Pallade Veneta - Behörden stellen Suche nach vermeintlicher Löwin am Berliner Stadtrand ein

Behörden stellen Suche nach vermeintlicher Löwin am Berliner Stadtrand ein


Behörden stellen Suche nach vermeintlicher Löwin am Berliner Stadtrand ein
Behörden stellen Suche nach vermeintlicher Löwin am Berliner Stadtrand ein / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Im Fall der angeblich entlaufenen Löwin am südlichen Berliner Stadtrand haben die Behörden Entwarnung gegeben und ihre aktive Suche am Freitag nach rund 30 Stunden eingestellt. Es gebe keine "ernstzunehmenden Hinweise" auf die Existenz einer Löwin oder eines anderen Raubtiers, sagte der Bürgermeister von Kleinmachnow in Brandenburg, Michael Grubert (SPD), nach einer erneuten Lagebewertung mit der Polizei. Es sei nicht von einer akuten Gefährdungslage auszugehen.

Textgröße ändern:

Nach Angaben Gruberts fiel die Entscheidung nach einer neuen Gesamtbewertung der Situation. Demnach ergab eine Analyse des ursprünglichen Sichtungsvideos aus der Nacht zu Donnerstag durch zwei Experten, dass es sich bei dem darauf zu sehenden Tier höchstwahrscheinlich doch nur um ein Wildschwein handelte. Zudem hätten sämtliche Suchmaßnahmen seither keinerlei Hinweise auf die Anwesenheit eines Raubtiers ergeben, auch mutmaßliche Sichtungen erwiesen sich als falsch.

"Alle Hinweise führten ins Leere", sagte der Bürgermeister. Daher sei am Freitag um 12.00 Uhr in Absprache mit der Brandenburger und Berliner Polizei beschlossen worden, die aktive Suche einzustellen und die Tätigkeit der Einsatzkräfte auf ein "ganz normales Programm" herunterzufahren. Die Polizei bleibe aber weiterhin aufmerksam und sei in der Lage, den Großeinsatz bei neuerlichen Hinweisen etwa über Notruf umgehend wieder aufzunehmen, sagte er.

Seit Donnerstag hatten in der Spitze bis zu 100 Einsatzkräfte der Polizei sowie Jäger und Tierärzte das waldige Gebiet nahe Kleinmachnow direkt an der Landesgrenze zwischen Brandenburg und Berlin durchsucht, nachdem Zeugen eine vermeintlich Löwin gesichtet und ein Video davon gemacht hatten. Dabei kamen unter anderem auch Hubschrauber und Drohnen mit Wärmebildkameras zum Einsatz.

E.Magrini--PV

Empfohlen

Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Was viele schon vermutet haben, ist nun auch offiziell bestätigt: Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

Inselparadies in Kenia fürchtet Folgen von gigantischem Raffinerieprojekt

Tourismus oder Industrie? Umwelt oder Öl? Der Startschuss für das größte Industrieprojekt aller Zeiten im ostafrikanischen Kenia bring die malerische Insel Lamu in eine Zwickmühle. Während sich die Bewohner des auch bei Prominenten beliebten Eilands durch die geplante Mega-Raffinerie teils überrumpelt fühlen, setzt die Regierung auf Fortschritt. Getrübt wird die Hoffnung auf Aufschwung und zehntausende Arbeitsplätze allerdings auch von der Sorge um wertvolle Ökosysteme.

"Katastrophales Jahr" für Schweizer Gletscher: 2026 Eisverlust von gut fünf Prozent

Ein "katastrophales Jahr" für die Gletscher in der Schweiz: Die Hitzewelle in Europa und ein schneearmer Winter haben die anhaltende Gletscherschmelze in dem Alpenland weiter beschleunigt. Die Schweizer Gletscher verloren in diesem Jahr 5,5 Prozent ihrer Masse, wie das Schweizerische Gletschermessnetz Glamos am Donnerstag mitteilte. Damit wurde 2026 der zweitstärkste Gletscherschwund seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet.

Neuer Rekord: Erneuerbare decken 61 Prozent des Stromverbrauchs bis Ende September

Die Bedeutung erneuerbarer Energien in Deutschland steigt: Trotz eines wachsenden Stromverbrauchs - unter anderem für Klimatisierung während der Hitzewellen im Sommer - erreichte der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Stromverbrauch in den ersten drei Quartalen des Jahres knapp 61 Prozent. Das geht aus vorläufigen Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor und ist demnach "ein neuer Rekord".

Textgröße ändern: