Pallade Veneta - Israel kauft drei deutsche U-Boote

Israel kauft drei deutsche U-Boote


Israel kauft drei deutsche U-Boote
Israel kauft drei deutsche U-Boote

Israel hat eine Einigung über den Kauf von drei U-Booten des deutschen Herstellers Thyssenkrupp verkündet. Das Rüstungsgeschäft habe ein Volumen von umgerechnet drei Milliarden Euro, teilte das israelische Verteidigungsministerium am Donnerstag mit. Das erste U-Boot der neuen "Dakar"-Klasse soll demnach binnen neun Jahren an die israelische Marine geliefert werden. Verteidigungsminister Benny Gantz dankte der Bundesregierung für ihre Hilfe im Zusammenhang mit dem Geschäft "und für ihr Engagement für die Sicherheit Israels".

Textgröße ändern:

Die Vereinbarung umfasst auch die Einrichtung eines Trainingssimulators in Israel und die Lieferung von Ersatzteilen. Nach Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums trägt Deutschland gemäß einem Abkommen aus dem Jahr 2017 einen Teil der Kosten. Zudem sei mit dem Bundeswirtschaftsministerium eine Vereinbarung über Investitionen in den israelischen Rüstungssektor und andere Industriezweige in Höhe von 850 Millionen Euro unterzeichnet worden.

"Wir als Thyssenkrupp Marine Systems und als Deutsche sind geehrt und stolz, die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit dem israelischen Verteidigungsministerium und der israelischen Marine fortsetzen zu können", erklärte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Rolf Wirtz. Mit den neuen U-Booten werde Israel "mit innovativer Spitzentechnologie" ausgestattet.

Der Deal sei "am Ende eines mehrjährigen Planungs- und Verhandlungsprozesses" zustande gekommen, teilte das israelische Verteidigungsministerium mit. Beobachtern zufolge hatte sich das U-Boot-Geschäft wegen Korruptionsermittlungen im Zusammenhang mit dem Verkauf mehrerer U-Boote und Kriegsschiffe von Thyssenkrupp an Israel verzögert. Auch mehrere hochrangige Militärs und enge Mitarbeiter des ehemaligen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wurden in der Affäre beschuldigt.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Freigabe strategischer Ölreserven: EU "bereit für gemeinsames Handeln"

Vor dem Hintergrund steigender Treibstoffpreise und Druck aus den USA hat Brüssel seine grundsätzliche Bereitschaft für eine Freigabe der strategischen Ölreserven erklärt. "Die Europäische Union ist bereit für gemeinsames Handeln im Rahmen der Internationalen Energieagentur (IEA)", sagte eine Sprecherin der EU-Kommission am Freitag. Mit Blick auf eine mögliche Videokonferenz der G7-Staaten am Nachmittag fügte sie hinzu: "Wir werden nun die nächsten Schritte abwarten."

Flexiblere Schlichtungsverfahren: Fluggäste sollen schneller entschädigt werden

Mit einer Neuregelung bei Schlichtungsverfahren will Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) dafür sorgen, dass Fluggäste für eine verspätete oder stornierte Verbindung schneller entschädigt werden können. Ein am Freitag auf den Weg gebrachter Verordnungsentwurf hat ein flexibleres Schlichtungsverfahren zum Ziel.

Kaufhauskette Galeria meldet erneut Insolvenz an

Die Kaufhauskette Galeria hat erneut Insolvenz angemeldet. Der Antrag auf Insolvenz sei am Freitagvormittag beim Amtsgericht Düsseldorf eingegangen, sagte eine Sprecherin des Gerichts. Es ist der vierte Insolvenzantrag binnen sechs Jahren.

Nach BGH-Urteil: Amazon senkt Prime-Beitrag für langjährige Kunden vorübergehend

Nach dem BGH-Urteil gegen Preiserhöhungen bei Amazon Prime senkt Amazon die Preise für langjährige Kunden vorübergehend. Das Unternehmen sei mit dem Urteil zwar nicht einverstanden, erklärte eine Sprecherin am Donnerstagabend, werde aber "den Prime-Beitrag vorübergehend für Kunden anpassen, deren Mitgliedschaft vor dem 15. September 2022 begann und seither unverändert besteht". Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hatte die Erhöhung von 2022 gekippt. (Az. III ZR 205/25)

Textgröße ändern: