Pallade Veneta - Extreme Hitze hält große Teile der nördlichen Erdhalbkugel im Griff

Extreme Hitze hält große Teile der nördlichen Erdhalbkugel im Griff


Extreme Hitze hält große Teile der nördlichen Erdhalbkugel im Griff
Extreme Hitze hält große Teile der nördlichen Erdhalbkugel im Griff / Foto: Angelos Tzortzinis - AFP

Extreme Hitze hält weiterhin große Teile der nördlichen Erdhalbkugel fest im Griff. So wurden in Italien für den Sonntag Spitzenwerte von 35 bis 36 Grad im Schatten erwartet. Für 16 Städte galt weiterhin die Alarmstufe Rot wegen der Gesundheitsgefahren durch die Hitze, darunter in Rom, Florenz und Bologna.

Textgröße ändern:

Zu Wochenbeginn sollen die Temperaturen in Italien noch höher steigen. Der italienische Wetterdienst befürchtet "eine der intensivsten Hitzewellen aller Zeiten".

In Griechenland sorgten sich die Behörden wegen der Waldbrandgefahr. Diese wurde durch starke Winde über der Ägais gesteigert, wie das griechische Klimaschutzministeriums mitteilte. Die antike Stätte Akropolis in der Hauptstadt Athen sollte am Sonntag den dritten Tag in Folge über sechs Stunden hinweg geschlossen bleiben.

Auch Deutschland stöhnt unter sengender Hitze. Besonders hoch waren die Temperaturen im Süden und Osten. In Möhrendorf-Kleinseebach in Bayern wurde am Samstag mit 38,8 Grad die bisher höchste Temperatur des Jahres in Deutschland gemessen. In Berlin kletterte das Thermometer am Samstag auf 35 Grad.

In den USA warnte der Wetterdienst NWS vor einer "drückenden und äußerst gefährlichen Hitzewelle" mit schlechter Luftqualität im Westen und Teilen des Südens. Aus dem berühmten Death Valley im Westküstenstaat Kalifornien meldeten die Wetterdienste am Samstag 51 Grad, für Sonntag wurden dort sogar 54 Grad erwartet.

In Phoenix im südwestlichen Bundesstaat Arizona wurden am Samstag 47 Grad erreicht - für die Stadt war es der 16. Tag in Folge mit Höchsttemperaturen über 43 Grad. In Teilen Südkaliforniens, wo Feuerwehrleute seit Freitag heftige Brände bekämpften und tausende Menschen in Sicherheit gebracht werden mussten, kletterte das Thermometer auf bis zu 45 Grad.

Global ist Hitze nach Angaben der UN-Organisation für Meteorologie eines der tödlichsten Wetterereignisse überhaupt. Laut einer aktuellen Studie kamen durch die hohen Temperaturen im vergangenen Sommer allein in Europa mehr als 60.000 Menschen ums Leben. Experten zufolge schreitet die Erderwärmung in Europa doppelt so schnell voran wie im globalen Durchschnitt.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Was viele schon vermutet haben, ist nun auch offiziell bestätigt: Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

Inselparadies in Kenia fürchtet Folgen von gigantischem Raffinerieprojekt

Tourismus oder Industrie? Umwelt oder Öl? Der Startschuss für das größte Industrieprojekt aller Zeiten im ostafrikanischen Kenia bring die malerische Insel Lamu in eine Zwickmühle. Während sich die Bewohner des auch bei Prominenten beliebten Eilands durch die geplante Mega-Raffinerie teils überrumpelt fühlen, setzt die Regierung auf Fortschritt. Getrübt wird die Hoffnung auf Aufschwung und zehntausende Arbeitsplätze allerdings auch von der Sorge um wertvolle Ökosysteme.

"Katastrophales Jahr" für Schweizer Gletscher: 2026 Eisverlust von gut fünf Prozent

Ein "katastrophales Jahr" für die Gletscher in der Schweiz: Die Hitzewelle in Europa und ein schneearmer Winter haben die anhaltende Gletscherschmelze in dem Alpenland weiter beschleunigt. Die Schweizer Gletscher verloren in diesem Jahr 5,5 Prozent ihrer Masse, wie das Schweizerische Gletschermessnetz Glamos am Donnerstag mitteilte. Damit wurde 2026 der zweitstärkste Gletscherschwund seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet.

Neuer Rekord: Erneuerbare decken 61 Prozent des Stromverbrauchs bis Ende September

Die Bedeutung erneuerbarer Energien in Deutschland steigt: Trotz eines wachsenden Stromverbrauchs - unter anderem für Klimatisierung während der Hitzewellen im Sommer - erreichte der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Stromverbrauch in den ersten drei Quartalen des Jahres knapp 61 Prozent. Das geht aus vorläufigen Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor und ist demnach "ein neuer Rekord".

Textgröße ändern: