Pallade Veneta - Hitzewelle: Paris erlaubt das Baden im Canal Saint-Martin

Hitzewelle: Paris erlaubt das Baden im Canal Saint-Martin


Hitzewelle: Paris erlaubt das Baden im Canal Saint-Martin
Hitzewelle: Paris erlaubt das Baden im Canal Saint-Martin / Foto: SIMON WOHLFAHRT - AFP/Archiv

Kurz vor der nächsten Hitzewelle hat Paris das Baden im Canal Saint-Martin erlaubt: Wie der Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire mitteilte, sollen sich die Menschen ab Mittwochnachmittag in einem Abschnitt des Kanals im Osten der französischen Hauptstadt abkühlen können.

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Schon bei einer Hitzewelle Mitte Mai waren viele Jugendliche von einer Brücke in den Kanal gesprungen, um sich abzukühlen. Die Stadt habe "enorm viel Energie" und Polizei einsetzen müssen, um die jungen Leute davon abzuhalten, bei Temperaturen von 40 Grad Celsius im Kanal zu baden, sagte Grégoire. "Das erschien uns ein wenig absurd." Daher hätten die Behörden entschieden, den Spieß umzudrehen und "das Baden unter bestimmten Bedingungen zu erlauben anstatt es zu verbieten".

Für die Dauer der Hitzewelle wird nun ein 100 Meter langer Bereich des Kanals zum Baden freigegeben. Die Stadtverwaltung stellt Bademeister bereit und überprüft die Wasserqualität. Sie will auch bei künftigen Hitzewellen so verfahren, damit "die Pariserinnen und Pariser, egal ob jung oder alt, kostenlos Baden gehen können", wie Grégoire ankündigte.

Nach Angaben des französischen Wetterdienst Météo-France wird im Laufe der Woche das ganze Land von einer Hitzewelle erfasst. Bis Sonntag sind Temperaturen von 34 bis 38 Grad vorhergesagt. Es ist in Frankreich schon die zweite Hitzewelle in diesem Jahr: In der ungewöhnlich frühen Hitzewelle im Mai hatte das halbe Land unter Rekord-Temperaturen geächzt.

Im zweiten Jahr in Folge eröffnet Paris in diesem Sommer auch drei überwachte Badestellen an der Seine. Die Flussbäder, die im vergangenen Jahr erstmals für die Öffentlichkeit geöffnet worden waren und knapp 100.000 Badegäste angezogen hatten, sollen vom 4. Juli bis Ende August wieder zugänglich sein. Der Eintritt ist frei. Wer baden will, muss aber eine aufblasbare Schwimmboje nutzen, die vor Ort zur Verfügung gestellt wird.

Grégoires Vorgängerin Anne Hidalgo hatte sich dafür eingesetzt, die Seine bis zu den Olympischen Spielen 2024 so weit zu säubern, dass ein Teil der Wettbewerbe im Fluss stattfinden konnte. An den Badestellen wird die Wasserqualität nun ständig überprüft. Sobald sie sich verschlechtert - etwa nach Regenfällen - wird der Badebetrieb vorübergehend eingestellt.

N.Tartaglione--PV

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