Pallade Veneta - Habeck: Ergebnis von Klimakonferenz "kann uns nicht wirklich zufrieden machen"

Habeck: Ergebnis von Klimakonferenz "kann uns nicht wirklich zufrieden machen"


Habeck: Ergebnis von Klimakonferenz "kann uns nicht wirklich zufrieden machen"
Habeck: Ergebnis von Klimakonferenz "kann uns nicht wirklich zufrieden machen" / Foto: MICHELE TANTUSSI - AFP

Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) hat sich enttäuscht über die Vereinbarungen der UN-Konferenz in Ägypten gezeigt. "Eine schwierige Klimakonferenz ist zu Ende gegangen, mit einem Ergebnis, das uns nicht wirklich zufrieden machen kann", sagte Habeck am Sonntag den Funke-Zeitungen. Er lobte die "konsequente Haltung" der Europäischen Union (EU) und die "umsichtige deutsche Verhandlungsführung". Dadurch sei ein Rückfall hinter die Vereinbarungen von Paris und Glasgow verhindert worden.

Textgröße ändern:

Der Auftrag aus dem Pariser Klimaabkommen gelte jetzt umso mehr, betonte der Grünen-Politiker. Es gehe darum, "in konkreten Projekten beharrlich daran zu arbeiten, die Erderhitzung tatsächlich zu dämpfen". Im Vordergrund stehe nun, "die gemeinsame Abkehr von Kohle, Öl und Gas voranzutreiben - durch eine nachhaltige, sozial gerechte, globale Energiewende und die Dekarbonisierung der Industrie". Nur so werde es gelingen, auf den 1,5-Grad-Pfad zu kommen.

Grünen-Chefin Ricarda Lang bewertete das Ergebnis als "insgesamt ernüchternd". "Trotz eines starken Einsatzes der EU und der deutschen Regierung gab es keine Einigung zum Ausstieg aus allen fossilen Energien und zu klaren Reduktionszielen", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Diese wären bitter nötig gewesen – als Weltgemeinschaft werden wir der Realität so schlicht nicht gerecht." Das sei ein "herber Rückschlag für den 1,5-Grad-Pfad."

Deshalb sei es jetzt umso wichtiger, dass Deutschland diese Themen weiterhin glaubwürdig und zügiger angehe. Lang forderte eine Vorbild-Funktion der Bundesrepublik: "Wenn wir beweisen, dass der Ausstieg aus fossilen Energien und die Einhaltung der Klimaziele hierzulande möglich sind, können wir zukünftig auch international noch überzeugender auftreten."

D.Bruno--PV

Empfohlen

Abholzung im Amazonas auf niedrigstem Stand seit einem Jahrzehnt

Die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet ist auf den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt gesunken. In der Periode von August 2025 bis Juli 2026 seien 2874 Quadratkilometer Wald zerstört worden, teilten die Behörden am Freitag unter Berufung auf Satellitendaten mit. Dies seien 37 Prozent weniger als in den zwölf Monaten davor - und der niedrigste Stand seit der genauen Erfassung der Abholzung im Jahr 2016.

42,2 Grad: Allzeit-Hitzerekord in der Slowakei nach nur einem Tag gebrochen

In der Slowakei ist zum zweiten Mal binnen zwei Tagen ein neuer Allzeit-Hitzerekord aufgestellt worden. In der unweit der Grenze zu Ungarn gelegenen südslowakischen Ortschaft Dolne Plachtince stieg das Thermometer am Donnerstag auf 42,2 Grad, wie der nationale Wetterdienst erklärte. Das war die höchste Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen in dem Land.

RWE gibt Offshore-Windparkprojekte in den USA auf

Der deutsche Energiekonzern RWE gibt seine Pläne für Offshore-Windkraftprojekte in den USA auf. Das Unternehmen habe einen Vergleich mit dem US-Innenministerium geschlossen, "um Ansprüche gegen die US-Regierung beizulegen und ihre Offshore-Wind-Pachten vor den Küsten von New York, Kalifornien und Louisiana zurückzugeben", erklärte der Konzern mit Sitz in Essen am Donnerstag. Für diese Projekte sei "in den USA auf absehbare Zeit keine Genehmigungsfähigkeit gegeben".

Kritik von Naturschützern: Kreuzfahrtbranche weiter auf "fossilem Kurs"

Kreuzfahrten sind bei vielen Bundesbürgern beliebt - doch mit Blick auf die Umweltfolgen bleibt die Branche nach Angaben des Naturschutzbunds Nabu weiter deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Zwar investierten die Unternehmen zunehmend in Landstromanschlüsse, die die Schiffe während der Liegezeit im Hafen mit Strom versorgen, anstatt die Motoren laufen lassen zu müssen. Dennoch bleibe die Kreuzfahrtbranche "auf fossilem Kurs", kritisierte der Nabu am Donnerstag.

Textgröße ändern: