Pallade Veneta - Ukrainische Nobelpreisträgerin mit dringlichem Appell für Waffenlieferungen

Ukrainische Nobelpreisträgerin mit dringlichem Appell für Waffenlieferungen


Ukrainische Nobelpreisträgerin mit dringlichem Appell für Waffenlieferungen
Ukrainische Nobelpreisträgerin mit dringlichem Appell für Waffenlieferungen / Foto: Sergei SUPINSKY - AFP/Archiv

Die ukrainische Friedensnobelpreisträgerin Oleksandra Matwijtchuk hat Deutschland angesichts der dramatischen Lage in ihrem Land dringend zu mehr Waffenlieferungen aufgerufen. "Helft uns! Helft uns mit Waffen! Liefert uns Taurus-Raketen, damit wir diesen Krieg gewinnen können", sagte Matwijtchuk dem Magazin "Focus". Zu Forderungen nach einer Verhandlungslösung mit Russland äußerte sie sich kritisch.

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"Es gibt keine andere Option, als weiterzukämpfen. Der russische Angriffskrieg hat genozidalen Charakter. Und das heißt: Legen wir die Waffen nieder, droht uns die Vernichtung", mahnte die Nobelpreisträgerin. Russlands Präsident Wladimir Putin wolle keinen Frieden, sondern "er will seine militärischen Ziele erreichen".

"Alles Gerede über den angeblichen russischen Verhandlungswillen soll nur die Stimmung im Westen beeinflussen und die Unterstützung für die Ukraine schwächen", warnte die Menschenrechtsanwältin. "So bitter es klingt: Wir müssen die Realität akzeptieren – auch wenn sie furchtbar ist. Nur wenn die Ukraine den Krieg gewinnt, gibt es eine Chance auf Frieden", sagte sie weiter.

Matwijtchuk äußerte sich enttäuscht über nachlassende Unterstützung aus dem Westen. "Direkt nach dem russischen Überfall auf mein Land hieß es: Wir stehen der Ukraine bei, koste es, was es wolle. Ich bin mir nicht sicher, ob das immer noch so gilt", sagte sie "Focus". Matwijtchuk war 2022 zusammen mit dem belarussischen Rechtsanwalt Ales Bjaljazki und Irina Scherbakowa von der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial für ihre Arbeit beim ukrainischen Center for Civil Liberties mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

G.Riotto--PV

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