Pallade Veneta - Studie: Unter Hawaiis Stränden verbirgt sich jede Menge Plastikmüll

Studie: Unter Hawaiis Stränden verbirgt sich jede Menge Plastikmüll


Studie: Unter Hawaiis Stränden verbirgt sich jede Menge Plastikmüll
Studie: Unter Hawaiis Stränden verbirgt sich jede Menge Plastikmüll / Foto: PATRICK BAZ - AFP/Archiv

Oberflächlich sehen die Strände im US-Bundesstaat Hawaii traumhaft aus - doch einer Studie zufolge verbirgt sich unter dem weißen Sand eine Menge Plastikmüll. Das französische Meeresforschungsinstitut Ifremer, die Hawaii Pacific University und die Umweltorganisation The Ocean Cleanup hatten für ihre Untersuchung in den Jahren 2022 bis 2024 die Strände an drei Stellen der Hawaii-Insel Oahu ein Meter tief nach Plastikmüll abgesucht.

Textgröße ändern:

91 Prozent des dabei gefundenen Plastikmülls befand sich unter der Strandoberfläche, heißt es in der am Freitag veröffentlichten Studie. Besonders viel Müll fand sich demnach in einer Tiefe zwischen 60 und 90 Zentimetern. Damit kamen die Studienautoren zu ähnlichen Ergebnissen wie Forscher an den Stränden der Azoren, Brasiliens und Russlands. "Was man an der Oberfläche sieht, ist nur ein kleiner Teil", erläuterte die Ifremer-Forscherin Astrid Delorme die Befunde in Hawaii.

Die Untersuchung ergab außerdem, dass 92 Prozent des Plastikmülls instabil ist - wahrscheinlich wegen der stetigen Verschiebungen des Sandes und anderer Umwelteinflüsse am Meer. Das bedeutet, dass er leicht zu besonders umweltschädlichem Mikroplastik zerfällt.

Die Studienautoren hatten die Strände in Hawaii ausgewählt, weil sie sich gegenüber eines 1,6 Millionen Quadratkilometer großen "Plastikmüll-Kontinents" im Nordpazifik befinden. Wind und Wellen häufen dort riesige Mengen von Plastikmüll an, die oft von weit entfernten Weltregionen stammen.

Delorme mahnte, die Menschheit müsse die Menge an Plastikmüll dringend reduzieren. Außerdem müsse Plastikmüll an Stränden aufgesammelt werden, bevor er sich in den Sand eingrabe, zerfalle und leicht von den dortigen Organismen aufgenommen werde.

Die Vermüllung der Meere mit Plastik ist ein wichtiges Thema bei der UN-Ozeankonferenz, die am Montag in Nizza beginnt. Dazu reisen Regierungsvertreter aus 130 Ländern sowie Aktivisten und Unternehmenschefs in die französische Mittelmeer-Stadt.

L.Bufalini--PV

Empfohlen

EU-Staaten einigen sich auf gemeinsame Börsenaufsicht - Ausnahme für Deutsche Börse

Die EU-Staaten haben sich auf die Einrichtung einer gemeinsamen Börsenaufsicht geeinigt. Die Finanzminister der Mitgliedstaaten stimmten bei ihrer Sitzung in Luxemburg am Freitag am Freitag dafür, die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (Esma) mit Sitz in Paris mit weiteren Mitteln und Zuständigkeiten auszustatten. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sprach von einem "wichtigen und bedeutenden Schritt" und dem "Herzstück" der Kapitalmarktunion.

Deutlich weniger Korridorsanierungen bis 2031: Deutsche Bahn passt Planung an

In den kommenden Jahren soll es deutlich weniger lange Streckensperrungen wegen umfassender Sanierungen durch die Deutsche Bahn geben. Statt 21 bislang geplanter sogenannter Korridorsanierungen sollen bis 2031 nun nur 13 umgesetzt werden, wie die Infrastruktursparte der Bahn DB Infrago und das Bundesverkehrsminsiterium am Freitag mitteilten. Grundsätzlich soll an dem Prinzip, zentrale Strecken monatelang für Bauarbeiten voll zu sperren, aber festgehalten werden.

Bessere Chancen für die Kleinsten: Gesetz zu frühkindlicher Bildung im Bundestag

Frühkindliche Bildung als Grundlage für späteren Erfolg: Der Bundestag hat am Freitag in erster Lesung über einen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung debattiert. Bildungschancen sollten "von den Talenten und Fähigkeiten des einzelnen Kindes bestimmt sein" und nicht vom Geburtsort oder den Familienverhältnissen, sagte Familienministerin Karin Prien (CDU). Aus der Opposition kam scharfe Kritik an geplanten Mittelkürzungen.

Tourismus: Neuer Rekord bei Übernachtungen in deutschen Betrieben

Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben in den ersten acht Monaten des Jahres so viele Übernachtungen von Gästen verbucht wie nie. In Summe waren es von Januar bis August 340,8 Millionen Übernachtungen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Anstieg um 0,5 Prozent. Den bisherigen Rekordwert von 2024 überstieg der Wert um 0,4 Prozent.

Textgröße ändern: