Pallade Veneta - NGO-Bericht: Kolumbien gefährlichstes Land für Umweltschützer

NGO-Bericht: Kolumbien gefährlichstes Land für Umweltschützer


NGO-Bericht: Kolumbien gefährlichstes Land für Umweltschützer
NGO-Bericht: Kolumbien gefährlichstes Land für Umweltschützer / Foto: Raul ARBOLEDA - AFP/Archiv

Kolumbien ist nach Angaben einer Nichtregierungsorganisation das weltweit gefährlichste Land für Umweltschützer. Laut einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation Global Witness entfielen 60 der weltweit insgesamt 177 Tötungen von Umweltaktivisten im vergangenen Jahr auf das südamerikanische Land. Damit habe sich die Zahl der Tötungen dort nahezu verdoppelt. 2021 hätten in Kolumbien 33 Umweltschützer ihr Leben verloren, heißt es in dem Jahresbericht weiter.

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Obwohl die Gesamtzahl der weltweit getöteten Umweltaktivisten etwas niedriger ist als im Vorjahr, als 200 Menschen getötet wurden, habe sich "die Situation weltweit nicht wesentlich verbessert", erklärte Global Witness. Immer noch werde alle zwei Tage ein Aktivist getötet.

"Die sich verschärfende Klimakrise und die steigende Nachfrage nach Rohstoffen (...) erhöhen den Druck auf die Umwelt - und auf diejenigen, die ihr Leben für den Umweltschutz riskieren", erklärte die in London ansässige NGO.

Der erste linksgerichtete Präsident Kolumbiens, Gustavo Petro, hatte sich bei seinem Amtsantritt 2022 verpflichtet, die Gewalt gegen Umweltaktivisten einzudämmen, doch sind seine Maßnahmen in den Augen örtlicher NGOs unzureichend.

In Brasilien wurden dem NGO-Bericht zufolge im vergangenen Jahr 34 Umweltschützer getötet, in Mexiko 32 und auf den Philippinen elf. 88 Prozent aller weltweiten Morde entfielen demnach auf Südamerika. Viele Tötungen an Umweltschützern wurden aus Motiven im Zusammenhang mit Landwirtschaft, Bergbau oder Wilderei begangen.

M.Romero--PV

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