Pallade Veneta - Übernahme des Toshiba-Konzerns in trockenen Tüchern

Übernahme des Toshiba-Konzerns in trockenen Tüchern


Übernahme des Toshiba-Konzerns in trockenen Tüchern
Übernahme des Toshiba-Konzerns in trockenen Tüchern / Foto: Kazuhiro NOGI - AFP

Die Übernahme des seit Jahren strauchelnden japanischen Industriekonzerns Toshiba durch eine heimische Unternehmensgruppe ist perfekt. Die bisherigen Aktionäre nahmen das umgerechnet 12,6 Milliarden Euro schwere Angebot der Investmentfonds Japan Industrial Partners (JIP) mehrheitlich an, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Die so erworbenen 78,65 Prozent des Unternehmens reichten aus, um die verbleibenden Aktionäre zwangsweise auszuschließen (Squeeze-Out) und Toshiba nach über 70 Jahren von der Börse zu nehmen.

Textgröße ändern:

Zunächst hatte die Konzernführung eine Übernahme lange ausgeschlossen, sich im April des vergangenen Jahres jedoch dem Druck zahlreicher Aktionäre gebeugt. In diesem Frühjahr teilte Toshiba mit, ein Angebot von JIP und dessen rund 20 Partnern erhalten zu haben.

Toshiba ist ein Symbol für den technologischen Aufstieg Japans. Der Konzern fertigt eine große Palette an Produkten, von Reiskochern über medizinische Geräte bis hin zu Atomkraftwerken. 2015 erschütterte ein Bilanzfälschungsskandal das Unternehmen und leitete Jahre der Krise ein.

Mit dem Einstieg der Investorengruppe werde das Unternehmen nun "einen Schritt in Richtung einer neuen Zukunft gehen", erklärte Toshiba-CEO Taro Shimada am Donnerstag. Wann genau der Konzern nicht mehr an der Börse notiert sein wird, blieb aber zunächst unklar.

L.Bufalini--PV

Empfohlen

CDU-Spitze berät über Reformen und Umgang mit AfD

Die CDU-Spitze berät ab Sonntag in einer zweitägigen Klausurtagung unter anderem über das weitere Vorgehen bei den geplanten Sozialreformen. Zum Auftakt der Präsidiumsklausur im Berliner Konrad-Adenauer-Haus wird Generalsekretärin Franziska Hoppermann am Mittag (12.45 Uhr) ein Presse-Statement abgeben. Es wird erwartet, dass die Regierungspartei sich auch mit den jüngsten Wahlniederlagen auseinandersetzt.

Vier Tote durch Sturm "Isaias" in den USA - Freigabe strategischer Ölreserven

Die Zahl der Todesopfer durch den Sturm "Isaias" im Süden der USA ist auf vier gestiegen. Wie die Behörden der Bundesstaaten Florida und Alabama am Samstag (Ortszeit) mitteilten, starben zwei der Opfer durch auf Häuser gestürzte Bäume. Fast 600.000 Haushalte und Geschäfte im Süden der USA waren infolge des Sturms ohne Strom, wie die Website poweroutage.com auflistete.

Sánchez wirbt um "große progressive Mehrheit" für neue Wohnungspolitik in Spanien

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat bei seinem ersten Wahlkampfauftritt um eine breite Mehrheit im Parlament für eine neue Wohnungspolitik geworben. Mit einer "großen progressiven Mehrheit" könne das Parlament das von seiner linksgerichteten Regierung geplante Maßnahmenpaket gegen die Wohnungskrise umsetzen, sagte Sánchez am Samstag bei einem Auftritt in Dos Hermanas in der Nähe von Sevilla in Andalusien. Es gehe darum, "Kleinvermieter und Mieter vor der Immobilienspekulation zu schützen".

EU-Haushalt: Irland sieht Sparpotenzial von acht Prozent - Kritik von Merz

Einsparungen in dreistelliger Milliardenhöhe: Diesen Haushaltsvorschlag hat die irische EU-Ratspräsidentschaft am Samstag vorgelegt. Im Vergleich zum Haushaltsentwurf der EU-Kommission mit einem Gesamtvolumen von knapp zwei Billionen Euro für die Jahre 2028 bis 2034 sieht die Regierung in Dublin Sparpotenzial in Höhe von rund 140 Milliarden Euro oder acht Prozent. Während Deutschland und Schweden die Einsparungen als zu niedrig kritisierten, sehen andere Länder sie als zu weitgehend an.

Textgröße ändern: