Pallade Veneta - Japans Wirtschaft stagniert im vierten Quartal - Druck auf Regierung wächst

Japans Wirtschaft stagniert im vierten Quartal - Druck auf Regierung wächst


Japans Wirtschaft stagniert im vierten Quartal - Druck auf Regierung wächst
Japans Wirtschaft stagniert im vierten Quartal - Druck auf Regierung wächst / Foto: STR - JIJI Press/AFP/Archiv

Japans Wirtschaft ist zum Jahresende 2025 nahezu nicht gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltweit viertgrößten Volkswirtschaft legte im vierten Quartal um lediglich 0,1 Prozent zu, wie am Montag veröffentlichte offizielle Zahlen zeigen. Damit blieb das Wachstum auch hinter den Markterwartungen zurück, Beobachter waren von 0,4 Prozent ausgegangen.

Textgröße ändern:

Für das Gesamtjahr 2025 meldeten die Statistiker eine Zunahme des BIP um 1,1 Prozent. Nachdem die Wirtschaft 2024 um 0,2 Prozent geschrumpft war, ist dies ein solider Wert. Doch die Eintrübung der Lage zum Jahresende hin erhöht den Druck auf Regierungschefin Sanae Takaichi erheblich.

Takaichis konservative Liberaldemokratische Partei (LDP) hatte bei den Parlamentswahlen Anfang Februar einen Erdrutschsieg eingefahren und eine Zweidrittel-Mehrheit erreicht. Nach dem Wahlsieg kündigte Takaichi an, für eine starke japanische Wirtschaft und solide Staatsfinanzen zu sorgen. Insbesondere letzteres könnte sich schwierig gestalten.

Im November hatte ihre Regierung bereits ein milliardenschweres Unterstützungspaket für Wirtschaft und Verbraucher auf den Weg gebracht. Es umfasste Energiesubventionen, Bargeldzuschüsse und Investitionsanreize in Schlüsselbereichen wie Halbleiter und Künstliche Intelligenz.

Das schwache Wachstum "deutet darauf hin, dass der Ende November verabschiedete umfangreiche Nachtragshaushalt noch keine Belebung der öffentlichen Ausgaben im letzten Quartal bewirkt hat", erklärte jedoch der Analyst Marcel Thieliant von Capital Economics. Takaichi dürfte sich nun gezwungen sehen, weitere Unterstützungsmaßnahmen nachzulegen.

Die massiven staatlichen Ausgaben haben allerdings für eine gewisse Nervosität auf den Finanzmärkten gesorgt. Die Schuldenquote in Japan liegt nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) bei weit über dem Doppelten der Wirtschaftsleistung.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

KI-Videos: Tiktok-Konzern Bytedance verspricht Achtung von Urheberrecht

Angesichts der massenhaften Verbreitung von KI-Videos unter anderem mit bekannten US-Schauspielern hat der chinesische Konzern Bytedance Maßnahmen zum Schutz von Urheberrechten versprochen. Es würden Schritte unternommen, um "die derzeitigen Sicherheitsvorkehrungen zu verstärken" und "die unbefugte Nutzung von geistigem Eigentum" durch Nutzer mithilfe der Künstlichen Intelligenz (KI) zu verhindern, erklärte der Mutterkonzern von Tiktok.

Umfrage: Deutlich mehr Senioren nutzen soziale Medien

Die Zahl der Senioren, die soziale Medien nutzen, ist einer Umfrage zufolge deutlich gestiegen. 44 Prozent der Befragten ab 65 Jahren gaben an, soziale Netzwerke zu nutzen, wie der Digitalverband Bitkom am Montag in Berlin mitteilte. Vor fünf Jahren waren es noch 15 Prozent. Befragt wurden von September bis Oktober 2025 insgesamt 1004 Menschen ab 65.

Winterferien und Olympische Spiele enden: ADAC rechnet mit viel Verkehr

Der ADAC warnt vor deutlich mehr Verkehr auf den Straßen am kommenden Wochenende. In Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Thüringen und dem Saarland enden die Ferien, sodass vor allem der Rückreiseverkehr aus den Skigebieten ansteigt, wie der Automobilklub am Montag in München mitteilte. Auch in Österreich, der Schweiz und in Belgien gehen die Ferien zu Ende, während sie in Teilen der Niederlande, Frankreichs und Tschechiens beginnen.

Klingbeil unterstützt Social-Media-Verbot für Unter-14-Jährige

Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hat sich hinter Forderungen aus der SPD-Bundestagsfraktion gestellt, die Social-Media-Nutzung für Kinder unter 14 Jahren vollständig zu verbieten. "Wir kommen an klaren Regeln und Einschränkungen, wie sie der SPD-Vorschlag unterbreitet, nicht mehr vorbei", sagte Klingbeil dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". "Der Schutz junger Menschen vor der Flut an Hass und Gewalt in sozialen Medien hat oberste Priorität."

Textgröße ändern: