Pallade Veneta - OECD: Auch 2024 mehr als 100 Milliarden Dollar für Klimaschutz in armen Ländern

OECD: Auch 2024 mehr als 100 Milliarden Dollar für Klimaschutz in armen Ländern


OECD: Auch 2024 mehr als 100 Milliarden Dollar für Klimaschutz in armen Ländern
OECD: Auch 2024 mehr als 100 Milliarden Dollar für Klimaschutz in armen Ländern / Foto: TERCIO TEIXEIRA - AFP/Archiv

Reiche Länder haben 2024 zum dritten Mal in Folge insgesamt mehr als 100 Milliarden Dollar zum Klimaschutz in ärmeren Ländern beigetragen. Dabei schrumpfte der öffentliche Anteil allerdings um 2,6 Prozent, wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der OECD hervorgeht. Zahlen zum Jahr 2025, in dem der klimawandelskeptische Donald Trump seine zweite Amtszeit als US-Präsident antrat, sollen erst im kommenden Jahr veröffentlicht werden.

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Rund 136,7 Milliarden Dollar stellten die wohlhabenderen Länder dem Bericht zufolge 2024 den ärmsten Ländern zur Verfügung, um in saubere Energien zu investieren und sich auf die Folgen des Klimawandels einzustellen. 2023 waren es 132,8 Milliarden Dollar gewesen, 2022 lag der Betrag bei 115,9 Milliarden Dollar. 2022 war das erste Jahr, in dem das 2009 auf der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen festgelegte Ziel der 100 Milliarden Dollar erreicht wurde.

In der Summe enthalten sind bilaterale und multilaterale Beiträge, etwa von der Weltbank, aus dem öffentlichen oder privaten Bereich. Die öffentliche Klimafinanzierung schrumpfte 2024 um 2,6 Prozent auf 101,6 Milliarden Dollar. Dies wurde durch einen Anstieg der Beiträge aus dem Privatsektor um 33 Prozent auf 30,5 Milliarden Dollar ausgeglichen, wie aus dem Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hervorgeht.

2024 waren gut zwei Drittel der Finanzierung Kredite. Empfängerländer kritisieren den hohen Anteil an Krediten, da diese die Schuldenlast erhöhen. "Die Länder, die am wenigsten für die Klimakrise verantwortlich sind, müssen Schulden aufnehmen, um sie zu überleben", sagte Mohamed Adow, Direktor der in Nairobi ansässigen Klima-Denkfabrik Power Shift Africa. "Das ist ein Skandal", fügte er hinzu.

Die Umweltorganisation WWF forderte die Bundesregierung auf, im Bundeshaushalt 2027 die Zusage zu erfüllen, pro Jahr sechs Milliarden Euro für die internationale Klimafinanzierung bereitzustellen. Dafür sollten Kürzungen im Etat des Entwicklungsministeriums zurückgenommen werden. "Angemessen wäre es, die öffentliche Klimafinanzierung bis 2030 auf mindestens zwölf Milliarden Euro jährlich zu erhöhen", betonte die Organisation. Dazu sollten etwa Abgaben auf Premiumflüge und Privatjets eingeführt werden.

Klimafinanzierung ist bei den UN‑Klimakonferenzen ein Reizthema. Entwicklungsländer prangern häufig den schleppenden Fortschritt der Industriestaaten bei der Einhaltung ihrer Zusagen an. Die wohlhabenderen Länder hatten sich auf dem UN‑Klimagipfel COP29 in Aserbaidschan 2024 darauf geeinigt, zwischen 2026 und 2035 jährlich 300 Milliarden Dollar bereitzustellen. Nach Ansicht vieler Entwicklungsländer ist dies jedoch nicht ausreichend.

A.Saggese--PV

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