Pallade Veneta - Aufgabenteilung zwischen Türkei und Australien bei UN-Klimakonferenz 2026 beschlossen

Aufgabenteilung zwischen Türkei und Australien bei UN-Klimakonferenz 2026 beschlossen


Aufgabenteilung zwischen Türkei und Australien bei UN-Klimakonferenz 2026 beschlossen
Aufgabenteilung zwischen Türkei und Australien bei UN-Klimakonferenz 2026 beschlossen / Foto: Mauro PIMENTEL - AFP

Die Türkei und Australien haben sich auf ihre Aufgabenteilung bei der Ausrichtung der nächsten Weltklimakonferenz (COP31) geeinigt. Die Vereinbarung sei einstimmig von der Ländergruppe Westeuropäische und andere Staaten beschlossen worden, teilte die deutsche Delegation als Vorsitzende der Gruppe am Freitagabend (Ortszeit) in Belém mit. Demnach finden die zweiwöchigen Verhandlungen in einem Jahr zwar im türkischen Badeort Antalya statt, den Vorsitz der Verhandlungen hat aber Australien.

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Den Titel des COP31-Präsidenten wird wiederum ein Türke tragen, ein Australier oder eine Australierin wird den Vize-Vorsitz übernehmen. Australien wird zudem die Vorverhandlungen bei der sogenannten Pre-COP organisieren. Dazu will es einen der kleinen Pazifik-Inselstaat als Ort auswählen, um deren besondere Anfälligkeit für die Folgen des Klimawandels ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu bringen.

Die Idee einer "Pazifik-COP", die Australien in Zusammenarbeit mit den Inselstaaten ausrichten wollte, ist damit gescheitert. Nun die Pre-COP auszurichten, sei aber "besser als nichts", sagte der Klimaminister von Vanuatu, Ralph Regenvanu, in Belém.

Die Einigung muss jetzt nur noch vom Plenum der UN-Klimakonferenz in Belém (COP30) abgesegnet werden. Damit wird ein monatelanger Streit zwischen Australien und der Türkei um die Ausrichtung beendet. Hätten sich die beiden Länder nicht geeinigt, hätte die nächste COP automatisch in Bonn, dem Sitz des UN-Klimasekretariats, stattgefunden.

Nun soll die Weltklimakonferenz also erstmals in der Türkei stattfinden. Diese hatte das Pariser Klimaabkommen von 2015 erst Ende 2021 ratifiziert. Experten zufolge ist ihre Klimapolitik unzureichend. Zwar hat es sich die Türkei zum Ziel gesetzt, bis 2053 CO2-neutral zu sein und damit immerhin nur drei Jahre nach der EU, ihr Fahrplan zur Erreichung dieses Ziels bewertet das Klimaforschungsprojekt Climate Action Tracker allerdings als völlig unzureichend.

Die UN-Klimakonferenzen werden turnusmäßig von fünf regionalen Blöcken organisiert. Diese müssen das Gastgeberland jeweils einstimmig auswählen. Zwar hatte eine Mehrheit der westeuropäischen und anderen westlichen Staaten Australiens Bewerbung unterstützt. Die Türkei gab aber nicht nach, so dass kein Konsensbeschluss für Australien möglich war.

Die afrikanische Staatengruppe hatte sich zuvor schon darauf geeinigt, dass die UN-Klimakonferenz 2027 (COP32) in Äthiopien stattfindet.

R.Zarlengo--PV

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