Pallade Veneta - OECD hebt globale Wachstumsprognose - Aussichten für Deutschland aber schlechter

OECD hebt globale Wachstumsprognose - Aussichten für Deutschland aber schlechter


OECD hebt globale Wachstumsprognose - Aussichten für Deutschland aber schlechter
OECD hebt globale Wachstumsprognose - Aussichten für Deutschland aber schlechter / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre Wachstumsprognose für die G20-Staaten sowie die gesamte Weltwirtschaft für dieses Jahr nach oben korrigiert. Die Wirtschaft sei wegen gesunkener Energiepreise und der Wiederöffnung Chinas nach der Corona-Pandemie unerwartet gut in das Jahr gestartet, erklärte die Organisation am Dienstag. Allerdings wirke sich die verschärfte Geldpolitik wichtiger Zentralbanken mittelfristig negativ aus, für das kommende Jahr senkte die OECD daher die bisherige Prognose.

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Für die Weltwirtschaft sind demnach in diesem Jahr 3,0 Prozent Wachstum zu erwarten - 0,3 Prozentpunkte mehr als noch in der Juni-Bewertung der OECD-Experten. Für das kommende Jahr gehen sie nun von 2,7 Prozent Wachstum aus, 0,2 Prozentpunkt weniger als zuvor. Neben der hohen Leitzinsen habe sich vor allem der Aufschwung in China deutlich abgeflacht, was die Weltwirtschaft mittelfristig beeinträchtige.

Für Deutschland verschlechtern sich bereits in diesem Jahr die Aussichten. Ging die OECD im Juni noch von einer Stagnation der deutschen Wirtschaft aus, erwartet sie nun einen Abschwung um 0,2 Prozent. Für die gesamte Eurozone korrigierte die Organisation ihre Prognose für dieses Jahr um 0,3 Prozentpunkte auf nun 0,6 Prozent Wachstum nach unten. Neben Deutschland verschlechterten sich demnach besonders für Italien die bisherigen Erwartungen.

Ebenfalls um 0,3 Prozentpunkte nach unten korrigierte die OECD die Erwartungen für China. Merkliche Verbesserungen der Prognose für das laufende Jahr nahm sie hingegen bei Ländern wie Mexiko, der Türkei, Brasilien, den USA und auch Russland vor. Im kommenden Jahr prognostizieren die Experten für Deutschland magere 0,9 Prozent Wachstum - 0,4 Prozentpunkte weniger als noch im Juni.

Bei der Inflation gehen die Experten davon aus, dass sie sich "2023 und 2024 allmählich abschwächen wird, aber in den meisten Volkswirtschaften über den Zielen der Zentralbanken bleibt". Die US-Notenbank Fed, die Europäische Zentralbank und weitere Notenbanken haben die Zinsen deshalb auf Rekordniveau gehoben. "Selbst wenn die Leitzinsen nicht weiter angehoben werden, werden die Auswirkungen früherer Anhebungen noch einige Zeit lang in den Volkswirtschaften zu spüren sein", erklärte die OECD.

J.Lubrano--PV

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