Pallade Veneta - Anteil von Frauen in Leitungen staatlicher Hochschulen steigt weiter an

Anteil von Frauen in Leitungen staatlicher Hochschulen steigt weiter an


Anteil von Frauen in Leitungen staatlicher Hochschulen steigt weiter an
Anteil von Frauen in Leitungen staatlicher Hochschulen steigt weiter an / Foto: Damien MEYER - AFP/Archiv

Der Anteil der Frauen, die staatliche Hochschulen leiten, ist weiter angestiegen. Im vergangenen Dezember lag die Frauenquote bei 28,6 Prozent, wie das Centrum für Hochschulentwicklung am Dienstag in einer Auswertung mitteilte. Damit stieg der Anteil binnen einem Jahr um 3,7 Prozentpunkte an. 52 von 182 Einrichtungen haben aktuell eine Rektorin oder Präsidentin.

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Der Anteil ging an staatlichen Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften leicht zurück. Dafür stieg er bei den Universitätsleitungen von 27,5 auf 37 Prozent an. Von 14 Menschen, die 2022 neu in Leitungspositionen an Universitäten berufen wurden, waren zwölf Frauen.

Führungen mit einer ostdeutschen oder ausländischen Herkunft sind jedoch weiterhin selten. Fünf amtierende Rektoren oder Präsidenten haben einen Geburtsort außerhalb Deutschlands. Nur 15 Hochschulen werden von Menschen aus Ostdeutschland geleitet. Die meisten Rektoren und Präsidenten kommen aus Nordrhein-Westfalen.

Im Schnitt waren Hochschulleitungen im vergangenen Dezember 58 Jahre alt. Die jüngste Führungskraft wurde 1982 geboren. Am häufigsten haben Hochschulleitungen einen fachlichen Hintergrund in Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Mehr als die Hälfte trat ihr Amt ab 2017 an.

"Die deutschen Hochschulleitungen sind im Vergleich zum Vorjahr minimal jünger und etwas weiblicher geworden", erklärte Studienleiterin Isabel Roessler. Was Herkunft oder Bildungsbiografien angeht, seien sie von der Heterogenität der Studentinnen und Studenten jedoch noch immer weit entfernt.

Viele Rektoren oder Präsidenten machten der Erhebung zufolge innerhalb der eigenen Hochschule eine lange Karriere. Zwei Drittel der Universitätsleiter waren bereits vor ihrer Ernennung im Schnitt rund 13 Jahre lang an ihrer Hochschule tätig.

E.M.Filippelli--PV

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