Pallade Veneta - Frankreichs Präsident plädiert für ein Fortsetzen des Dialogs mit Russland

Frankreichs Präsident plädiert für ein Fortsetzen des Dialogs mit Russland


Frankreichs Präsident plädiert für ein Fortsetzen des Dialogs mit Russland
Frankreichs Präsident plädiert für ein Fortsetzen des Dialogs mit Russland / Foto: Ludovic MARIN - AFP/Archiv

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich für das Fortsetzen eines Dialogs mit Russland ausgesprochen. "Wer will schon, dass die Türkei das einzige Land ist, das mit Russland spricht?", sagte Macron in einer Rede vor den französischen Botschaftern und Botschafterinnen am Donnerstag in Paris. "In dieser komplexen Welt müssen wir dazu stehen, dass wir jederzeit mit jedem sprechen können", betonte er.

Textgröße ändern:

Das bedeute vor allem, auch mit denen zu sprechen, mit denen keine Einigkeit herrsche. Macron hatte kurz vor Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und auch noch danach engen Kontakt zum russischen Präsidenten Wladimir Putin gehalten und war dafür in die Kritik geraten.

Er hatte immer betont, dass dies mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj abgesprochen sei. Europa müsse gegenüber Russland zusammenstehen, betonte Macron. "Die Teilung Europas ist eines der (russischen) Kriegsziele", sagte er.

Nach Bekanntwerden der Kriegsverbrechen in dem Kiewer Vorort Butscha war der Kontakt zwischen den Staatschefs weitgehend abgebrochen. Macron und Putin hatten zuletzt dann wieder Mitte August miteinander telefoniert.

Dabei ging es in erster Linie um eine Inspektion des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA). Es war der erste direkte Austausch zwischen den beiden Präsidenten seit Ende Mai gewesen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte sich zuletzt als Vermittler angeboten und ein Abkommen zur Wiederaufnahme der ukrainischen Getreidelieferungen über das Schwarze Meer mit auf den Weg gebracht.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Weißes Haus: Melania Trump erreicht Waffenruhe in südukrainischer Stadt Oleschky

Nach US-Angaben hat First Lady Melania Trump eine befristete Waffenruhe in einer von Russland besetzten Stadt im Süden der Ukraine erreicht. Die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump habe "erfolgreich eine Feuerpause zwischen Russland und der Ukraine bewirkt, die auf die Stadt Oleschky begrenzt ist", teilte ihr Büro im Weißen Haus am Freitag mit. Die Waffenruhe soll ab dem 29. Oktober gelten.

Mehrjährige Haftstrafen in Prozess um Umsatzsteuerkarussell in Düsseldorf

Das Landgericht Düsseldorf hat zwei Männer wegen eines Umsatzsteuerkarussells mit Millionenschaden zu langen Haftstrafen verurteilt. Sie erhielten Strafen von fünf Jahren und acht Monaten sowie sieben Jahren und zwei Monaten, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte. Das Verfahren gegen einen dritten Angeklagten wurde abgetrennt und eingestellt.

Wadephul berät bei Treffen mit Außenministern in Istanbul über Kriege und Konflikte

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat bei einem Treffen mit sieben anderen Chefdiplomaten in Istanbul über Kriege und Konflikte in der Region beraten. An den Gesprächen in der türkischen Metropole nahmen am Freitag neben Wadephul die Außenminister von Großbritannien, Italien und Frankreich sowie der Regionalmächte Türkei, Saudi-Arabien, Pakistan und Ägypten teil.

Prozess gegen mutmaßliche frühere IS-Angehörige in Frankfurt am Main begonnen

Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat am Freitag ein Prozess gegen eine frühere mutmaßliche Angehörige der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) begonnen. Die Anklage wirft der 40-Jährigen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor. Demnach soll sie in jungem Erwachsenenalter zum Islam konvertiert und dann im Jahr 2016 in das Bürgerkriegsland Syrien gereist sein, um sich dort dem IS anzuschließen.

Textgröße ändern: