Pallade Veneta - Guterres: Welt bei Begrenzung der Erderwärmung auf unter 1,5 Grad "gescheitert"

Guterres: Welt bei Begrenzung der Erderwärmung auf unter 1,5 Grad "gescheitert"


Guterres: Welt bei Begrenzung der Erderwärmung auf unter 1,5 Grad "gescheitert"
Guterres: Welt bei Begrenzung der Erderwärmung auf unter 1,5 Grad "gescheitert" / Foto: Pablo PORCIUNCULA - AFP

Die Welt hat das Einhalten des Klimaziels des Pariser Abkommens nach UN-Angaben verfehlt. "Wir sind dabei gescheitert, die Erderwärmung auf unter 1,5 Grad zu begrenzen", sagte UN-Generalsekretär António Guterres bei einem Klima-Gipfel von etwa 50 Staats- und Regierungschefs am Donnerstag im brasilianischen Belém. "Das ist ein moralisches Versagen – und tödliche Fahrlässigkeit", fügte der UN-Generalsekretär hinzu.

Textgröße ändern:

Im Pariser Klimaabkommen von 2015 hatten sich die Staaten darauf geeinigt, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Die USA haben sich nach der Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus inzwischen aber ganz aus dem Pariser Klimaabkommen verabschiedet. Dennoch betonte Guterres nun, die Welt sei "noch nie besser gerüstet gewesen", um bei der Erderwärmung gegenzusteuern. Er verwies dabei auf erneuerbare Energien wie Wind- und Solarenegrie.

Der zweitägige Klima-Gipfel der Staats- und Regierungschefs findet seit Donnerstag im Vorfeld der am Montag in Belém beginnenden UN-Klimakonferenz COP30 statt. Zu den zweiwöchigen Verhandlungen werden etwa 50.000 Teilnehmer erwartet.

Neben den Verhandlungen über die weitere Umsetzung der Beschlüsse aus dem Pariser Klimaabkommen von 2015 und deren Finanzierung soll es in Belém auch um konkrete Projekte gehen. Deutschland will unter anderem den von Brasilien vorgeschlagenen Fonds Tropical Forest Forever Facility (TFFF) unterstützen, der den Schutz bedrohter Wälder in verschiedenen Weltregionen finanzieren soll. Über die Summe stimmt sich die Bundesregierung nach eigenen Angaben derzeit noch ab.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Copernicus: Oberflächentemperaturen der Meere steuern auf neuen Höchstwert zu

Die Oberflächentemperaturen der Meere steuern dem monatlichen Klimabericht des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus zufolge auf einen neuen Höchststand zu. Es sei "nur eine Frage von Tagen", bis der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2024 erreicht werde, sagte Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Studie: Deutsche sorgen sich ums Klima – Umweltängste in 80ern waren aber größer

Die Bundesbürger machen sich wegen des Klimawandels deutlich mehr Sorgen als noch vor 16 Jahren - sie liegen aber unter dem Niveau der Ängste vor Umweltschäden in den 1980er Jahren. Das zeigt eine Auswertung von Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) durch das DIW Berlin, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben) vorlag. Dabei zeigen jüngere Jahrgänge sich grundsätzlich deutlich besorgter über die Auswirkungen des Klimawandels als ältere.

Frankreich mahnt zur weltweiten Reduzierung von Methan-Ausstoß

Frankreich und mehrere weitere Länder haben ein schnelleres Handeln zur Verringerung des weltweiten Methan-Ausstoßes gefordert. Es brauche schnelle Lösungen, sagte die französische Umweltministerin Monique Barbut am Montag in Paris. Frankreich hatte das Treffen im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft einberufen. "Es ist eindeutig: Der Energiesektor bietet die schnellsten und häufig auch die kostengünstigsten Möglichkeiten, den Ausstoß zu reduzieren", betonte Barbut.

Waldbrand bei brandenburgischem Jüterbog breitet sich aus

Der am Freitag ausgebrochene Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz nahe des brandenburgischen Jüterbog hat sich weiter ausgebreitet. "Das Feuer frisst sich nach und nach durch", sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel, am Sonntag dem Sender RBB. Inzwischen brenne es auf einer Fläche von 113 Hektar.

Textgröße ändern: