Pallade Veneta - Frankreichs Premierministerin bekräftigt Straßburg als Sitz des EU-Parlaments

Frankreichs Premierministerin bekräftigt Straßburg als Sitz des EU-Parlaments


Frankreichs Premierministerin bekräftigt Straßburg als Sitz des EU-Parlaments
Frankreichs Premierministerin bekräftigt Straßburg als Sitz des EU-Parlaments / Foto: FREDERICK FLORIN - AFP

Frankreichs Premierministerin Elisabeth Borne hat mit ihrer Teilnahme an der Eröffnung eines neuen Gebäudes des Europaparlaments die Stellung Straßburgs als dessen Hauptsitz bekräftigt. Das neu angemietete Gebäude, das nach der französischen Politikerin Simone Veil benannt wurde, sei ein "Symbol der noch stärker in Straßburg verankerten EU". Die Büros in dem 2021 entstandenen Bau sollen zu Konditionen unterhalb des Marktpreises vermietet werden.

Textgröße ändern:

Kritiker der europäischen Pendelei zwischen Brüssel und Straßburg hatten das neue Gebäude als eine weitere Steuerverschwendung kritisiert. Die französische Regierung hingegen legt wegen der damit verbundenen Arbeitsplätze und des Prestiges großen Wert darauf, dass Straßburg den Status als EU-Parlamentssitz behält.

In Straßburg finden die monatlichen Plenartagungen statt. Zusätzliche Plenartagungen finden in Brüssel statt, wo auch die Ausschüsse und Fraktionen zusammenkommen. Die Verwaltung des Europarlaments hingegen befindet sich in Luxemburg.

Der Besuch Bornes in Straßburg diente auch dem Ausloten möglicher Kandidaten für die EU-Wahl im kommenden Juni. Im Gespräch sind unter anderem Stéphane Sejourne, der bereits 2019 Spitzenkandidat der Liste Renaissance war, der EU-Binnenmarkt-Kommissar Thierry Breton und EU-Staatssekretärin Laurence Boone. Auch die Premierministerin selbst wird als potenzielle Kandidatin genannt.

Nach einer Umfrage von Montag liegt die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN) derzeit in Frankreich mit 28 Prozent deutlich vorn. Der Abstand zum Regierungslager beträgt neun Punkte. Für die RN will dessen Parteichef Jordan Bardella in den Wahlkampf ziehen.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Milliardenklage gegen die BBC: Trump soll unter Eid aussagen

US-Präsident Donald Trump hat die BBC wegen Verleumdung auf eine Entschädigung in Milliardenhöhe verklagt, doch bisher verweigert er eine Aussage unter Eid - nun hat eine Richterin im Bundesstaat Florida Trump dafür eine Frist bis zum 11. Dezember gesetzt.

Kaputte Welt: Pentagon beschädigt Eisenhower-Globus

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth wünschte sich für sein Büro einen historischen Globus, wie ihn der frühere Präsident Dwight D. Eisenhower als General während des Zweiten Weltkriegs nutzte. Hegseth wollte damit womöglich signalisieren, er habe wie der legendäre Nazi-Bezwinger "Ike" die Welt unter Kontrolle. Doch der Plan schlug fehl: Nach einem Bericht der "Washington Post" (Donnerstagausgabe) ging der Globus beim Transport zu Bruch.

Frankreich: Widerstandskämpferin Berger-Volle mit 105 Jahren gestorben

Die österreichisch-französische Widerstandskämpferin Mélanie Berger-Volle ist im Alter von 105 Jahren gestorben. Die gebürtige Wienerin, die sich während der deutschen Besatzung Frankreichs gegen die Nationalsozialisten engagierte und später der Erinnerungsarbeit widmete, starb im ostfranzösischen Saint-Étienne, wie die Präfektur des Départements Loire am Donnerstag mitteilte. Noch mit 102 Jahren hatte sie die olympische Fackel getragen.

Neue russische Angriffe: Selenskyj beklagt unveränderte Haltung Moskaus zum Krieg

Russland hat nach Einschätzung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj seine Haltung im Krieg auch nach einem neuen diplomatischen Vorstoß nicht geändert. Kurz nach einer neuen Gesprächsrunde zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Kremlchef Wladimir Putin in St. Petersburg habe Russland "einen gezielten Angriff gestartet", erklärte Selenskyj am Donnerstag. "Das bedeutet, dass es keine wirkliche Änderung in seiner Haltung gegenüber all dem, was geschieht, gegeben hat." Ukrainische Behörden meldeten vier Tote durch russische Angriffe.

Textgröße ändern: