Pallade Veneta - Gericht: Ausrutschen beim Gassigehen fürs Tierheim ist Arbeitsunfall

Gericht: Ausrutschen beim Gassigehen fürs Tierheim ist Arbeitsunfall


Gericht: Ausrutschen beim Gassigehen fürs Tierheim ist Arbeitsunfall
Gericht: Ausrutschen beim Gassigehen fürs Tierheim ist Arbeitsunfall / Foto: Dimitar DILKOFF - AFP/Archiv

Das Ausrutschen einer ehrenamtlichen Gassigeherin beim Hundeausführen für das Tierheim ist als Arbeitsunfall zu bewerten. Alle Merkmale eines abhängigen Beschäftigungsverhältnisses seien hier erfüllt, entschied das Sozialgericht im niedersächsischen Oldenburg in einem am Donnerstagabend veröffentlichten Urteil. Die Berufsgenossenschaft muss demnach zahlen.

Textgröße ändern:

Sie hatte die Anerkennung als Arbeitsunfall zunächst abgelehnt. Die Gassigeherin, die eine Zeitlang auch Kassenprüferin des Tierheimvereins war, war beim Ausführen eines Tierheimhundes ausgerutscht und hatte sich das Sprunggelenk gebrochen.

Das Gericht führte nun aus, dass das Gassigehen mit den Hunden einen wirtschaftlichen Wert für das Tierheim habe und dem Willen des Unternehmers entspreche. Es handle sich nicht um eine Vereinspflicht, das Ausführen der Hunde gehe weit darüber hinaus.

Die Frau sei mehrmals die Woche mit den Hunden unterwegs gewesen, die Tätigkeit habe also keinen geringen Umfang. Dabei habe sie den Weisungen des Vereins unterlegen. Denn die Hunde standen ihr nicht zur freien Verfügung, sie musste sich an feste Abholzeiten halten.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Copernicus: Oberflächentemperaturen der Meere steuern auf neuen Höchstwert zu

Die Oberflächentemperaturen der Meere steuern dem monatlichen Klimabericht des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus zufolge auf einen neuen Höchststand zu. Es sei "nur eine Frage von Tagen", bis der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2024 erreicht werde, sagte Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Studie: Deutsche sorgen sich ums Klima – Umweltängste in 80ern waren aber größer

Die Bundesbürger machen sich wegen des Klimawandels deutlich mehr Sorgen als noch vor 16 Jahren - sie liegen aber unter dem Niveau der Ängste vor Umweltschäden in den 1980er Jahren. Das zeigt eine Auswertung von Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) durch das DIW Berlin, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben) vorlag. Dabei zeigen jüngere Jahrgänge sich grundsätzlich deutlich besorgter über die Auswirkungen des Klimawandels als ältere.

Frankreich mahnt zur weltweiten Reduzierung von Methan-Ausstoß

Frankreich und mehrere weitere Länder haben ein schnelleres Handeln zur Verringerung des weltweiten Methan-Ausstoßes gefordert. Es brauche schnelle Lösungen, sagte die französische Umweltministerin Monique Barbut am Montag in Paris. Frankreich hatte das Treffen im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft einberufen. "Es ist eindeutig: Der Energiesektor bietet die schnellsten und häufig auch die kostengünstigsten Möglichkeiten, den Ausstoß zu reduzieren", betonte Barbut.

Waldbrand bei brandenburgischem Jüterbog breitet sich aus

Der am Freitag ausgebrochene Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz nahe des brandenburgischen Jüterbog hat sich weiter ausgebreitet. "Das Feuer frisst sich nach und nach durch", sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel, am Sonntag dem Sender RBB. Inzwischen brenne es auf einer Fläche von 113 Hektar.

Textgröße ändern: