Pallade Veneta - IEA-Chef erwartet baldigen Höhepunkt der Nachfrage nach fossiler Energie

IEA-Chef erwartet baldigen Höhepunkt der Nachfrage nach fossiler Energie


IEA-Chef erwartet baldigen Höhepunkt der Nachfrage nach fossiler Energie
IEA-Chef erwartet baldigen Höhepunkt der Nachfrage nach fossiler Energie / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, rechnet damit, dass noch in diesem Jahrzehnt der Höhepunkt der Nachfrage nach fossilen Energien erreicht wird. Das wäre das erste Mal, dass ein solcher Wendepunkt bevorsteht, schrieb Birol in einem Beitrag für die "Financial Times" vom Dienstag über die weltweite Nachfrage nach Öl, Gas und Kohle. "Die Welt steht an der Schwelle zu einem historischen Wendepunkt."

Textgröße ändern:

Das werde auch Folgen für den Kampf gegen den Klimawandel haben, da es mit dem Höhepunkt der Treibhausgasemissionen zusammenhänge, fuhr Birol fort. Einen Höhepunkt - und anschließend eine zwangsläufig sinkende Nachfrage - sagte die IEA dabei für alle drei Energien noch in diesem Jahrzehnt voraus. Das liege am "spektakulären Wachstum" grüner Technologien, der Entwicklung der Elektromobilität und an strukturellen Änderungen der chinesischen Wirtschaft.

Für Öl hatte die IEA bereits in ihrem Bericht im Juni mit einer sinkenden Nachfrage noch vor dem Ende des Jahrzehnts gerechnet - was vor allem mit der Elektromobilität zu tun hat. Nun trifft sie diese Aussage auch für Gas und Kohle. Bei Gas liegt dies an der zunehmenden Nachfrage nach Wärmepumpen und erneuerbarer Energie vor allem in den Industrieländern und der Abkehr von russischen Lieferungen. Bei der Kohle liegt die Entwicklung an einer zurückgehenden Nachfrage des größten Konsumenten China.

Die neuen Einschätzungen basieren auf neuen Projektionen des Jahresberichts für 2023 der IEA, der im kommenden Monat vorgestellt wird.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Vier Tote durch Sturm "Isaias" in den USA - Freigabe strategischer Ölreserven

Die Zahl der Todesopfer durch den Sturm "Isaias" im Süden der USA ist auf vier gestiegen. Wie die Behörden der Bundesstaaten Florida und Alabama am Samstag (Ortszeit) mitteilten, starben zwei der Opfer durch auf Häuser gestürzte Bäume. Fast 600.000 Haushalte und Geschäfte im Süden der USA waren infolge des Sturms ohne Strom, wie die Website poweroutage.com auflistete.

Sánchez wirbt um "große progressive Mehrheit" für neue Wohnungspolitik in Spanien

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat bei seinem ersten Wahlkampfauftritt um eine breite Mehrheit im Parlament für eine neue Wohnungspolitik geworben. Mit einer "großen progressiven Mehrheit" könne das Parlament das von seiner linksgerichteten Regierung geplante Maßnahmenpaket gegen die Wohnungskrise umsetzen, sagte Sánchez am Samstag bei einem Auftritt in Dos Hermanas in der Nähe von Sevilla in Andalusien. Es gehe darum, "Kleinvermieter und Mieter vor der Immobilienspekulation zu schützen".

EU-Haushalt: Irland sieht Sparpotenzial von acht Prozent - Kritik von Merz

Einsparungen in dreistelliger Milliardenhöhe: Diesen Haushaltsvorschlag hat die irische EU-Ratspräsidentschaft am Samstag vorgelegt. Im Vergleich zum Haushaltsentwurf der EU-Kommission mit einem Gesamtvolumen von knapp zwei Billionen Euro für die Jahre 2028 bis 2034 sieht die Regierung in Dublin Sparpotenzial in Höhe von rund 140 Milliarden Euro oder acht Prozent. Während Deutschland und Schweden die Einsparungen als zu niedrig kritisierten, sehen andere Länder sie als zu weitgehend an.

Journalistenverband verurteilt AfD-Drohung gegen ZDF-Reporter Köster

Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Drohungen des AfD-Politikers Ulrich Siegmund gegen den ZDF-Reporter Fabian Köster im Landtag von Sachsen-Anhalt verurteilt. "Erst kritische Journalisten unter Druck setzen, dann Sender abwickeln wollen: Das ist kein Medienkonzept, das ist pure Einschüchterung", erklärte der DJV- Bundesvorsitzende Mika Beuster. Wer kritische Berichterstattung mit der beruflichen Existenz verknüpfe, überschreite eine rote Linie.

Textgröße ändern: