Pallade Veneta - Frankreichs Ex-Premier Fillon zieht sich aus russischen Aufsichtsräten zurück

Frankreichs Ex-Premier Fillon zieht sich aus russischen Aufsichtsräten zurück


Frankreichs Ex-Premier Fillon zieht sich aus russischen Aufsichtsräten zurück
Frankreichs Ex-Premier Fillon zieht sich aus russischen Aufsichtsräten zurück

Der ehemalige französische Premierminister François Fillon hat als Reaktion auf die russische Invasion in der Ukraine seinen Rückzug aus den Aufsichtsräten zweier russischer Konzerne angekündigt. "Ich kann meine Tätigkeit in den Aufsichtsräten der russischen Unternehmen Sarubeschneft und Sibur nicht fortsetzen", schreibt Fillon in einem Beitrag, der am Sonntag in der Zeitung "Journal du Dimanche" veröffentlicht werden soll.

Textgröße ändern:

In einem vorab veröffentlichten Auszug aus dem Beitrag prangert Fillon ein "kollektives Versagen" an, das dazu geführt habe, "dass heute der Krieg ins Herz Europas zurückgekehrt ist". Jedoch sei Russlands Staatschef Wladimir Putin der Einzige, der Schuld daran trage, "einen Konflikt begonnen zu haben, der vermeidbar gewesen wäre".

Am Donnerstag hatte Fillon für massive Empörung gesorgt, als er inmitten des russischen Einmarsches in die Ukraine Kritik an der angeblichen "Weigerung des Westens" übte, den "Bedenken" Russlands im Zusammenhang mit der Nato-Erweiterung seit 1999 Gehör zu schenken.

Fillon war im Dezember in den Aufsichtsrat des russischen Petrochemie-Konzerns Sibur eingetreten. Das Unternehmen wird von einem der reichsten Männer Russlands, Leonid Michelson, und dem Putin-Vertrauten Gennadi Timtschenko kontrolliert. Bereits im Juni 2021 war Fillon Aufsichtsratsmitglied des staatlichen russischen Erdölunternehmens Sarubeschneft geworden.

Fillon war während der Präsidentschaft von Nicolas Sarkozy von 2007 bis 2012 französischer Premierminister. 2017 bewarb er sich selbst um das höchste Staatsamt.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Mehr Unabhängigkeit von China: USA, EU und Japan verkünden Rohstoffpartnerschaft

Die USA, die Europäische Union und Japan wollen bei Seltenen Erden und anderen wichtigen Rohstoffen unabhängiger von China werden. Sie kündigten am Mittwoch nach einem Ministertreffen in Washington eine Rohstoff-Partnerschaft an. Die USA, die EU und Japan wollten "bedeutende Schritte zur Steigerung ihrer wirtschaftlichen und nationalen Sicherheit gehen, indem sie gemeinsam die Widerstandsfähigkeit in Lieferketten für wichtige Mineralien stärken", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.

"Washington Post" entlässt zahlreiche Journalisten

Kahlschlag bei der "Washington Post": Die seit Jahren kriselnde Tageszeitung aus der US-Hauptstadt hat am Mittwoch den Abbau zahlreicher Journalisten-Stellen angekündigt. US-Medien zufolge muss rund ein Drittel der Belegschaft gehen. Gewerkschafter fürchten um die Glaubwürdigkeit der Zeitung, die "Amazon"-Gründer Jeff Bezos 2013 übernommen hatte.

Integrationskurse für Migranten auf Eis gelegt - Kritik auch aus Bundesregierung

Bestimmte Migranten in Deutschland können derzeit nur sehr eingeschränkt Integrationskurse belegen, weil Anträge auf Zulassung wegen einer Prüfung auf Eis liegen. Es finden zwar weiterhin Integrationskurse statt, wie das Bundesinnenministerium am Mittwoch auf AFP-Anfrage mitteilte. Der teilweise Zulassungsstopp durch das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) stieß bei der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung und bei Kursträgern jedoch auf scharfe Kritik.

EU-Parlament setzt Umsetzung von US-Zolldeal aus dem vergangenen Jahr fort

Nach dem Grönland-Streit mit US-Präsident Donald Trump hat das Europaparlament die Arbeit an der Umsetzung einer Zollvereinbarung aus dem vergangenen Jahr wieder aufgenommen. Der Handelsausschuss des Parlaments könnte Ende Februar darüber abstimmen, die Zölle auf US-Industrieprodukte wie vereinbart abzuschaffen, teilte der Ausschussvorsitzende Bernd Lange (SPD) am Mittwoch mit. Die Abgeordneten setzen sich für eine Notbremse ein, falls Trump mit neuen Zöllen droht.

Textgröße ändern: