Pallade Veneta - Tiefseebergbau: Meeresbehörde warnt vor Umgehung internationaler Regeln mittels US-Gehemigung

Tiefseebergbau: Meeresbehörde warnt vor Umgehung internationaler Regeln mittels US-Gehemigung


Tiefseebergbau: Meeresbehörde warnt vor Umgehung internationaler Regeln mittels US-Gehemigung
Tiefseebergbau: Meeresbehörde warnt vor Umgehung internationaler Regeln mittels US-Gehemigung / Foto: HO - JAMSTEC/AFP

Die Internationale Meeresbodenbehörde (ISA) hat das kanadische Unternehmen TMC vor der Umgehung einer internationalen Lizenzierung für den Tiefseebergbau mittels einer Genehmigung der USA gewarnt. Bei ihrer am Dienstag endenden Sitzung im jamaikanischen Kingston verabschiedeten die Ratsmitglieder der ISA eine Anweisung an ihre eigenen Gremien, "besondere Aufmerksamkeit" auf Unternehmen zu legen, die "möglicherweise gegen internationales Recht verstoßen".

Textgröße ändern:

Die Formulierung spielt auf den Bergbaukonzern The Metals Company (TMC) an, der im April bei US-Behörden eine Genehmigung für den umstrittenen Tiefseebergbau in internationalen Gewässern beantragt hatte. Sollte sie erteilt werden, wäre dies die erste Lizenz dieser Art. TMC würde auf diese Weise den Rechtsrahmen der ISA umgehen.

Die Meeresbehörde stellte nun klar, dass im Fall festgestellter Verstöße zuvor erteilte ISA-Genehmigungen zurückgenommen würden. Das Unternehmen Nori (Nauru Ocean Resources Inc.), eine Tochtergesellschaft von TMC, hält seit 2011 einen Explorationsvertrag für ein Gebiet in der Clarion-Clipperton-Zone im Pazifik, der allerdings in einem Jahr ausläuft.

Der Abbau sogenannter Manganknollen am Meeresboden soll wichtige Metalle wie Kobalt, Kupfer und Nickel liefern. Der kommerzielle Abbau steckt technologisch noch in den Kinderschuhen, wegen der wachsenden Bedeutung der Rohstoffe für Technologien wie Elektrofahrzeuge und Windenergieanlagen machen Unternehmen jedoch zunehmend Druck. Umweltschützer warnen hingegen vor irreversiblen Umweltschäden.

Die ISA arbeitet seit den 1990er Jahren an einem Regelwerk für den Tiefseebergbau, um das wirtschaftliche Potenzial und mögliche Umweltfolgen abzuwägen. Bislang hat sie keine Abbaugenehmigungen erteilt.

Auch US-Präsident Donald Trump, dessen Land das internationale Abkommen zur Beauftragung der ISA nicht ratifiziert hat, geht es mit den Abbaugenehmigungen nicht schnell genug. Im April unterzeichnete er ein Dekret, welches das Schürfen nach wichtigen Metallen wie Nickel und Kobalt in US- und internationalen Gewässern ermöglichen soll. TMC stellte daraufhin seinen Antrag.

Die Umweltorganisation Greenpeace begrüßte die jüngste Stellungnahme der ISA dazu. Die Organisation habe "Rückgrat gezeigt - und sich gegen die Tiefseebergbauindustrie und Regierungen wie der US-amerikanischen unter Trump behauptet", erklärte die Greenpeace-Meeresbiologin Franziska Saalman.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Rekord-Hitzewelle im Westen der USA zieht in Richtung Osten weiter

Hochsommertemperaturen mitten im März: Die historisch frühe Hitzewelle im Westen der USA ist weiter in Richtung Osten gezogen. Dutzende Bundesstaaten von Kalifornien bis zum zentraler gelegenen Colorado verzeichneten am Samstag laut dem Nationalen Wetterdienst NWS nie dagewesene Rekordwerte für den Monat März. Bis zu 35 Grad Celsius wurden laut Wetterexperten zudem in Missouri, Nebraska und Kansas verzeichnet - Bundesstaaten im Mittleren Westen, in denen wenige Tage zuvor teils noch Minusgrade herrschten. Für einige Regionen gab der Wetterdienst eine Hitzewarnung aus.

Rekord-Hitzewelle zieht vom Westen der USA weiter in Richtung Osten

Extremtemperaturen binnen weniger Tage: Die historisch frühe Hitzewelle im Westen der USA ist weiter in Richtung Osten gezogen. Dutzende Bundesstaaten von Kalifornien bis zum zentraler gelegenen Colorado verzeichneten am Samstag laut Nationalem Wetterdienstes NWS Rekordwerte für den Monat März. Bis zu 35 Grad Celsius wurden laut Wetterexperten zudem in Missouri, Nebraska und Kansas verzeichnet - Bundesstaaten im Mittleren Westen, in denen wenige Tage zuvor teils noch Minusgrade herrschten.

Deutschlands Gletscher schmelzen in Rekordtempo - Verschwinden absehbar

Deutschlands Gletscher schmelzen im Rekordtempo. Seit dem Jahr 2023 büßten die Eisflächen in den bayerischen Alpen mehr als ein Viertel ihrer Fläche ein, wie die Hochschule München und die Bayerische Akademie der Wissenschaften am Donnerstag unter Verweis auf neue Messungen vom Herbst mitteilten. Insgesamt verloren die Gletscher in nur zwei Jahren rund eine Million Kubikmeter Eis.

Trump erwartet von Japan mehr Einsatz im Iran-Krieg

US-Präsident Donald Trump erwartet von Japan mehr Engagement im Iran-Krieg. Trump sagte am Donnerstag bei einem Treffen mit der japanischen Regierungschefin Sanae Takaichi im Weißen Haus, er habe Zusicherungen erhalten, dass Japan "wirklich Verantwortung übernehme". Er fügte hinzu: "Im Gegensatz zur Nato".

Textgröße ändern: