Pallade Veneta - Buckelwal vor Poel liegt erneut teilweise auf - Backhaus: "Er ruht sich aus"

Buckelwal vor Poel liegt erneut teilweise auf - Backhaus: "Er ruht sich aus"


Buckelwal vor Poel liegt erneut teilweise auf - Backhaus: "Er ruht sich aus"
Buckelwal vor Poel liegt erneut teilweise auf - Backhaus: "Er ruht sich aus" / Foto: Danny GOHLKE - AFP/Archiv

Der vor der Ostseeinsel Poel liegende Buckelwal liegt kurze Zeit nach seinem Freischwimmversuch vom Montag wieder teilweise auf einer Sandbank auf. Es handle sich aber nicht um eine neue Strandung, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) am Ort des Geschehens. "Er ruht sich aus." Die aktuell für die Walrettung verantwortliche Privatinitiative und die Behörden berieten nun über das weitere Vorgehen.

Textgröße ändern:

Laut Backhaus empfehlen die Behörden der Initiative, das Tier schonend zu erneutem Losschwimmen zu motivieren. Der zwischenzeitlich erhöhte Wasserstand der Ostsee sinke inzwischen wieder, sagte der Minister vor Journalisten. Nach Angaben der beteiligten Helfer liege der Wal nicht vollständig auf, sondern schwimme zumindest teilweise. Es handle sich nach wie vor um einen "erfreulichen Lichtblick". Das zuletzt seit 21 Tagen vor Poel festliegende Tier habe sich bereits "deutlich bewegt".

Der Wal irrt seit Anfang März vor der Ostseeküste umher. Er strandete mehrfach vor Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, zuletzt lag er drei Wochen praktisch bewegungslos in einer flachen Bucht vor Poel bei Wismar auf Grund. Eine von Unternehmern getragene Initiative bereitete zuletzt tagelang eine Rettungsaktion vor, bei der das Tier mit einem System aus Luftkissen und Pontons angehoben und bis in Nordsee oder Atlantik geschleppt werden sollte. Dort sind Buckelwale heimisch.

Es handelt sich um eine Art letzten Rettungsversuch. Die Behörden dulden das Vorhaben und unterstützen es, die Verantwortung trägt allein die Initiative. Das Landesumweltministerium von diesem hinzugezogene Fachleute kamen zu dem Schluss, dass das Tier in einem sehr schlechten Zustand und wohl schwer krank oder sogar sterbend sei. Sie hatten ihre Bemühungen zur aktiven Rettung des Tiers vor rund drei Wochen mangels realistischer Erfolgsaussichten und aus tierschutzrechtlichen Bedenken daher beendet.

Die Initiative versammelte unter anderem Fachleute aus dem Ausland und begann in den vergangenen Tagen mit der Vorbereitung für den geplanten Transport des Wals. Von einem Ponton aus wurde der Grund um das Tier weggespült, ein Schlepper steht schon bereit. Dem Start der Hebeaktion kam der Meeressäuger am Montag durch Losschwimmen zunächst zuvor. Er befindet sich aber weiter in der Seitenbucht vor Poel. Er befindet sich nun aber nahe dem Ausgans in die größere und tiefere Bucht vor Wismar.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Abholzung im Amazonas auf niedrigstem Stand seit einem Jahrzehnt

Die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet ist auf den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt gesunken. In der Periode von August 2025 bis Juli 2026 seien 2874 Quadratkilometer Wald zerstört worden, teilten die Behörden am Freitag unter Berufung auf Satellitendaten mit. Dies seien 37 Prozent weniger als in den zwölf Monaten davor - und der niedrigste Stand seit der genauen Erfassung der Abholzung im Jahr 2016.

42,2 Grad: Allzeit-Hitzerekord in der Slowakei nach nur einem Tag gebrochen

In der Slowakei ist zum zweiten Mal binnen zwei Tagen ein neuer Allzeit-Hitzerekord aufgestellt worden. In der unweit der Grenze zu Ungarn gelegenen südslowakischen Ortschaft Dolne Plachtince stieg das Thermometer am Donnerstag auf 42,2 Grad, wie der nationale Wetterdienst erklärte. Das war die höchste Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen in dem Land.

RWE gibt Offshore-Windparkprojekte in den USA auf

Der deutsche Energiekonzern RWE gibt seine Pläne für Offshore-Windkraftprojekte in den USA auf. Das Unternehmen habe einen Vergleich mit dem US-Innenministerium geschlossen, "um Ansprüche gegen die US-Regierung beizulegen und ihre Offshore-Wind-Pachten vor den Küsten von New York, Kalifornien und Louisiana zurückzugeben", erklärte der Konzern mit Sitz in Essen am Donnerstag. Für diese Projekte sei "in den USA auf absehbare Zeit keine Genehmigungsfähigkeit gegeben".

Kritik von Naturschützern: Kreuzfahrtbranche weiter auf "fossilem Kurs"

Kreuzfahrten sind bei vielen Bundesbürgern beliebt - doch mit Blick auf die Umweltfolgen bleibt die Branche nach Angaben des Naturschutzbunds Nabu weiter deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Zwar investierten die Unternehmen zunehmend in Landstromanschlüsse, die die Schiffe während der Liegezeit im Hafen mit Strom versorgen, anstatt die Motoren laufen lassen zu müssen. Dennoch bleibe die Kreuzfahrtbranche "auf fossilem Kurs", kritisierte der Nabu am Donnerstag.

Textgröße ändern: