Pallade Veneta - FDP-Nachwuchs geht auf Distanz zu Parteichef Dürr

FDP-Nachwuchs geht auf Distanz zu Parteichef Dürr


FDP-Nachwuchs geht auf Distanz zu Parteichef Dürr
FDP-Nachwuchs geht auf Distanz zu Parteichef Dürr / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Die FDP-Nachwuchsorganisation Junge Liberale (Juli)geht auf Distanz zu Parteichef Christian Dürr. Dieser handle "zu oft nur reaktiv", sagt Juli-Chef Finn Flebbe dem "Focus" vom Mittwoch. Er teile zwar viele von Dürrs Vorschlägen, allerdings vermisse er beim Bundesvorsitzenden eine "eigene Handschrift". Flebbe kritisierte: "Uns fehlt eine proaktive Erzählung, die klar macht, wofür wir stehen."

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Die Chance dazu habe Dürr zuletzt beim Dreikönigstreffen der FDP gehabt – und hat sie nach Ansicht Flebbes nicht genutzt. Irritiert zeigt sich der Juli-Chef vor allem über Dürrs Haltung zur Schuldenbremse. "Mich hat überrascht, dass Christian Dürr sagte, er sei nicht mit der Schuldenbremse verheiratet", betonte der Nachwuchspolitiker.

Die FDP habe die Ampel-Koalition auch wegen des Streits um die Schuldenbremse verlassen, sagte Flebbe. Ein Abrücken von der Schuldenregel "wirkt nach außen inkonsequent und ist aus meiner Sicht fatal".

Auch mit Dürrs Schlagwort der "radikalen Mitte" kann Flebbe nach eigener Aussage wenig anfangen. Der Begriff sei nicht klar genug definiert, kritisierte der Juli-Chef. Wenn schon niemand in der Partei verstehe, was damit gemeint sei, überzeuge es auch die Menschen im Land nicht.

Die FDP, die nicht mehr im Bundestag vertreten ist, liegt in den bundesweiten Umfragen unterhalb der Fünf-Prozent-Marke. Bei den Landtagswahlen in diesem Jahr könnte sie ihre letzten Regierungsbeteiligungen auf Landesebene - in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt - verlieren.

B.Fortunato--PV

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