Pallade Veneta - Zwölf Tote bei Busunfall in Ungarn - Fünf Menschen in Lebensgefahr

Zwölf Tote bei Busunfall in Ungarn - Fünf Menschen in Lebensgefahr


Zwölf Tote bei Busunfall in Ungarn - Fünf Menschen in Lebensgefahr
Zwölf Tote bei Busunfall in Ungarn - Fünf Menschen in Lebensgefahr / Foto: Zoltan MATHE - MTI/AFP

Bei dem schwersten Busunfall in Ungarn seit mehr als 20 Jahren sind in der Nacht zum Sonntag zwölf Menschen ums Leben gekommen. Mindestens zehn weitere Menschen seien schwer verletzt worden, teilte Ungarns Regierungschef Peter Magyar im Onlinedienst Facebook mit. Fünf der Verletzten schwebten nach Angaben der Einsatzkräfte in Lebensgefahr. Der polnische Bus mit Pilgern an Bord war auf der Autobahn in einen Graben gefahren und umgekippt.

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Der Unfall ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 01.00 Uhr auf der ungarischen Autobahn M3 gut 140 Kilometer östlich der Hauptstadt Budapest. Das Fahrzeug kam Behördenangaben zufolge in der Nähe des Ortes Mezökeresztes von der Fahrbahn ab, fuhr dann in einen Graben und kippte auf die Seite.

Der Busfahrer war offenbar am Steuer eingeschlafen, wie ungarische Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten. Der Mann sei in Gewahrsam genommen worden, teilte der ungarische Innenminister Gabor Posfai auf Facebook mit.

Der Bus war den Angaben zufolge von Serbien in Richtung Polen unterwegs, an Bord waren 57 Passagiere und zwei Busfahrer. Elf Menschen starben demnach an der Unfallstelle, ein weiterer Mensch nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus. Die Einsatzkräfte brachten nach eigenen Angaben zehn weitere schwer verletzte Menschen ins Krankenhaus, die 37 übrigen Insassen des Busses wurden leicht verletzt.

Der Leiter des polnischen konsularischen Hilfsdienstes, Andrzej Osiak, erklärte bei einer Pressekonferenz, der Bus habe Pilger auf der Heimreise befördert. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser der Region gebracht.

Dem ungarischen Rettungsdienst zufolge wurden 14 Krankenwagen zum Unfallort entsandt. Das ungarische Katastrophenschutzamt teilte mit, die Feuerwehr habe nach ihrer Ankunft am Unglücksort die ersten Passagiere über die Fenster des Busses gerettet. Mehrere Menschen seien unter dem Fahrzeug eingeklemmt gewesen.

In einem vom ungarischen Katastrophenschutzamt an die Nachrichtenagentur AFP übermittelten Video sind Dutzende Feuerwehrleute zu sehen, die den zerstörten roten Bus umringen und das Fahrzeug mit Ketten sichern, um es mithilfe von zwei Kränen anzuheben. Fotos der ungarischen Nachrichtenagentur MTI zeigen den 24 Tonnen schweren Bus schwebend in der Luft. Auch Zivilisten halfen beim Bewegen des Fahrzeugs, wie der ungarische Innenminister erklärte.

Ungarns Regierungschef Magyar sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus und dankte den Rettungskräften. Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski sprach im Onlinedienst X von einem "tragischen Busunfall mit polnischen Touristen". Polens Regierungschef Donald Tusk bestätigte, dass zwölf Menschen ums Leben gekommen seien. Polen werde ein Hilfsflugzeug mit Vertretern des Außenministeriums und medizinischem Personal entsenden, fügte er hinzu.

Es war der schwerste Unfall in Ungarn seit 2003, als ein Zug an einem Bahnübergang in einen deutschen Reisebus gerast war. Damals waren 33 Menschen gestorben.

N.Tartaglione--PV

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