Nichtregierungsorganisation Foro Penal sind in Venezuela 806 Menschen aus politischen Gründen inhaftiert. Foro-Penal-Vertreter Alfredo Romero bezeichnete die von der Regierung verkündeten Freilassungen im Onlinedienst X als "gute Nachricht". Seine Organisation versuche derzeit herauszufinden, wer die Freigelassenen sind.

Im September hatten UN-Experten ein verschärftes strafrechtliches Vorgehen gegen politisch missliebige Menschen in Venezuela angeprangert. Noch Ende 2025 waren unter der Regierung von Staatschef Nicolás Maduro mehrere Oppositionelle inhaftiert worden.

US-Streitkräfte hatten in der Nacht zum Samstag bei einem Militäreinsatz Ziele in Venezuela angegriffen und Staatschef Maduro sowie dessen Frau Cilia Flores gefangen genommen und in die USA gebracht. Trump hatte nach der Gefangennahme gesagt, Venezuela stehe nun unter der Kontrolle der USA.

Vor diesem Hintergrund bezeichnete die stellvertretende Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, die nun erfolgte Häftlingsfreilassung in einer Mitteilung als "Beispiel dafür, wie der Präsident seinen Einfluss maximal nutzt, um das Richtige für das amerikanische und das venezolanische Volk zu tun".

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

Zweiter Tag der Trauerfeiern im Iran: Gebete an Chameneis Sarg ohne Modschtaba

Der zweite Tag der Trauerfeiern für den getöteten obersten Führer Ayatollah Ali Chamenei im Iran hat im Zeichen von Gebeten an dessen Sarg gestanden. Die Gebete im Moschee-Komplex der Mosalla in Teheran wurden am Sonntag Staatsmedien zufolge von Dschafar Sobhani geleitet, einem der einflussreichsten Kleriker der Islamischen Republik. Auch Chameneis drei Söhne Masud, Mostafa und Mejsam nahmen an den Gebeten teil, sein Sohn und Nachfolger Modschtaba fehlte dagegen.

250 Jahre USA: Trump feiert sich selbst und warnt vor "Kommunisten"

In einer Rede zum 250-jährigen Bestehen der USA hat Präsident Donald Trump das Land und sich selbst gepriesen und die oppositionellen Demokraten pauschal als "Kommunisten" verunglimpft. Am Unabhängigkeitstag am 4. Juli feierten die USA "den Triumph der Freiheit über die Tyrannei", sagte Trump am Samstagabend (Ortszeit, Sonntagfrüh MESZ) in Washington. Die Amerikaner würden sich die Freiheit nicht mehr nehmen lassen, erst recht nicht von Kommunisten.

Trump führt Telefongespräche mit Putin und Selenskyj über Lage in der Ukraine

Vor dem Nato-Gipfel in Ankara haben sowohl Kremlchef Wladimir Putin als auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Trump und Putin hätten mit Blick auf Trumps Teilnahme an dem Gipfel kommende Woche "über die Frage einer Lösung in der Ukraine" gesprochen, sagte der russische Präsidentenberater Juri Uschakow laut der Nachrichtenagentur Ria Nowosti am Samstag. Selenskyj erklärte nach seinem Telefonat mit Trump, es bestehe "die Aussicht, den Krieg zu beenden". Die Ukraine griff unterdessen am Samstag Russland massiv mit Drohnen an.

250 Jahre USA: Trump-Rede wegen Gewitters verspätet

Die Feiern zum 250-jährigen Bestehen der USA in Washington sind nach einem Gewitter fortgesetzt worden. Besucher wurden am späten Samstagabend (Ortszeit, Sonntagfrüh MESZ) über Lautsprecher aufgerufen, sich wieder vor einer Freiluftbühne auf der Nationalpromenade (National Mall) zu versammeln, wo US-Präsident Donald Trump eine Rede halten wollte. Die Ansprache und das anschließende Feuerwerk verspäteten sich um mehr als eine Stunde.

Textgröße ändern: