Pallade Veneta - Hitzetote in Frankreich und Spanien

Hitzetote in Frankreich und Spanien


Hitzetote in Frankreich und Spanien
Hitzetote in Frankreich und Spanien / Foto: Thibaud MORITZ - AFP/Archiv

Am voraussichtlich letzten Tag der massiven Hitzewelle in Südeuropa sind die ersten Fälle von Hitzetoten bekannt geworden. In Frankreich seien zwei Menschen nach mit den hohen Temperaturen zusammenhängenden Schwächeanfällen gestorben, sagte Umweltministerin Agnès Pannier-Runacher am Mittwoch dem Sender BFM. Die Feuerwehr habe sich zudem um mehr als 300 Notfälle gekümmert.

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Auch in Spanien wurden erste Fälle von Hitzetoten bekannt. Ein zwei Jahre altes Kind starb in der Region Katalonien, nachdem die Eltern es mehrere Stunden allein im Auto in der prallen Sonne zurückgelassen hatten. Die Feuerwehr fand zudem die Leichen zweier Menschen nach dem Ausbruch eines Feuers in der Provinz Lérida.

Eine endgültige Bilanz der Hitzetoten kann erst viel später gezogen werden. Die bislang schlimmsten Hitzewellen in den Jahren 2003 und 2022 führten nach Einschätzung von Experten in Europa zum vorzeitigen Tod von 70.000 beziehungsweise 62.000 Menschen.

In Frankreich galt in vier Départements im Landesinneren am Mittwoch weiter die höchste Hitzewarnstufe. Das extreme Wetter hat zudem zu einer Debatte über die Ausstattung der Schulen ausgelöst, die in vielen Fällen nicht auf solche hohen Temperaturen vorbereitet sind. Am Dienstag hatten viele Schulen geschlossen, manche Lehrer unterrichteten ihre Klassen auf dem Schulhof. Der Juni war der zweitheißeste in Frankreich seit Beginn der Aufzeichnungen.

In Belgien sollte wegen der Hitze am Mittwochnachmittag erneut das Atomium geschlossen bleiben. Die Niederlande meldeten die erste "tropische" Nacht, in der die Temperaturen nicht unter 20 Grad gesunken sind. Ein spanischer Fernsehsender zeigte derweil, dass sich in Sevilla ein Ei kochen ließ, in dem der Topf direkt auf die Straße gestellt wurde.

Nach Einschätzung von Wissenschaftlern nimmt die Zahl und Intensität extremer Wetterphänomene durch den menschengemachten Klimawandel zu. Dazu zählen Hitzeperioden ebenso wie Starkregen.

L.Barone--PV

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