Pallade Veneta - Neue Suche im Fall Maddie durch portugiesische und deutsche Ermittler vorerst beendet

Neue Suche im Fall Maddie durch portugiesische und deutsche Ermittler vorerst beendet


Neue Suche im Fall Maddie durch portugiesische und deutsche Ermittler vorerst beendet
Neue Suche im Fall Maddie durch portugiesische und deutsche Ermittler vorerst beendet / Foto: Patricia DE MELO MOREIRA - AFP

Im Fall der als Kind verschwundenen Maddie McCann haben Ermittler aus Deutschland und Portugal ihre neue Suchaktion an der südportugiesischen Algarveküste vorerst abgeschlossen, ohne dass Ergebnisse publik wurden. Die Ermittlungen seien am Donnerstag vorerst beendet worden, teilte eine Sprecherin der portugiesischen Justizpolizei der Nachrichtenagentur AFP mit.

Textgröße ändern:

Wie schon am Dienstag und Mittwoch waren die Ermittler aus beiden Ländern zuvor über einen Feldweg in eine Gegend in der Nähe des Badeorts Praia da Luz gefahren, wo das britische Mädchen während eines Urlaubs mit seiner Familie im Jahr 2007 verschwunden war, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

Zwischen Dienstagmorgen und Donnerstagnachmittag hatten die Ermittler, darunter etwa 25 Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA), ein Waldgebiet und die Umgebung mehrerer verfallener Häuser in der Nähe von Praia da Luz durchsucht.

Wie portugiesische Medien berichteten, durchkämmten sie mit Baggern, Schaufeln und Sägen verlassene Grundstücke und Brunnen in der Umgebung des Dorfes Atalaia. In der Nähe befindet sich ein Haus, in dem der tatverdächtige Deutsche Christian B. zeitweise gelebt hatte.

Die Ermittler waren demnach auch mit einem Radargerät ausgerüstet, das mögliche Spuren im Boden aufspüren kann. Sie nahmen bereits einige Proben, die nun ausgewertet werden.

Die erneute Suchaktion fand auf Antrag der Staatsanwaltschaft Braunschweig statt und sollte bis Donnerstagabend dauern. Zu seinen Erwartungen hatte der Braunschweiger Staatsanwalt Christian Wolters vorab gesagt: "Ich wäre eher zurückhaltend, welche Ergebnisse wir erwarten können".

Madeleine "Maddie" McCann war am 3. Mai 2007 kurz vor ihrem vierten Geburtstag aus der Ferienwohnung ihrer Familie in einer Ferienanlage in Praia da Luz an der Algarveküste verschwunden, während ihre Eltern in einem wenige Meter entfernten Restaurant zu Abend aßen. Trotz internationaler Fahndung und zahlreicher Aufrufe ihrer Eltern fehlt von dem britischen Mädchen bis heute jede Spur.

Zur Zeit von Maddies Verschwinden lebte Christian B. unweit von Praia da Luz an der Algarve. In der Nacht ihres Verschwindens wählte sich sein Mobiltelefon in eine Funkzelle nahe ihrer Ferienanlage ein.

B. sitzt derzeit in Deutschland eine siebenjährige Haftstrafe wegen der Vergewaltigung einer 72-jährigen US-Bürgerin im Jahr 2005 in Praia da Luz ab. Seine Haftstrafe soll voraussichtlich ab September enden. Im vergangenen Oktober war er in einem Prozess um Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe in Portugal freigesprochen worden.

Zuletzt hatte es im Fall Maddie vor zwei Jahren eine Suchaktion an einem Stausee an der Algarve gegeben, auch damals auf Betreiben der deutschen Ermittler. Sie verlief ergebnislos.

Maddies Eltern haben die Suche nach ihrer Tochter bis heute nicht aufgegeben. "Unsere Entschlossenheit, jeden Stein umzudrehen, hat nicht nachgelassen", schrieben sie am 3. Mai zum 18. Jahrestag von Maddies Verschwinden auf ihrer Website.

F.Amato--PV

Empfohlen

Gewerkschaften rufen für Donnerstag zu Streik bei Lufthansa auf

Im Streit um die betriebliche Altersvorsorge ruft die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit für Donnerstag zu einem Streik bei der Lufthansa auf. Der VC-Aufruf beziehe sich auf die Kernmarke Lufthansa und die Frachtsparte Cargo, bestätigte eine Sprecherin der Pilotengewerkschaft der Nachrichtenagentur AFP am Dienstagabend. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) rief ihrerseits im selben Zeitraum das Kabinenpersonal der Lufthansa CityLine zu einem Warnstreik auf.

Bundeskabinett befasst sich mit EU-Regeln für Künstliche Intelligenz

Das Bundeskabinett befasst sich am Mittwoch mit der EU-weiten Regulierung der Künstlichen Intelligenz (10.00 Uhr). Die Ministerrunde soll einen Gesetzentwurf aus dem Digitalisierungsministerium verabschieden, mit dem eine entsprechende EU-Verordnung in deutsches Recht umgesetzt wird. Das Regelwerk soll zum einen die Innovation im KI-Bereich stärken. Zum anderen soll es ein hohes Schutzniveau gewährleisten - etwa in Bereichen wie Gesundheit, Sicherheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Umweltschutz. Die EU-Richtlinie stammt aus dem Jahr 2024.

Grünes Licht aus Brüssel: Google darf Cyber-Sicherheitsfirma Wiz übernehmen

Google darf das Cyber-Sicherheitsunternehmen Wiz übernehmen. Die Europäische Kommission in Brüssel gab am Dienstag grünes Licht für die Übernahme zum Kaufpreis von 32 Milliarden Dollar (26,9 Milliarden Euro), die bis Jahresende vollzogen werden soll. Das Geschäft ist die bei weitem größte Einzelinvestition von Google oder seinem Mutterkonzern Alphabet jemals.

Bundesozialgericht: Immer mehr und längere KI-generierte Klagen

Bei den Sozialgerichten gehen immer mehr mit künstlicher Intelligenz (KI) generierte Klagen und Schriftsätze ein. Gleichzeitig würden diese Texte immer länger, in einem Fall über 4000 Seiten, sagte die Präsidentin des Bundessozialgerichts (BSG), Christine Fuchsloch, bei der Jahrespressekonferenz ihres Gerichts am Dienstag in Kassel. Gleichzeitig warnte sie vor einer abnehmenden Akzeptanz des Rechtsstaats.

Textgröße ändern: