Pallade Veneta - Französische Journalisten unterzeichnen Charta für Klima-Berichterstattung

Französische Journalisten unterzeichnen Charta für Klima-Berichterstattung


Französische Journalisten unterzeichnen Charta für Klima-Berichterstattung
Französische Journalisten unterzeichnen Charta für Klima-Berichterstattung / Foto: SEBASTIEN BOZON - AFP/Archiv

Bilder von Eis schleckenden und badenden Kindern sollen nicht mehr zum Bebildern der durch den Klimawandel verschlimmerten Hitzewellen benutzt werden. Das ist eine der Empfehlungen, die aus einer Charta hervorgeht, die mehr als 500 Journalisten in Frankreich unterzeichnet haben. In der am Mittwoch veröffentlichten Erklärung verpflichten sie sich, Klimawandel nicht als einzelnes Thema zu behandeln, sondern dessen Auswirkungen in der gesamten Berichterstattung zu berücksichtigen.

Textgröße ändern:

Selbst in diesem Sommer, der von Trockenheit und Waldbrände geprägt war, sei der Zusammenhang mit dem Klimawandel "nur selten" erwähnt worden, sagte Loup Espargilière, einer der Autoren der Charta. Etwa 30 Redaktionen und mehrere Journalistenschulen bekennen sich ebenfalls zu der Charta, unter ihnen auch RFI und France 24.

Nicht nur der Klimawandel, sondern auch die Strategien im Kampf gegen dessen Auswirkungen sollen genauer in den Blick genommen und hinterfragt werden. Journalisten sind aufgerufen, sich zu dem Thema ständig weiterzubilden und die wissenschaftlichen Erkenntnisse auf verständliche Weise zu vermitteln.

Die beteiligten Redaktionen wollen darauf achten, ihren CO2-Ausstoß zu vermindern, ohne dabei die Recherche vor Ort zu vernachlässigen. Das bedeutet etwa, umweltfreundliche Verkehrsmittel zu nutzen und auf Journalisten vor Ort zu setzen. Auf Werbung für klimaschädliche Produkte soll möglichst verzichtet werden.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Abholzung im Amazonas auf niedrigstem Stand seit einem Jahrzehnt

Die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet ist auf den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt gesunken. In der Periode von August 2025 bis Juli 2026 seien 2874 Quadratkilometer Wald zerstört worden, teilten die Behörden am Freitag unter Berufung auf Satellitendaten mit. Dies seien 37 Prozent weniger als in den zwölf Monaten davor - und der niedrigste Stand seit der genauen Erfassung der Abholzung im Jahr 2016.

42,2 Grad: Allzeit-Hitzerekord in der Slowakei nach nur einem Tag gebrochen

In der Slowakei ist zum zweiten Mal binnen zwei Tagen ein neuer Allzeit-Hitzerekord aufgestellt worden. In der unweit der Grenze zu Ungarn gelegenen südslowakischen Ortschaft Dolne Plachtince stieg das Thermometer am Donnerstag auf 42,2 Grad, wie der nationale Wetterdienst erklärte. Das war die höchste Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen in dem Land.

RWE gibt Offshore-Windparkprojekte in den USA auf

Der deutsche Energiekonzern RWE gibt seine Pläne für Offshore-Windkraftprojekte in den USA auf. Das Unternehmen habe einen Vergleich mit dem US-Innenministerium geschlossen, "um Ansprüche gegen die US-Regierung beizulegen und ihre Offshore-Wind-Pachten vor den Küsten von New York, Kalifornien und Louisiana zurückzugeben", erklärte der Konzern mit Sitz in Essen am Donnerstag. Für diese Projekte sei "in den USA auf absehbare Zeit keine Genehmigungsfähigkeit gegeben".

Kritik von Naturschützern: Kreuzfahrtbranche weiter auf "fossilem Kurs"

Kreuzfahrten sind bei vielen Bundesbürgern beliebt - doch mit Blick auf die Umweltfolgen bleibt die Branche nach Angaben des Naturschutzbunds Nabu weiter deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Zwar investierten die Unternehmen zunehmend in Landstromanschlüsse, die die Schiffe während der Liegezeit im Hafen mit Strom versorgen, anstatt die Motoren laufen lassen zu müssen. Dennoch bleibe die Kreuzfahrtbranche "auf fossilem Kurs", kritisierte der Nabu am Donnerstag.

Textgröße ändern: