Pallade Veneta - Finanzberater: AfD-Erfolge könnten Einfluss auf Finanzmarkt haben

Finanzberater: AfD-Erfolge könnten Einfluss auf Finanzmarkt haben


Finanzberater: AfD-Erfolge könnten Einfluss auf Finanzmarkt haben
Finanzberater: AfD-Erfolge könnten Einfluss auf Finanzmarkt haben / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

AfD-Erfolge bei den Wahlen in diesem Jahr könnten Auswirkungen auf den Finanzmarkt in Deutschland haben: "Bei einer schwierigen Regierungsbildung dürfte das Vertrauen von Großinvestoren in Deutschland sinken, besonders das Erstarken der AfD ist ein Problem", sagte Max Herbst von der Finanzberatung FMH in Frankfurt am Main am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Deutsche Staatsanleihen könnten dann nicht mehr als so sicher gelten wie bisher.

Textgröße ändern:

Insbesondere die Wahlen in den ostdeutschen Bundesländern könnten nach Ansicht Herbsts zu Verunsicherungen führen. Die Europawahl sei ein Stimmungstest. Es sei zu erwarten, dass das Vertrauen der Investoren in die Bundesrepublik schwinden werde.

Das wiederum könnte Auswirkungen auf die Bauzinsen in Deutschland haben. Sie orientieren sich nämlich an der Entwicklung der zehnjährigen Bundesanleihen. Steigen die Zinsen dort, ist auch mit steigenden Hypothekenzinsen zu rechnen.

Ende des vergangenen Jahres waren die Zinsen auf Bundesanleihen merklich gesunken, dann stiegen sie wieder leicht an und bewegen sich seitdem seitwärts - so auch die Bauzinsen. Herbst hatte bereits im Februar erklärt, er erwarte, dass die Hypothekenzinsen sich für zehn Jahre fest langfristig eher bei vier als bei drei Prozent einpendeln werden.

Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) zu möglichen Zinssenkungen ab Juni spielen hier für den Finanzfachmann nur eine untergeordnete Rolle. "Ich glaube, dass die Zinsen für Immobilienkredite sich leicht erhöhen werden, egal was die EZB entscheidet", sagte Herbst am Donnerstag AFP.

R.Zaccone--PV

Empfohlen

Dobrindt: Merz ist der Richtige zum richtigen Zeitpunkt

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) rät zu einem Ende der Debatten über Kanzler Friedrich Merz (CDU). "Es braucht Durchhaltevermögen", sagte er dem "Münchner Merkur" vom Mittwoch. "Friedrich Merz ist die richtige Person zum richtigen Zeitpunkt – mit seiner Erfahrung, seinem außenpolitischen Fokus und der Bereitschaft, Entscheidungen auch mal gegen Widerspruch im eigenen Laden durchzusetzen."

Ecuadorianische Diplomatin A-Baki will UN-Generalsekretärin werden

Die ecuadorianische Diplomatin Ivonne A-Baki bewirbt sich um das Amt der UN-Generalsekretärin. Die vom pazifischen Inselstaat Tonga nominierte 75-Jährige erklärte am Dienstag, sie sei bereit, "zur Erneuerung des Grundversprechens der UN-Charta beizutragen: künftige Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren".

IAEA findet "einige Tonnen Nuklearmaterial" in Syrien

Mitarbeiter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) haben bei einem Inspektionsbesuch in Syrien nach eigenen Angaben "einige Tonnen Nuklearmaterial" an einem Ort gefunden, den die Organisation bislang nicht auf dem Schirm hatte. Der Fund gehe auf Hinweise der syrischen Regierung zurück, erklärte Interims-Außenminister Assad al-Schaibani am Dienstag. Das Material, von dem keine Gefahr ausgehe, solle in Syrien bleiben und IAEA-Kontrollen unterliegen.

Klingbeil fordert Konsequenzen nach Äußerungen von Israels Minister Ben Gvir

Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hat nach Äußerungen des israelischen Sicherheitsministers Itamar Ben Gvir über gezielte Tötungen von Palästinensern Konsequenzen gefordert. "Das sind Äußerungen, die wir als Bundesregierung in keinster Weise akzeptieren können", sagte Klingbeil am Dienstag im Sommerinterview der Sat.1-Sendung "newstime". "Das muss auch Konsequenzen haben."

Textgröße ändern: