Pallade Veneta - Britische Opposition will Bahn wieder verstaatlichen

Britische Opposition will Bahn wieder verstaatlichen


Britische Opposition will Bahn wieder verstaatlichen
Britische Opposition will Bahn wieder verstaatlichen / Foto: Ben Stansall - AFP

Die oppositionelle Labour-Partei in Großbritannien hat angekündigt, das Bahn-Netzwerk des Landes wieder zu verstaatlichen, sollte sie die Regierung übernehmen. "Wir werden die Great British Railways gründen", sagte die verkehrspolitische Sprecherin der Labour-Partei, Louise Haigh, am Donnerstag. Es brauche eine zentrale Stelle, "die unsere Eisenbahnen im Interesse der Passagiere kontrolliert".

Textgröße ändern:

Die britische Bahn war in den 90er Jahren von der damaligen konservativen Regierung unter Premier John Major privatisiert worden. Der Betrieb vieler Streckenabschnitte wurde in der Folge von Privatunternehmen übernommen, von denen viele allerdings wegen schlechter Leistung und hoher Betriebskosten in Schwierigkeiten gerieten. In den vergangenen Jahren kamen einige Strecken daher wieder unter staatliche Kontrolle.

In den vergangenen Jahren war der Sektor außerdem von zahlreichen Streiks betroffen, Züge fallen regelmäßig aus. Die Preise für Fahrkarten gelten zudem als hoch. Die derzeitige konservative Regierung verteidigt die Privatisierung und hat vorgeschlagen, eine neue öffentliche Körperschaft zu gründen, die für die Auftragsvergabe an die Bahnunternehmen zuständig sein soll.

Die Ankündigung der Labour-Partei ist eines ihrer aktuell sehr wenigen konkreten Wahlversprechen. In den Umfragen liegt Labour mit großem Abstand vor den regierenden Tories.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Alkoholverbot an Bahnhöfen: Drogenbeauftragter Streeck begrüßt neue Regelung

Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), hat das ab diesem Donnerstag geltende bundesweite Alkoholverbot an Bahnhöfen begrüßt. "Alkohol ist nicht die Ursache jeder Auseinandersetzung, aber er kann Konflikte verschärfen und Hemmschwellen senken", sagte Streeck der "Rheinischen Post". Deshalb begrüße er das bundesweite Alkoholkonsumverbot der Deutschen Bahn (DB) "ausdrücklich".

Le Pen kritisiert geplante Verabschiedung von EU-Haushalt noch vor Wahlen 2027

Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen hat den Versuch kritisiert, den nächsten mehrjährigen EU-Haushalt noch vor wichtigen Wahlen in mehreren Mitgliedstaaten 2027 zu beschließen. Die angestrebte Einigung bis Ende dieses Jahres sei ein Versuch, "künftige demokratische Entscheidungen vorwegzunehmen und zu ersticken", sagte die Rechtspopulistin am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Brüssel.

Bericht: Biontech schließt Werk in Tübingen trotz Millionen-Angebot

Das Biotechnologieunternehmen Biontech schließt sein Werk in Tübingen, obwohl nach Informationen des "Handelsblatts" ein Investorenkonsortium bis zu 20 Millionen Euro dafür geboten hatte. Die Zeitung beruft sich in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Bericht auf Dokumente zu den monatelangen Verhandlungen. Die Verhandlungen mit dem Konsortium um den Münchner Investor Peter Löw hatten demnach im Mai begonnen.

US-Medien: Streamingdienst Netflix streicht 1000 Stellen

Angesichts eines verlangsamten Wachstums will der Streamingdienst Netflix US-Medienberichten zufolge 1000 Stellen abbauen. "Unsere Mission – die Welt zu unterhalten – ist ehrgeizig, und um sie zu erfüllen, müssen wir sehr genau darauf achten, wie wir unsere Mitarbeiter und Ressourcen priorisieren", zitierten US-Medien am Mittwoch aus einer internen Mitteilung der Co-Chefs Ted Sarandos und Greg Peters. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP äußerte sich Netflix zunächst nicht.

Textgröße ändern: