Pallade Veneta - Höchste Zahl an Waldbränden im Amazonas-Gebiet binnen 24 Stunden seit fast 15 Jahren

Höchste Zahl an Waldbränden im Amazonas-Gebiet binnen 24 Stunden seit fast 15 Jahren


Höchste Zahl an Waldbränden im Amazonas-Gebiet binnen 24 Stunden seit fast 15 Jahren
Höchste Zahl an Waldbränden im Amazonas-Gebiet binnen 24 Stunden seit fast 15 Jahren / Foto: NELSON ALMEIDA - AFP/Archiv

Die Zahl der Waldbrände im brasilianischen Amazonas-Gebiet hat in dieser Woche nach offiziellen Daten den höchsten Stand seit fast 15 Jahren erreicht. Wie die brasilianische Weltraumbehörde Inpe am Donnerstag unter Berufung auf Satellitenbilder mitteilte, wurden am vergangenen Montag 3358 Brände in der Regenwaldregion gezählt. Das ist die höchste Zahl an Waldbränden im Amazonas-Gebiet innerhalb von 24 Stunden seit dem September 2007.

Textgröße ändern:

Es gebe keinen Hinweis darauf, dass die Brände am Montag koordiniert wurden, erklärte der Leiter des Inpe-Brandüberwachungsprogramms, Alberto Setzer. Die Feuer fügten sich ein in ein Muster aus zunehmender Abholzung und Brandrodung.

Fachleuten zufolge werden die meisten Brände im für das Weltklima entscheidenden Amazonas-Gebiet von Landwirten und Spekulanten illegal gelegt. Enorm zugenommen hat dieses Vorgehen seit der Amtsübernahme von Brasiliens rechtsextremen Staatschef Jair Bolsonaro.

Umwelt- und Klimaschützer machen dafür seine wirtschaftsfreundliche Politik verantwortlich und werfen ihm vor, illegale Rodungen zu begünstigen. Seit Bolsonaros Amtsantritt im Januar 2019 ist die durchschnittliche jährliche Abholzung im brasilianischen Amazonas-Gebiet um 75 Prozent im Vergleich zum vorherigen Jahrzehnt gestiegen.

Im Oktober wählen die Brasilianerinnen und Brasilianer einen neuen Präsidenten. Da Bolsonaro zur Wiederwahl antritt, könnte sich die Zerstörung noch beschleunigen, sagte die Leiterin des Amazonas-Umweltforschungsinstituts Ipam, Ane Alencar. "Wir wissen aus früheren Jahren, dass es einen Zusammenhang zwischen Wahlen und Abholzung gibt." Beamte und Strafverfolgungsbehörden seien durch den Wahlkampf abgelenkt, warnte Alencar.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Abholzung im Amazonas auf niedrigstem Stand seit einem Jahrzehnt

Die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet ist auf den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt gesunken. In der Periode von August 2025 bis Juli 2026 seien 2874 Quadratkilometer Wald zerstört worden, teilten die Behörden am Freitag unter Berufung auf Satellitendaten mit. Dies seien 37 Prozent weniger als in den zwölf Monaten davor - und der niedrigste Stand seit der genauen Erfassung der Abholzung im Jahr 2016.

42,2 Grad: Allzeit-Hitzerekord in der Slowakei nach nur einem Tag gebrochen

In der Slowakei ist zum zweiten Mal binnen zwei Tagen ein neuer Allzeit-Hitzerekord aufgestellt worden. In der unweit der Grenze zu Ungarn gelegenen südslowakischen Ortschaft Dolne Plachtince stieg das Thermometer am Donnerstag auf 42,2 Grad, wie der nationale Wetterdienst erklärte. Das war die höchste Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen in dem Land.

RWE gibt Offshore-Windparkprojekte in den USA auf

Der deutsche Energiekonzern RWE gibt seine Pläne für Offshore-Windkraftprojekte in den USA auf. Das Unternehmen habe einen Vergleich mit dem US-Innenministerium geschlossen, "um Ansprüche gegen die US-Regierung beizulegen und ihre Offshore-Wind-Pachten vor den Küsten von New York, Kalifornien und Louisiana zurückzugeben", erklärte der Konzern mit Sitz in Essen am Donnerstag. Für diese Projekte sei "in den USA auf absehbare Zeit keine Genehmigungsfähigkeit gegeben".

Kritik von Naturschützern: Kreuzfahrtbranche weiter auf "fossilem Kurs"

Kreuzfahrten sind bei vielen Bundesbürgern beliebt - doch mit Blick auf die Umweltfolgen bleibt die Branche nach Angaben des Naturschutzbunds Nabu weiter deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Zwar investierten die Unternehmen zunehmend in Landstromanschlüsse, die die Schiffe während der Liegezeit im Hafen mit Strom versorgen, anstatt die Motoren laufen lassen zu müssen. Dennoch bleibe die Kreuzfahrtbranche "auf fossilem Kurs", kritisierte der Nabu am Donnerstag.

Textgröße ändern: