Pallade Veneta - Verkehrsbranche verlangt sofortige Einigung für Finanzierung von 49-Euro-Ticket

Verkehrsbranche verlangt sofortige Einigung für Finanzierung von 49-Euro-Ticket


Verkehrsbranche verlangt sofortige Einigung für Finanzierung von 49-Euro-Ticket
Verkehrsbranche verlangt sofortige Einigung für Finanzierung von 49-Euro-Ticket / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Mit scharfen Worten hat der Nahverkehrsverband VDV Bund und Länder zu einer Einigung bei der künftigen Finanzierung des Deutschlandtickets gedrängt. Die öffentliche Debatte über die Finanzierung des Tickets sei "nicht zumutbar" und "aus unternehmerischer Sicht hochgradig unklug", erklärte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) am Dienstag. "Bund und Länder müssen bis Ende September nicht nur gegenteilige Positionen diskutieren, sondern eine Lösung für die Kostenübernahme präsentieren."

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Die Finanzierung des 49-Euro-Tickets beherrscht seit Wochen die Debatte über die Zukunft des Abos. Bislang teilen sich Bund und Länder die Kosten für das Deutschlandticket bis 2025 zu je 1,5 Milliarden Euro jährlich. Laut VDV sind im kommenden Jahr voraussichtlich jedoch mehr als vier Milliarden Euro notwendig.

Die jeweils hälftige Übernahme von Mehrkosten für das Ticket ist jedoch lediglich bis Ende dieses Jahres gesichert. Die Länder forderten zuletzt Finanzzusagen vom Bund, dieser wiederum verwies auf nötige Einsparungen in den Ländern. Diese Debatte gefährde nun "massiv die wirtschaftliche Situation der Verkehrsunternehmen und damit die weiteren Entwicklungen des Tickets", erklärte der VDV.

"Wir brauchen eigentlich bis zum 01. Oktober eine klare Zusage von Bund und Ländern, wie die gesamten Kosten der Branche im Zuge des Deutschland-Tickets auch im kommenden Jahr finanziert werden sollen", führte Verbandschef Oliver Wolff aus. Andernfalls könnten Verkehrsverbünde und Unternehmen keine verlässliche Planung für 2024 vorlegen. Das Ticket sei "kein politisches Spielzeug", sondern ein Tarifprodukt, von dem auch die Fahrgäste Verlässlichkeit erwarteten.

Es sei "selbstverständlich", dass ein "von der Politik bestelltes Ticket vollständig bezahlt werden muss", fuhr der VDV fort. Der Streit darüber beschädige das Ansehen des Deutschlandtickets und fördere auch nicht die notwendigen Verkäufe des Abos.

Das Deutschlandticket gilt seit Mai und berechtigt für 49 Euro im Monat bundesweit zu Fahrten im Nah- und Regionalverkehr. Mehr als elf Millionen Menschen haben das nur als Abo erhältliche Ticket erworben.

B.Cretella--PV

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