Pallade Veneta - UNO: Loch in schützender Ozonschicht über der Erde schrumpft weiter

UNO: Loch in schützender Ozonschicht über der Erde schrumpft weiter


UNO: Loch in schützender Ozonschicht über der Erde schrumpft weiter
UNO: Loch in schützender Ozonschicht über der Erde schrumpft weiter / Foto: Jose Jorquera - University of Santiago USACH/AFP/Archiv

Das Loch in der schützenden Ozonschicht über der Erde schrumpft weiter. Das Ozonloch sei 2024 kleiner als in den Vorjahren gewesen, teilte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in Genf am Dienstag zum Internationalen Tag für die Erhaltung der Ozonschicht mit. Dies sei eine gute Nachricht "für die Gesundheit der Menschen und des Planeten".

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"Heutzutage erholt sich die Ozonschicht", erklärte UN-Generalsekretär António Guterres. "Diese Errungenschaft erinnert uns daran, dass Fortschritt möglich ist, wenn Nationen die Warnungen der Wissenschaft beherzigen."

Die WMO führt die Erholung der Ozonschicht in ihrem Bericht für 2024 teilweise auf natürliche "atmosphärische Phänomene" zurück, die von Jahr zu Jahr zu Schwankungen führen. Der langfristige positive Trend sei aber auf "den Erfolg konzertierter internationaler Maßnahmen" zurückzuführen.

Veröffentlicht wurde der WMO-Bericht am Welt-Ozontag, der an das Wiener Übereinkommen zum Schutz der Ozonschicht von 1975 erinnert, das den Abbau der Ozonschicht in der Erdatmosphäre vor 40 Jahren erstmals als globales Problem eingestuft hatte. Konkrete Maßnahmen zum Schutz der Ozonschicht wurden 1987 im Protokoll von Montréal vereinbart.

Die Ozonschicht liegt in einer Höhe zwischen zehn und 50 Kilometern über der Erde und hält ultraviolette Sonnenstrahlen ab. Wegen des Ozonlochs gelangt mehr UV-Strahlung auf die Erdoberfläche, was bei Menschen beispielsweise Hautkrebs oder Grauen Star auslöst und auch negative Auswirkungen die Umwelt hat.

Ursächlich für den seit einigen Jahren beobachteten Rückgang des Ozonlochs ist dem WMO-Bericht zufolge die Tatsache, dass mehr als 99 Prozent der ozonschädigenden Substanzen nicht mehr hergestellt und verwendet werden dürfen.

Zu den schädigenden Substanzen gehören Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), die früher häufig in Haarsprays, Klimaanlagen oder Kühlschränken verwendet wurden. Mit dem Protokoll von Montréal von 1987 wurden Fluorchlorkohlenwasserstoffe schrittweise verboten. Mit dem Beschluss von Kigali wurde 2016 dann auch ein Verbot von bestimmten Fluorkohlenwasserstoffen (FKW) durchgesetzt, die lange als FCKW-Ersatz für Kühlmittel verwendet worden waren.

Infolgedessen werde sich die Ozonschicht weiter erholen und bis Mitte dieses Jahrhunderts wieder das Niveau der 1980er Jahre erreichen, erklärte die WMO am Dienstag. Laut einer UN-Prognose von 2022 wird sich die Ozonschicht über der Arktis bis 2045 erholen und bis 2066 dann auch über der besonders stark betroffenen Antarktis. Für den Rest der Welt wird bis 2040 mit einer Erholung gerechnet.

C.Conti--PV

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