Pallade Veneta - Großbritannien genehmigt Erschließung von weiterem Öl- und Gasfeld in der Nordsee

Großbritannien genehmigt Erschließung von weiterem Öl- und Gasfeld in der Nordsee


Großbritannien genehmigt Erschließung von weiterem Öl- und Gasfeld in der Nordsee
Großbritannien genehmigt Erschließung von weiterem Öl- und Gasfeld in der Nordsee / Foto: HENRY NICHOLLS - POOL/AFP/Archiv

Großbritannien hat die Erschließung eines weiteren Öl- und Gasfeldes in der Nordsee genehmigt. Die Regulierungsbehörde North Sea Transition Authority teilte am Mittwoch mit, sie habe einem norwegisch-israelischen Joint Venture die Erschließungs- und Produktionsgenehmigung für das Rosebank-Feld nordwestlich der schottischen Shetlandinseln erteilt. Die Regierung in London hatte erst vergangene Woche die britischen Klimaziele aufgeweicht.

Textgröße ändern:

Der norwegische Equinor-Konzern und Ithaca Energy, Tochterunternehmen des israelischen Konzerns Delek, kündigten Investitionen in Höhe von 3,8 Milliarden Dollar (3,6 Milliarden Euro) an. Equinor hält demnach 80 Prozent der Anteile an dem Projekt, Ithaca den Rest.

Die britische Regierung hatte im Sommer angekündigt, die Erschließung und Ausbeutung weiterer Öl- und Gasvorkommen zu ermöglichen. Sie verwies auf Russlands Angriff auf die Ukraine und die gestiegenen Energiepreise. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, müsse die Produktion fossiler Brennstoffe erhöht werden, auch wenn dies die Klimaziele des Landes gefährdet.

Vergangene Woche kündigte Premierminister Rishi Sunak zudem an, das beschlossene Verkaufsverbot für Neuwagen mit Verbrennermotor von 2030 auf 2035 zu verschieben. Außerdem werden demnach die Energieeffizienzziele für Miethäuser gelockert und Vorgaben für den Austausch alter Heizungen zurückgenommen.

Großbritannien hat sich verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu werden. Dieses Ziel stellen die Schritte der Regierung nun in Frage. Von Oppositionspolitikern und Umweltschützern kam scharfe Kritik. "Das ist moralisch obszön", erklärte Caroline Lucas, Abgeordnete der Grünen Partei. "Wir wissen, dass die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen schrecklich für unsere Energiesicherheit, die Lebenshaltungskosten und das Klima ist", erklärte Philip Evans von Greenpeace.

M.Romero--PV

Empfohlen

Deutsche-Bank-Chef: Reformen der Bundesregierung nicht ausreichend und zu langsam

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat die bisherigen Reformen der Bundesregierung als nicht ausreichend und zu langsam kritisiert. Aus seiner Sicht habe die schwarz-rote Koalition "schon erkannt hat, was zu tun ist", sagte Sewing der "Bild am Sonntag". Allerdings glaube er, dass sie "in der Umsetzungsgeschwindigkeit und auch in der Konsequenz" besser werden müsse. "Und wir dürfen uns auch nicht immer auf Kompromisse einlassen", mahnte der Vorstandschef von Deutschlands größtem Kreditinstitut.

CDU-Spitze berät über Reformen und Umgang mit AfD

Die CDU-Spitze berät ab Sonntag in einer zweitägigen Klausurtagung unter anderem über das weitere Vorgehen bei den geplanten Sozialreformen. Zum Auftakt der Präsidiumsklausur im Berliner Konrad-Adenauer-Haus wird Generalsekretärin Franziska Hoppermann am Mittag (12.45 Uhr) ein Presse-Statement abgeben. Es wird erwartet, dass die Regierungspartei sich auch mit den jüngsten Wahlniederlagen auseinandersetzt.

Vier Tote durch Sturm "Isaias" in den USA - Freigabe strategischer Ölreserven

Die Zahl der Todesopfer durch den Sturm "Isaias" im Süden der USA ist auf vier gestiegen. Wie die Behörden der Bundesstaaten Florida und Alabama am Samstag (Ortszeit) mitteilten, starben zwei der Opfer durch auf Häuser gestürzte Bäume. Fast 600.000 Haushalte und Geschäfte im Süden der USA waren infolge des Sturms ohne Strom, wie die Website poweroutage.com auflistete.

Sánchez wirbt um "große progressive Mehrheit" für neue Wohnungspolitik in Spanien

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat bei seinem ersten Wahlkampfauftritt um eine breite Mehrheit im Parlament für eine neue Wohnungspolitik geworben. Mit einer "großen progressiven Mehrheit" könne das Parlament das von seiner linksgerichteten Regierung geplante Maßnahmenpaket gegen die Wohnungskrise umsetzen, sagte Sánchez am Samstag bei einem Auftritt in Dos Hermanas in der Nähe von Sevilla in Andalusien. Es gehe darum, "Kleinvermieter und Mieter vor der Immobilienspekulation zu schützen".

Textgröße ändern: