Pallade Veneta - Deutsche Flughäfen erwarten 2026 gut vier Prozent mehr Fluggäste

Deutsche Flughäfen erwarten 2026 gut vier Prozent mehr Fluggäste


Deutsche Flughäfen erwarten 2026 gut vier Prozent mehr Fluggäste
Deutsche Flughäfen erwarten 2026 gut vier Prozent mehr Fluggäste / Foto: Michaela STACHE - AFP/Archiv

Die deutschen Flughäfen blicken optimistisch in das anlaufende Jahr und erwarten eine Zunahme des Fluggastaufkommens um 4,2 Prozent auf 225 Millionen Passagiere. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass "die von der Bundesregierung in Aussicht gestellten Entlastungen tatsächlich umgesetzt werden und weitere Standortnachteile angegangen werden", erklärte der Flughafenverband ADV am Montag.

Textgröße ändern:

Den Angaben nach rechnen die Flughäfen vor allem auf Verbindungen zu europäischen Zielen mit einem Anstieg um 5,2 Prozent. Auf Inlandsflügen sind demnach 2,9 Prozent mehr Passagiere zu erwarten, auf der Langstrecke 3,1 Prozent mehr. "Die Nachfrage bleibt insbesondere im Tourismus- und Privatreisesegment hoch", erklärte der ADV.

"Wir sehen erfreuliche Signale für das Jahr 2026 - getrieben von stabiler Nachfrage und steuerpolitischen Kurskorrekturen", erklärte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beise. Die Bundesregierung hat sich darauf verständigt, zum 1. Juli 2026 die Luftverkehrssteuer zu senken. "Der Luftverkehrsstandort Deutschland wächst, bleibt aber strukturell im Nachteil", ergänzte Beisel jedoch. Er forderte weitere Entlastungen bei Steuern und Gebühren.

Die Luftverkehrsbranche klagt seit Langem über eine hohe Belastung durch Steuern und Gebühren. Zudem hätten sich die Passagierzahlen nach der Corona-Pandemie nicht erholt. Auch bei dem prognostizierten Anstieg würde das Fluggastaufkommen weiterhin nur bei 91 Prozent des Niveaus von 2019 liegen, erklärte der ADV. Allerdings betrifft dies vor allem Inlandsflüge, bei Auslandsflügen wurde das Vorkrisenniveau bereits wieder nahezu erreicht.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Mehr Unabhängigkeit von China: USA, EU und Japan verkünden Rohstoffpartnerschaft

Die USA, die Europäische Union und Japan wollen bei Seltenen Erden und anderen wichtigen Rohstoffen unabhängiger von China werden. Sie kündigten am Mittwoch nach einem Ministertreffen in Washington eine Rohstoff-Partnerschaft an. Die USA, die EU und Japan wollten "bedeutende Schritte zur Steigerung ihrer wirtschaftlichen und nationalen Sicherheit gehen, indem sie gemeinsam die Widerstandsfähigkeit in Lieferketten für wichtige Mineralien stärken", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.

"Washington Post" entlässt zahlreiche Journalisten

Kahlschlag bei der "Washington Post": Die seit Jahren kriselnde Tageszeitung aus der US-Hauptstadt hat am Mittwoch den Abbau zahlreicher Journalisten-Stellen angekündigt. US-Medien zufolge muss rund ein Drittel der Belegschaft gehen. Gewerkschafter fürchten um die Glaubwürdigkeit der Zeitung, die "Amazon"-Gründer Jeff Bezos 2013 übernommen hatte.

Integrationskurse für Migranten auf Eis gelegt - Kritik auch aus Bundesregierung

Bestimmte Migranten in Deutschland können derzeit nur sehr eingeschränkt Integrationskurse belegen, weil Anträge auf Zulassung wegen einer Prüfung auf Eis liegen. Es finden zwar weiterhin Integrationskurse statt, wie das Bundesinnenministerium am Mittwoch auf AFP-Anfrage mitteilte. Der teilweise Zulassungsstopp durch das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) stieß bei der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung und bei Kursträgern jedoch auf scharfe Kritik.

EU-Parlament setzt Umsetzung von US-Zolldeal aus dem vergangenen Jahr fort

Nach dem Grönland-Streit mit US-Präsident Donald Trump hat das Europaparlament die Arbeit an der Umsetzung einer Zollvereinbarung aus dem vergangenen Jahr wieder aufgenommen. Der Handelsausschuss des Parlaments könnte Ende Februar darüber abstimmen, die Zölle auf US-Industrieprodukte wie vereinbart abzuschaffen, teilte der Ausschussvorsitzende Bernd Lange (SPD) am Mittwoch mit. Die Abgeordneten setzen sich für eine Notbremse ein, falls Trump mit neuen Zöllen droht.

Textgröße ändern: