Pallade Veneta - Baerbock ruft Russland in UN-Sicherheitsrat zu Ende von Ukraine-Krieg auf

Baerbock ruft Russland in UN-Sicherheitsrat zu Ende von Ukraine-Krieg auf


Baerbock ruft Russland in UN-Sicherheitsrat zu Ende von Ukraine-Krieg auf
Baerbock ruft Russland in UN-Sicherheitsrat zu Ende von Ukraine-Krieg auf / Foto: Daniel SLIM - AFP/Archiv

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat Russland im UN-Sicherheitsrat aufgerufen, den Angriffskrieg gegen die Ukraine umgehend zu beenden. "Ich dränge Russland: Das ist ein Krieg, den Sie nicht gewinnen werden, also beenden Sie den Krieg", sagte Baerbock am Donnerstag in ihrer ersten Rede vor dem mächtigsten UN-Gremium.

Textgröße ändern:

"Beenden Sie das Leiden in der Ukraine", sagte die Ministerin in New York weiter. "Hören Sie auf, mehr ihrer eigenen Bürger in den Tod zu schicken. Hören sie mit ihren Schein-Referenden auf, die genauso unrechtmäßig sind wie der Krieg, den sie legitimieren sollen. Beenden Sie den Getreidekrieg, der den Hunger weltweit antreibt, insbesondere im Süden."

Baerbock ging in ihrer Rede auch auf die am Mittwoch verkündete Teilmobilmachung in Russland ein. Die jüngsten Ankündigungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin hätten endgültig klar gemacht, dass Russland keine "sogenannte Spezialoperation" in Ukraine führe, sondern einen "Aggressionskrieg" mit "Kriegsverbrechen, mit Folter, mit Vergewaltigungen, sogar von Kindern".

"Heute gibt es in den Straßen Moskaus keine Schlangen von Freiwilligen, die sich dem Krieg in der Ukraine anschließen wollen", sagte Baerbock. "Was wir stattdessen sehen, sind mutige Männer, Frauen und sogar Kinder, die auf die Straße gehen, weil sie nicht Teil dieses Kriegs gegen die Ukraine sein wollen und weil sie nicht Teil des Hungerkriegs in der Welt sein wollen." Die Demonstranten in Russland würden spüren, dass dieser Krieg nur "Schmerz, Tod und Zerstörung" bringe.

An der Sicherheitsratssitzung hatte auch der russische Außenminister Sergej Lawrow teilgenommen. Er verließ den Saal aber nach seiner Rede.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

"Das kann mal passieren": Söder verteidigt Merz gegen Kritik wegen Kabinettsumbildung

Der CSU-Vorsitzende Markus Söder hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vor Kritik wegen der Kabinettsumbildung in Schutz genommen. Bei seiner Entscheidung zur Neubesetzung von Ministerposten habe Merz "angemessen" gehandelt, sagte Söder am Sonntag im "Sommerinterview" des ZDF. Dass Merz' "Wunschkandidat" für das Verkehrsministerium kurzfristig abgesagt habe, sei nicht dem Kanzler anzulasten: "Da liegt die Verantwortung sicher nicht beim Bundeskanzler. Das hätte vielleicht der Kollege vorher sich überlegen sollen."

Bericht: Tatverdächtiger des CSD-Anschlags seit Jahren als Gefährder bekannt

Der flüchtige Hauptverdächtige des mutmaßlichen Terroranschlags auf den Christopher Street Day in Berlin war den deutschen Sicherheitsbehörden einem Bericht zufolge seit Jahren als islamistischer Gefährder bekannt. Der inzwischen 21 Jahre alte Abdul B. sei bereits als Jugendlicher in der islamistischen Szene Berlins aufgefallen und ab dem 16. Lebensjahr von Sicherheitsbehörden erfasst worden, berichteten "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR am Sonntag.

Brände in Frankreich und Spanien zwingen insgesamt mehr als 300.000 Menschen zur Flucht

Die beispiellosen Brände in Frankreich und Spanien haben bis zum Wochenende mehr als 300.000 Menschen zur Flucht gezwungen. In Südwestfrankreich breiteten sich die Flammen nahe Bordeaux laut Innenminister Laurent Nuñez zuletzt "unkontrolliert" aus und rückten am Sonntag bis auf 15 Kilometer an die Grenzen des Großraums der Stadt heran. In Spanien mussten Zehntausende nahe Madrid ihre Häuser verlassen; bei Valencia brach ein neues Feuer aus.

Kubicki wirft Bundesregierung "Hilflosigkeit" im Umgang mit Islamismus vor

Der FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat der Bundesregierung ein Verharmlosen der Gefahr durch den Islamismus vorgeworfen. Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin sagte Kubicki am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP: "Wenn wir als Gemeinwesen nach solchen schrecklichen Taten immer wieder die gleichen Diskussionen führen, ohne die notwendigen Konsequenzen zu ziehen, dokumentiert das eine kaum erträgliche Hilflosigkeit unseres Staatswesens."

Textgröße ändern: