Pallade Veneta - Frankreichs Linkspopulisten prangern Rassismus gegen schwarze Politiker an

Frankreichs Linkspopulisten prangern Rassismus gegen schwarze Politiker an


Frankreichs Linkspopulisten prangern Rassismus gegen schwarze Politiker an
Frankreichs Linkspopulisten prangern Rassismus gegen schwarze Politiker an / Foto: Ludovic MARIN - AFP/Archiv

Die französische linkspopulistische Partei La France Insoumise (LFI) hat eine "rassistische Kampagne" gegen schwarze Politikerinnen und Politiker angeprangert. Mehrere Abgeordnete hätten in den vergangenen Tagen Briefe erhalten, in denen sie verunglimpft worden seien, erklärte die Partei am Donnerstag. Die Abgeordnete Nadège Abomangoli postete einen der anonymen Briefe, in dem Auszüge des Comics "Tim und Struppi im Kongo" mit rassistischen Sprechblasen versehen sind. Unter den Namen mehrerer schwarzer Abgeordneter ist zu lesen "aus dem Zoo von Beauval entlaufen".

Textgröße ändern:

"Ein solcher rassistischer, schwarzenfeindlicher Angriff ist absolut inakzeptabel und sollte von der gesamten politischen Klasse verurteilt werden", erklärte La France Insoumise. Die Partei sprach von einer "rassistischen Kampagne", die seit der Wahl von Bally Bagayoko zum Bürgermeister der Pariser Vorstadt Saint-Denis an Fahrt aufgenommen habe.

Der 52-Jährige, der als Sohn malischer Eltern in Frankreich geboren wurde, ist der erste schwarze Bürgermeister einer so großen Stadt wie Saint-Denis mit etwa 150.000 Einwohnern. Seit seiner Wahl wurde er mehrfach mit rassistischen Kommentaren konfrontiert. Mehrere Regierungsmitglieder sprachen ihm ihre Unterstützung aus.

Innenminister Laurent Nuñez stellte ein Strafverfahren in Aussicht, nachdem ein Experte im rechtsgerichteten Sender CNews Bagayokos Auftreten mit der Abstammung des Homo sapiens vom Affen erklären wollte. Am Samstag ist in der multikulturell geprägten Stadt Saint-Denis eine Demonstration gegen Rassismus und Diskriminierung geplant.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Russische Behörden melden massive Drohnenangriffe am letzten Tag der Parlamentswahl

Inmitten des Ukraine-Kriegs haben die Menschen in Russland am Sonntag am dritten und letzten Tag der Parlamentswahl ihre Stimmen abgegeben. Die russischen Behörden meldeten massive ukrainische Drohnenangriffe auf die Region Moskau, bei denen zwei Menschen getötet wurden. Bei der Wahl gilt ein Sieg der Partei Geeintes Russland von Präsident Wladimir Putin als sicher. Neben ihr sind nur andere Kreml-treue Parteien zugelassen. In Berlin protestierten Anhänger der Opposition gegen den Kreml und die Offensive in der Ukraine.

"Nein zum Krieg": Exilrussen protestieren am Wahltag vor Botschaft in Berlin

Vor der russischen Botschaft in Berlin haben am letzten Tag der russischen Parlamentswahl Anhänger der Opposition ihren Protest gegen den Kreml und den russischen Angriffskrieg in der Ukraine zum Ausdruck gebracht. Mehrere Dutzend Menschen versammelten sich am Sonntagmittag vor dem von der Polizei abgesperrten Gebäude unweit des Brandenburger Tors. Sie riefen Parolen wie "Nein zum Krieg", "Russland wird frei sein" oder "Russland ohne Putin".

Trump: In Washington geplanter Triumphbogen soll auch als Armeestützpunkt dienen

Der von US-Präsident Donald Trump in Washington geplante riesige Triumphbogen soll nach dessen Worten auch als Stützpunkt für militärische Drohnen und Scharfschützen der Armee dienen. Er habe zugestimmt, "den prächtigen Triumphbogen in einen erstklassigen Militärkomplex/Triumphbogen" umzuwandeln, erklärte Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Das Bauwerk solle "eine große Anzahl von Drohnen sowie Scharfschützen sowohl auf dem Dach als auch auf dem Vorplatz" beherbergen, die schnell eingesetzt werden könnten.

Hohe Beteiligung bei Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab als vor fünf Jahren. Bis 14.00 Uhr gaben 40,7 Prozent der 1,3 Millionen Wahlberechtigten in den Wahllokalen ihre Stimme ab, wie der Landeswahlleiter in Schwerin am Sonntagnachmittag mitteilte - 2021 hatte die Wahlbeteiligung zur selben Uhrzeit bei 32,5 Prozent gelegen. Die Umfragen sehen im Nordosten ein knappes Rennen zwischen SPD und AfD um den Wahlsieg voraus.

Textgröße ändern: