Pallade Veneta - MDR-Umfrage: AfD in Sachsen-Anhalt baut Vorsprung vor CDU weiter aus

MDR-Umfrage: AfD in Sachsen-Anhalt baut Vorsprung vor CDU weiter aus


MDR-Umfrage: AfD in Sachsen-Anhalt baut Vorsprung vor CDU weiter aus
MDR-Umfrage: AfD in Sachsen-Anhalt baut Vorsprung vor CDU weiter aus / Foto: Ronny Hartmann - AFP/Archiv

Vier Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die AfD ihren Vorsprung vor der regierenden CDU laut einer Umfrage weiter ausgebaut. Die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei kommt der am Donnerstag veröffentlichten Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) zufolge auf 41 Prozent. Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze erreicht 26 Prozent.

Textgröße ändern:

Im Vergleich zu einer MDR-Umfrage vom September 2025 gewinnt die AfD von Spitzenkandidat Ulrich Siegmund damit zwei Prozentpunkte hinzu, während die CDU einen Punkt verliert. Auch die Linke büßt einen Punkt ein und kommt auf zwölf Prozent. Im Landtag vertreten wäre außerdem die SPD mit unverändert sieben Prozent.

Den Wiedereinzug verpassen würden die Grünen, die einen Punkt auf vier Prozent hinzugewinnen. Ebenfalls nicht einziehen würde das BSW, das zwei Punkte verliert und auch bei vier Prozent landet. Die FDP, die derzeit zusammen mit CDU und SPD die Landesregierung stellt, wird wegen ihrer niedrigen Werte weiter nicht ausgewiesen.

Die AfD hätte im neuen Landtag zwar keine absolute Mehrheit. Da die CDU Koalitionen mit der Linken ausschließt, wäre abseits der AfD aber lediglich eine Minderheitsregierung aus Christ- und Sozialdemokraten denkbar. Befragt wurden vom Mittwoch vergangener Woche bis Dienstag 1164 Wahlberechtigte in Sachsen-Anhalt.

Der Landtag in Magdeburg wird am 6. September neu gewählt. 44 Prozent der Befragten befürworten in der Umfrage, dass die CDU die nächste Landesregierung anführen sollte, für die AfD sprechen sich 43 Prozent aus. Würde der Ministerpräsident direkt gewählt, läge Schulze mit 36 Prozent vor Siegmund mit 32 Prozent.

Als wichtigstes politisches Problem in Sachsen-Anhalt wird von 14 Prozent der Befragten der Bereich Einwanderung und Integration benannt. Es folgen Bildung mit zwölf Prozent und Wirtschaft mit zehn Prozent. Mit 31 Prozent trauen die meisten Befragten der AfD am ehesten zu, die größten politischen Probleme zu lösen.

Mit der derzeitigen Landesregierung sind 33 Prozent sehr zufrieden oder zufrieden, während 62 Prozent weniger oder gar nicht zufrieden sind. 82 Prozent geben an, wenig oder gar nicht darauf zu vertrauen, dass der Staat insgesamt seine Aufgaben erfüllt. 16 Prozent haben großes oder sehr großes Staatsvertrauen.

Die Landtagswahl vom 6. Juni 2021 gewann die CDU um den damaligen Ministerpräsidenten Reiner Haseloff mit 37,1 Prozent vor der AfD mit 20,8 Prozent. Die Linke erreichte 11,0 Prozent, die SPD 8,4 Prozent. Die FDP kam damals auf 6,4 Prozent vor den Grünen mit 5,9 Prozent. Das BSW gab es seinerzeit noch nicht.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: AfD-Kandidat Holm hat Stimme abgegeben

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat der AfD-Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm seine Stimme abgegeben. Er wählte am Sonntag in Schwerin in Begleitung seiner Frau Wenke. Umfragen sagen ein enges Rennen zwischen der AfD und der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig um den Wahlsieg voraus, beide Parteien lagen zuletzt in den Umfragen nur wenige Prozentpunkte auseinander.

Experten: Pistorius sollte rasch neuen Bundeswehr-Generalinspekteur ernennen

Verteidigungspolitiker und der Bundeswehr-Verband fordern von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) eine rasche Neubesetzung des Postens des Bundeswehr-Generalinspekteurs. "Der Verteidigungsminister muss jetzt schnell handeln", sagte der CDU-Verteidigungspolitiker Thomas Röwekamp am Samstag dem "Spiegel". "Eine Hängepartie an der Spitze der Bundeswehr können wir uns angesichts der sicherheitspolitischen Lage nicht leisten."

Chilenin Bachelet zieht Kandidatur als UN-Generalsekretärin zurück

Im Rennen um die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres hat die ehemalige chilenische Präsidentin Michelle Bachelet ihre Kandidatur zurückgezogen. "Einige mögen glauben, dass es nicht der richtige Zeitpunkt war für eine Kandidatur, wie ich sie vertreten wollte", sagte die 74-Jährige, die vor einigen Wochen bei einer Probeabstimmung auf dem vorletzten Platz gelandet war, am Samstag (Ortszeit) in einem Onlinevideo. Sie bedauere aber nicht, sich dieser "großen Herausforderung" gestellt zu haben.

Letzter Tag der Parlamentswahl in Russland: Zwei Tote bei Drohnenangriffen in Moskau

Am dritten und letzten Tag der Parlamentswahl in Russland sind bei Angriffen mit hunderten Drohnen nach Behördenangaben zwei Menschen getötet und eine große Raffinerie bei Moskau getroffen worden. Der Gouverneur der Hauptstadtregion, Andrej Worobjow, teilte am Sonntag mit, eine 44-jährige Frau und ein älterer Mann seien bei Angriffen an zwei verschiedenen Orten getötet worden. Eine Drohne habe zudem ein Feuer in einem 21-stöckigen Gebäude ausgelöst, 400 Menschen seien evakuiert worden.

Textgröße ändern: